Hallo zusammen,
zunächst stelle ich mich mal bei Euch vor. Mein Name ist Olli, ich bin 32 Jahre und komme aus Salzburg. Zusammen mit meiner Freundin leben wir in einer kleinen Wohnung am Stadtrand von Salzburg.
Eigentlich war eine Katze nie ein Thema bei uns, nicht nur weil Haustiere in diesem Haus verboten sind, mehr weil wir darin keinen wirklichen Sinn sahen. Wir sind beide öfters außer Haus... warum also ein Haustier anschaffen?! Es ginge eh nur eine reine Hauskatze. Maximal bis zum Balkon.
Eines Tages, so vor knapp 4 Wochen habe ich dann bei uns im Verein einen kleinen Kater aus einem Holz Vorarrattapel gezogen in dem der kleine fest mit den Hinterpfoten eingeklemmt war. Nachdem er wohl schon eine Nacht zuvor dort jaulend verbracht hatte, machten wir uns auf ihn aus seiner Lage zu befreien. Erstaunlicher Weise rannte der Kater aber nicht weg, was bei Bauernkatzen normal so ist. Er blieb und schlief dann sogar nach einigen Minuten auf meinem Arm ein.
Lange Rede, kurzer Sinn. Er hat sich nun eingewöhnt. Von Anfang an wollte allerdings primär meine Freundin diese Katze mitnehmen. Katzenklo und alles andere, bis auf seinen Katzenbaum wurde gekauft und fertig gemacht. Erstaunlich war, dass er vom ersten Mal an gleich auf sein Klo ging. Nur einmal kam er nicht mehr schnell genug hin und es landete auf dem Fußboden. Was soll's, kann passieren und ist auch kein Problem. Man kann also vom Verhalten des Katers ausgehen, dass er ausgesetzt wurde und sich in diesem Stapel irgendwie vor Angst verkrochen hatte. Da kam er dann auch nicht mehr alleine heraus. Eine andere Sache ist aber sein Verhalten.
Er ist klein, ok. Als wir ihn herauszogen war er höchstens 5-6Wochen alt. Jetzt wo er ordentlich im Futter steht wird er schnell groß. Und zwar sichtlich groß. Und wilder! Ich kenne mich mit Großkatzen aus, aber nicht mit Hauskatzen. Darum auch meine Frage: Wiebringt man es einem kleinen Kater bei, nicht in die Pflanzen zu steigen, keine Blätter zu kauen, die Vorhänge in Ruhe zu lassen und vor allem sich - wenn die rote Tagesdecke vom Bett weg ist - dem Bett fern zu halten. Letzteres rennt er einem immer mit ausgefahrenen Krallen in die Beine, zieht sich an den Beinen mit den Krallen hoch und beißt in die Finger. Nicht wirklich schwer, nur so ein leichtes kauen was eh nicht weh tut. Aber, meine Freundin kann ihn kaum streicheln, er „flippt immer aus“ rennt wie ein wilder mit einem Buckel durch die Wohnung und kennt nur spielen. Kein Ende. Das muss er allerdings lernen.
Da also die Frage an Euch. Ich persönlich habe kein Problem mit dem Kater, habe lange einen großen Hund gehabt. Erziehungsmethoden sind da fast die gleichen, nur was kann meine Freundin machen?
Nur bitte keine Antworten wie: „Der ist noch ganz klein, der will spielen, der versteht das nicht“. Dem setze ich sofort entgegen: „Katzen sind und bleiben Raubtiere und keine Kuscheltiere mit denen man spielt. Auch eine Hauskatze hat einen extremen Jagdinstinkt. Lieb, Süß und schmusen sind Hasen, aber sicher keine Katzen. Der Chef bin ich und meine Freundin, und nicht der Kater“!!! Nicht verübeln, aber mein Verhältnis zu Tieren ist so das Schmusekatze ganz hinten steht, erst kommt der Mensch und dann das Tier in meinem Leben, und nur um das geht es mir hier.
Lieben Dank im Voraus
Olli



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