Impfungen
Ein verantwortungsvoller Katzenbesitzer wartet nicht einfach ab, ob das Tier die betreffende Krankheit überhaupt bekommt, sondern sorgt vor,
indem er seine Katze impfen lässt. Denn ist eine Infektionskrankheit erst mal ausgebrochen, ist die nur schwer in den Griff zu bekommen und endet nicht selten mit dem Tod.
Auch reine Wohnungskatzen sollten regelmäßig geimpft werden, da Krankheitserreger z.B. über Schuhe in die Wohnung gelangen können.
Individuelle Lebenssituationen bedingen ein individuelles Impfschema
Da unsere Haustiere in verschiedensten Umfeldern und Situationen leben, sollte auch jeweils individuell entschieden werden, wogegen die Katze geimpft werden soll.
Eine ausschließlich in der Wohnung lebende Katze ist einem Infektionsrisiko weit weniger ausgesetzt, als eine frei lebende Katze. In Zuchten und Tierheimen wiederum herrscht ein erheblich höherer Infektionsdruck, als bei Einzelhaltung.
________________________________________________________________________________________________________
Vorbedingungen für die Impfung:
-vor der Schutzimpfung sind Katzen auf jeden Fall zu entwurmen! Der Impfschutz tritt erst nach ca. 1-2 Wochen ein!
- es dürfen nur klinisch gesunde Tiere geimpft werden
- der Tierarzt kontrolliert den Gesundheitszustand des Tieres anlässlich der Impfung
- auch ein eventuell vorhandener Parasitenbefall muss unbedingt vorher beseitigt werden
Grundimmunisierung ( Jungkatze - optionaler Impfzeitraum )
8. Lebenswoche Katzenseuche, Katzenschnupfen, FeLV
12. Lebenswoche Katzenseuche, Katzenschnupfen, FeLV, Tollwut
ab 16. Lebenswoche FiP
3 Wochen später FiP
Grundimmunisierung (erwachsene Katze)
nach Eingewöhnung Katzenseuche, Katzenschnupfen, FeLV, Tollwut oder Katzenseuche, Tollwut
4 Wochen später Katzenschnupfen, FeLV, FiP
Wiederholungsimpfungen (für alle Katzen)
jährlich Tollwut, Katzenschnupfen, FeLV, FiP
alle 2 Jahre Katzenseuche
________________________________________________________________________________________________
Achtung:
Feline infektiöse Peritonitis: Der Impfstoff gegen die gefürchtete FIP ist in den USA genauso wie bei uns sehr in der Diskussion.
Unabhängige Studien haben laut US-Forschern gezeigt, daß die Wirksamkeit der Vakzine längst nicht so gut ist, wie es die Hersteller behaupten.
Die AAFP-Expertengruppe, die die neuen Impfrichtlinien ausarbeitete, erzielte über die FIP-Impfung keine Einigkeit.
Die Mehrheit sprach sich dafür aus, gegen FIP nur solche Katzen zu impfen, die ein spezielles Risiko haben, zum Beispiel Katzen in Haushalten,
wo FIP schon aufgetreten ist.
Über die tatsächliche Dauer des Immunschutzes nach dieser Impfung ist mangels Studien noch nichts bekannt.
_________________________________________________________________________________________________
Sonderfall Tollwut
Haustiere mit Freigang sollten unbedingt geimpft werden, da Tollwut in Deutschland sehr verbreitet ist.
Tollwutimpfstoffe schützen mindestens drei Jahre. Weil die deutsche Tollwut-Verordnung aber nur die jährliche Nachimpfung als Tollwutschutz gelten läßt, kann darauf schlecht verzichtet werden, vor allem in tollwutgefährdeten Bezirken. Freilaufende Katzen ohne gültigen Tollwutschutz können bei Kontakt mit einem tollwutinfizierten Wildtier oder nach einem Kratz- oder Beißvorfall von Amts wegen eingeschläfert werden.
Tollwutimpfstoffe verursachen die meisten Impfsarkome.
________________________________________________________________________________________________________
Die Hauptziele der Impfung sind:
- möglichst viele Individuen einer Population, in der ein Risiko besteht, zu impfen,
- jedes Tier nur so oft zu impfen wie nötig und
- nur gegen Erreger zu impfen, für ein Ansteckungs- und Erkrankungsrisiko vorliegt
- Bekämpfung von Infektionskrankheiten
_________________________________________________________________________________________________
Nebenwirkungen von Impfungen:
1. Anaphylaktische (allergische) Reaktionen:
Anaphylaktischer Schock unmittelbar nach der Impfung, muß sofort vom Tierarzt mit Antischockmitteln behandelt werden;
Durchfall und Erbrechen (manchmal blutig und mitunter tödlich)
2. andere Reaktionen:
Impfsarkom: Tumor an der Impfstelle, Häufigkeit: 1 bis 10 Fälle pro 10.000 Impfungen,
führt auch bei optimal ausgeführter großräumiger Operation fast immer zum Tode.
Bewegungsstörungen, zentralnervöse Störungen
(Seuche-Schnupfen-) Impfstoffe, die mittels Katzennierenzellkulturen hergestellt werden,
sind möglicherweise (Mit-) Verursacher des heutzutage bei Katzen immer häufiger auftretenden chronischen Nierenversagens wg.
Bildung von Autoantikörpern gegen das eigene Nierengewebe.
(Studien dazu an der Purdue-Universität derzeit in Arbeit.)
________________________________________________________________________________________________
Katzenschnupfen
Katzenschnupfen ist eine Sammelbezeichnung für ansteckende Erkrankungen der Atemwege und der Schleimhäute des Kopfes bei Katzen.
Synonym verwendet werden die Bezeichnungen infektiöse Katzenrhinitis, Katzenpneumonitis, cat flu und Rhinotracheitis infectiosa felis.
Es handelt sich hierbei also um einen Symptomkomplex, der durch unterschiedliche Erreger hervorgerufen wird, und Nase, Maulhöhle und Augen betrifft.
Beteiligte Erreger sind verschiedene Viren (Herpes- und Caliciviren) und Bakterien (Chlamydien, Bordetellen und Mykoplasmen).
Da die Erreger sich gegenseitig begünstigen und damit parallel auftreten können und Behandlung und Bekämpfung dieser Erkrankungen etliche Gemeinsamkeiten aufweisen,
ist diese Sammelbezeichnung dennoch berechtigt.
Herpesviren sind neben Caliciviren die häufigsten Auslöser eines Katzenschnupfens.
Die Übertragung erfolgt durch Kontakt mit einem befallenen Tier oder auch indirekt durch Menschen, Futtermittel und Reinigungsgeräte.
Katzenseuche/ Panleukopenie
Die Panleukopenie ist eine häufig tödlich verlaufende, virusbedingte Katzenkrankheit.
Sie wird auch als Katzenseuche, Katzenstaupe, infektiöse Enteritis der Katzen, Agranulomatose, Aleukozytose und Katzenpest bezeichnet.
Erreger ist ein Parvovirus (von lat. parvus - klein). Die Krankheit ist eng verwandt mit der Parvovirose des Hundes und der infektiösen Panleukopenie der Marderartigen.
Bei Menschen kann das wesentlich weniger gefährliche Parvovirus B19 Erkrankungen auslösen.
Der Erreger dringt über Kontakt mit infektiösem Material (Kot, Nasensekret, Urin) durch die Nasen- und Maulschleimhaut in den Körper ein. Die Inkubationszeit beträgt 2 bis 10 Tage.
Da das Virus zur Vermehrung Zellen mit hoher Teilungsrate benötigt, befällt es besonders die sich fortwährend stark regenerierenden Zellen des Darmepithels, des Knochenmarks und des Lymphsystems.
FeLV Leukose - Felines Leukämie Virus
Bei der Katzenleukose handelt es sich um eine Leukämie-Erkrankung der Katze (Katzenleukämie) durch das Feline Leukämievirus FeLV.
Diese schwerwiegende Erkrankung ist die bei Katzen am häufigsten auftretende Infektionskrankheit.
Die Leukose muss nicht bereits zum Ausbruch gekommen sein, um auf gesunde Tiere durch Speichel oder Tränenflüssigkeit sowie durch infizierte Gegenstände übertragen zu werden und zur Ansteckung zu führen.
Die Inkubationszeit (von der Ansteckung bis zum Krankheitsausbruch) kann Monate oder gar Jahre betragen auch kann eine bereits erkrankte Katze noch Monate oder Jahre am leben bleiben.
FeLV-infizierte Katzen sollten aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr unbedingt von gesunden Katzen getrennt werden.
Tollwut - Rabies, Lyssa
Bei der Tollwut - auch Rabbies oder Lyssa - handelt es sich um eine weltweit verbreitete, tödlich verlaufende Virusinfektion, die durch den Tollwut-Virus aus der Gruppe der Rhabdo-Viren (Rhabdoviridae) ausgelöst wird.
Die Ansteckung / Infektion erfolgt durch den Speichel infizierter Tiere, der durch Bisse, Kratzer oder andere Verletzungen wie Schürfwunden auf gesunde Tiere übertragen wird.
Dabei breitet sich der Rhabdovirus von der verletzten Stelle (infizierte Wunde) ausgehend über das Nervensystem im ganzen Körper aus bis es letztendlich das Gehirn des erkankten Tieres erreicht.
Die Übertragung des Tollwutvirus geht im Ursprung in der Regel von wildlebenden Tieren, wie Füchse und Dachse, aus.
____________________________________________________________________________________________________________
Quelle:
http://www.katzen-buch.de/katzenkrankheiten/tollwut.htm
http://www.heiltierarzt.de/katzen-impfe ... fungen.htm
http://www.schmusekatzen.de/impfen.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Panleukopenie
http://de.wikipedia.org/wiki/Katzenschnupfen




News