Wormser Tätowierer sticht für den Tierschutz
05.01.2010 - WORMS
Von Susanne Müller
Was ein echter Tattoo-Freund ist, der schreckt vor nichts zurück. Auch nicht vor Bären-Tatzen, scharfen Katzen-Krallen oder ruppigen Pfotenabdrücken von Hunden. Und Tierfreunde? Die nehmen für Vierbeiner eh’ alles hin, und sei’s der ungestümste Piekser. Also: Tätowierer und Tierschützer passen gut zusammen – das dachten sich Dennis Dony und Yasmin Wehnert vom Heppenheimer Tattoo-Studio „Bonaparte“ und ihr Kollege Alexander Rosenfeldt aus Worms, der im „Blut Royale“ die Nadel surren lässt.
Und so kam es, dass sich die drei mit einem weiteren Kollegen aus Darmstadt ins Zeug legten für den Tierschutz – und das so erfolgreich, dass nun insgesamt 5.510 Euro übergeben werden konnten an Menschen, die sich um in Not geratene Mitgeschöpfe kümmern. Ein Teil der Summe ging nach Darmstadt ins Tierheim, ein weiterer floss dem Bärenpark Worbis zu – und in Worms konnte sich Carry Lerch für ihre Tiere auf dem Gnadenhof „High Chaparall“ über 2.200 Euro freuen.
„Vielen Dank“ sagte die Tierschützerin den großzügigen Spendern bei der Übergabe der „stichhaltigen“ Summe, die verwendet werden soll, um dringend notwendige Ausbesserungsarbeiten an der Umzäunung des Geländes vorzunehmen. „Als ich von der geplanten Aktion vor Weihnachten gehört habe, zu der mich die Tätowierer eingeladen haben“, gab Carry Lerch zu, „dachte ich zunächst: Da kommt doch keiner?“ Dass dem nicht so ist, konnte die Tierschützerin dann rasch feststellen.
Manche bekommen gleich drei Tattoos
In Heppenheim, wo alle drei beteiligten Tattoo-Studios für den Tierschutz stachen, bildeten sich Menschentrauben vor den Räumen, um sich entweder ein Hunde-, Katzen- und Bären-Pfötchen oder auch einen Stern stechen zu lassen: „Die Aktion haben wir genannt: Stern für einen guten Zweck“, erläuterte Ideengeber Dennis Dony, pro Motiv verlangten die Spendensammler 25 Euro: „Manche haben sich sogar drei Tattoos stechen lassen für den guten Zweck“, freute sich Yasmin Wehnert. Insgesamt waren 176 Tätowier-Lustige zu der Aktion gekommen, wegen des großen Erfolgs planen die drei Studios, auch im kommenden Sommer nochmals für Tiere ihre Nadeln zu zücken.
„Wir wollen mit der Aktion etwas für Tiere tun – die können ja nicht selbst für sich sorgen“, sagte Alexander Rosenfeldt. Und: „Auch zeigen, dass unser Berufsstand längst aus der Schmuddelecke heraus ist, dass wir auch an die Gemeinschaft denken“.
Quelle:http://www.wormser-zeitung.de/region/worms/meldungen/8142157.htm


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