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Futteretiketten

Alles über Trocken- und Nassfutter

Beitragvon "Cosmo"polita » 03.07.2008 18:16

Was versteckt sich hinter was ?

Nährstoffe und ihre Aufgaben:


Eiweiß: wichtiger Bestandteil von Enzymen und Muskelgewebe, Energielieferant

Kohlenhydrate: Energielieferant

Fette: Bestandteil von Zellwänden, Energielieferant

Eisen: bindet den Luftsauerstoff bei der Atmung

Wasser: wird beim Schwitzen verdunstet und wirkt daher temperaturregulierend, als solches eingebunden in die vielfältigen chemischen Vorgänge des Zellstoffwechsels und notwendig bei der Verdauung von Nährstoffen und bei der Entsorgung von Verunreinigungen über die Nieren.

Rohprotein: wichtig für die Muskulatur; Wachstum
"Rohprotein" versteht man den gesamten Eiweißanteil aus den tierischen und pflanzlichen Inhaltsstoffen. Leider muss der Hersteller die Eiweißmengen nicht exakt deklarieren, sondern es genügt die Angabe als so genannte Rohproteinmenge. Hierbei wird also lediglich Auskunft über die insgesamt enthaltene Eiweißmenge gegeben, nicht etwa, um welches Eiweiß es sich handelt. Steht also auf Ihrem Hunde- oder Katzenfutter 11,5% Rohprotein, kann das ein reines Sonnenblumenöl sein oder Erdnusshülsen, Hühnerfett oder Eier, Mais, Motoröl oder Federn (die reich an Eiweiß sind) !

Rohfett: Energie, Fell, Haut ( der gesamten Anteil aus dem enthaltenen Fleisch, den Nebenerzeugnissen und den Ölen )

Rohasche: Zählt zu den Mineralstoffe

Rohfaser: Regulierung der Verdauungszeit (Ballaststoffe, wie Stroh, Cellulose oder Erdnusshülsen)

L-Carnitin: Gewichtsabnahme, Fettverbrennung

Calcium: Knochen, Zähne

Phosphor: Energieübertragung, Knochenbau

Magnesium: Knochenbau, Energieübertragung

Kupfer: Kollagen und Knochenbildung, Haut u. Fell


Allgemeines

Als strikte Fleischfresser beziehen Katzen einen Großteil ihres Nährstoffbedarfs aus Quellen tierischer Herkunft. Ihr Stoffwechsel weist in diesem Zusammenhang einige Besonderheiten auf. Es besteht die Unfähigkeit, die pflanzliche Vorstufe des Vitamin A (beta-Karotin) in das funktionsfähige Vitamin A umzuwandeln. Die Aminosäuren Taurin, Methionin und Arginin sind für den Katzenorganismus essentiell. Es besteht außerdem ein hoher Bedarf an Nicotinsäure. Katzen sind nicht in der Lage, Linolsäure in Arachidonsäure umzuwandeln. Durch hochaktive Enzymsysteme haben Katzen einen hohen Bedarf an Eiweiß. Zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels benötigen sie keine Kohlenhydrate, vielmehr kann Glukose über die Desaminierung spezieller Aminosäuren aus dem Futter gebildet werden.
Eine wichtige Rolle für den Knochenaufbau spielen Calcium und Phosphor. Die Calcium-Phosphor-Balance kann zwischen 0,9:1 und 1,4:1 liegen, wobei 1,1:1 bis 1,2:1 als optimal anzusehen ist. Jedoch kommt es nicht nur auf das richtige Verhältnis, sondern auch auf die Menge der Mineralstoffe an, da alle Mengen- und Spurenelemente, nicht nur das Calcium und Phosphor, voneinander abhängig sind und im richtigen Verhältnis zueinander vorhanden sein sollten. Ein Zuviel oder Zuwenig eines Stoffes kann die Aufnahme eines anderen beeinträchtigen, da die Wechselwirkungen, auch mit einigen Vitaminen, sehr komplex sind. Rohe Knochen sind eine natürliche Quelle von wichtigen Mineralien einschließlich Calcium.
Natrium regelt zusammen mit Chlor und Kalium den Wasserhaushalt, den osmotischen Druck der Körperflüssigkeiten, ist wichtig für die Nerven und am Transport von Nährstoffen im Körper beteiligt. Auch für die Bildung der Magensäure ist es unentbehrlich. Wichtig ist eine ausgewogene Balance zwischen Natrium und Kalium, welches in purem Fleisch ausreichend enthalten ist. Im Gegensatz dazu ist Natrium nur marginal im Fleisch vorhanden und in größeren Mengen in Blut, Knochen sowie Nieren zu finden. Auch um diese Balance wieder herzustellen, muss Natriumchlorid (Salz) bei einer Fütterung ohne Knochen und Blut ergänzt werden.



Entsprechend ihrem natürlichen Nahrungsverhalten (Fangen kleiner Beutetiere) nehmen Katzen bei ständigem Angebot von Futter täglich 10 bis 20 mal Nahrung auf. Der tägliche Energiebedarf einer normalgroßen Hauskatze von knapp vier Kilogramm Gewicht beträgt etwa 300 kcal an umsetzbarer Energie. Auf starke Veränderungen der angebotenen Ration reagieren Katzen unberechenbar. Nahrungsverweigerungen über mehrere Tage sind hierbei recht häufig zu beobachten, wobei speziell bei adipösen Tieren die Gefahr eines Fettmobilisationssyndroms mit schwerwiegenden Stoffwechselstörungen besteht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Katzenfutter

Kohlenhydrate

Obwohl an sich keine Kohlenhydrate benötigt werden (Katzen fehlen einige Enzyme, um Kohlenhydrate adäquat aufzuspalten, da ihre natürliche Nahrung nur sehr wenig Kohlenhydrate enthält) sind sie doch den meisten Futtermitteln zugesetzt. Ihr Anteil beträgt bei Feuchtfutter 0 bis 30 Prozent, Trockenfutter enthalten zwischen 30 und 60 Prozent. Den größten Anteil macht hierbei die Stärke aus,die allein dazu dient dem Tier Energie zuzuführen. Daneben liegen auch unverdauliche Kohlenhydrate im Futter vor, welche als Ballaststoffe von Bedeutung sind. Diese unlöslichen Fasern unterstützen die Darmmotorik. Hauptquelle der verdaulichen Kohlenhydrate, vergären und tragen zu Schutz der Darmwände bei, sind verschiedene Zubereitungen von Mais, Reis, Weizen, Hafer, Gerste, Möhren, Melasse, Erbsen und Kartoffeln.

Proteine

Katzen benötigen einen hohen Proteingehalt in der Nahrung. Sie nutzen Proteine als Energiequelle, aber unter anderem auch zum Körperaufbau und zur Aufrechterhaltung des Glucosespiegels im Blut. Katzen sind im Gegensatz zu Menschen nicht in der Lage, ihren Verbrauch an wenig Eiweiß im Futter anzupassen, was bedeutet, dass sie körpereigenes Protein (Muskelmasse) abbauen, wenn nicht genug Protein mit der Nahrung zugeführt wird. Daher ist der Proteinbedarf von Katzen wesentlich höher als der von Hunden oder Menschen. Sie sind auf tierische Bestandteile wie Fleisch angewiesen, denn nur diese enthalten Proteine in ausreichenden Mengen und für die Katze hochverdaulicher Form sowie alle Aminosäuren einschließlich Taurin und Arginin, die sie zum Leben braucht.
Experimentell wurde nachgewiesen, dass bei Jungkatzen ein befriedigendes Wachstum erst ab einem Proteingehalt möglich ist, der bei 30 Prozent der Trockensubstanz des Futters liegt. Für erwachsene Tiere liegt dieser Wert etwa bei 26 Prozent.
Häufige tierische Proteinquellen sind: Rind, Huhn, Geflügelnebenprodukte, Geflügelmehl, getrocknete Eier, Fisch, Fischmehl, Fleischmehl, Knochenmehl und Fleischnebenprodukte.
Pflanzliche Proteine liefern: Weizen, Hafer und z.B. Soja.
Arginin:
Die Aminosäure Arginin ist für Katzen lebenslang essentiell, da sie vom Organismus nicht in ausreichendem Maße synthetisiert werden kann. Neben ihrer Bedeutung für die Neubildung von Proteinen ist sie ein unentbehrlicher Bestandteil des Harnstoffzyklus, der bei Katzen infolge der mit der hohen Proteinverwertung anfallenden großen Menge an Ammoniak ein besonders wichtiger Stoffwechselweg ist.
Der Argininbedarf einer jungen Katze beträgt 1,1 Prozent der Trockensubstanz des Futters.
Methionin:
Die Aminosäure Methionin kann von Katzen nicht synthetisiert werden und ist daher zum Aufbau von Körperproteinen und zur Phospholipidsynthese im Zuge der Fettverdauung essentiell. Der Bedarf liegt bei etwa 1,6 g pro 1000 kcal verdauliche Energie.
Taurin:
Katzen sind nur zur Synthese kleiner Mengen an Taurin in der Lage.
Katzen benötigen infolge der Tatsache, dass ihre Gallensalze ausschließlich mit Taurin gebildet werden, einen wesentlich höheren Anteil dieser Aminosäure, um den Verlust mit der Fäzes auszugleichen.
Der empfohlene Gehalt an Taurin beträgt 1000 mg pro Kilogramm Trockenfutter und 2500 mg pro Kilogramm Feuchtfutter, wobei sich die unterschiedlichen Angaben im bei Fütterung mit Feuchtfutter erhöhten Bedarf der Tiere begründet.



Fette

Fette sind wichtige Energielieferanten und Geschmacksverbesserer des Futters. Fett ist notwendig, um die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine sicherzustellen. Es liefert essentielle Fettsäuren, die jedoch teilweise nur in tierischen Fetten enthalten sind, daher sind diese immer den pflanzlichen Ölen vorzuziehen.
In Pflanzenölen fehlen für Katzen lebenswichtige Fettsäuren, während je nach Sorte, z. B. in Olivenöl, erhebliche Mengen Ölsäure enthalten sind, die für Katzen nicht essentiell ist.
Etwa 5 bis 7 Prozent der Energie des Futters soll hierbei durch Linolsäure gedeckt werden (Sonneblumen-Oliven-Weizenkeimen oder Distelöl).
Die Fettsäuren müssen im richtigen Verhältnis zueinander in der Nahrung vorhanden sein, wobei hier insbesondere das Verhältnis von Omega 6:Omega 3 zu erwähnen ist. Wildtiere, also auch die Beutetiere der Katze in der Natur, haben ein Omega-Verhältnis von 4:1 bis 5:1, was als optimal angesehen wird. Fett von Tieren wie z. B. Geflügel oder Rind, die konventionell aufgezogen und daher mit Getreide ernährt werden, enthält wenig Omega-3-Fettsäuren, so dass das Verhältnis bei 20:1 oder darüber liegen kann.
Weidetiere, die Gras fressen, weisen ein besseres Verhältnis auf. Daher ist es für Katzen günstiger, wenn sie Lamm-, Rindfleisch usw. aus Weidehaltung anstatt konventioneller Haltung bekommen. Generell ist Fleisch von Tieren aus Freilandhaltung besser geeignet. Fleisch von Wildtieren wie Reh, Hase oder Wildgeflügel sowie Kaninchen haben ebenfalls ein günstiges Verhältnis dieser Fettsäuren.

Vitamine

Für die Aufrechterhaltung aller Körperfunktionen sind Vitamine lebensnotwendig. Sie sind an unterschiedlichen Abläufen beteiligt und erfüllen viele Aufgaben, u. a. sorgen sie für den Knochenaufbau, eine gute Sehkraft und einen funktionierenden Stoffwechsel. Auch für ein gutes Immunsystem spielen sie eine wichtige Rolle. Vitamine sind empfindlich und werden durch Verarbeitung, Lagerung oder Einfrieren zum Teil zerstört. Eine Unterversorgung führt zu Mangelerscheinungen, aber auch die Ãœberversorgung einzelner Vitamine kann zu körperlichen Problemen und Krankheiten führen. Manche Vitamine kann die gesunde Katze selbst im Darm synthetisieren. Jedoch muss sie alle Vitamine, außer Vitamin C, welches nicht essentiell für Katzen ist, regelmäßig mit der Nahrung aufnehmen. Wenn eine Katze ihre Beutetiere frisch verzehrt, erhält sie alle benötigten Vitamine.
Die fettlöslichen Vitamine A, D, E, K werden im Körper gespeichert und dürfen nicht überdosiert werden, da sie sich anreichern können. Die Katze ist darauf angewiesen, Vitamin A aus tierischen Quellen zu bekommen. Sie ist nicht in der Lage, das in Pflanzen als Vitamin-A-Vorstufe vorkommende Beta-Karotin in die aktive Form Retinol umzuwandeln.
Katzen können nur Vitamin D3 nutzen, welches ausschließlich in tierischen Materialien vorkommt. Es wird zum großen Teil im Fettgewebe eingelagert, Fisch ist reich an Vitamin D. Vitamin D2, das in Pflanzen vorkommt, ist für die Katze nicht verwertbar.
Wasserlösliche Vitamine sind der Vitamin-B-Komplex, Vitamin C und Biotin. Sie werden nicht gespeichert, daher entsteht außer bei Vitamin C schnell ein Mangel, wenn sie nicht regelmäßig zugeführt werden.
Nicotinsäure:
Es besteht ein hoher Bedarf an Nicotinsäure, da dieses Vitamin durch einen hohen Bedarf an Tryptophan zur Synthese von Picolinsäure sonst nicht ausreichend gebildet werden kann. Praktisch tritt hier jedoch kein Mangel auf, da tierische Gewebe ausreichende Mengen an Nikotinsäure enthalten.

Vitamin A: Notwendig für Fell, Schleimhäute, Sehfunktion, Hautwachstum, Fortpflanzungsfähigkeit und Blutbildung. Katzen können (im Gegensatz zu Menschen und Hunden) Beta-Karotin nicht in Vitamin A umwandeln, sondern müssen Vitamin A in Form von Retinol (aus tierischen Quellen) erhalten.

Vitamin B1 (Thiamin): Unterstützt den Kohlenhydratstoffwechsel, Nerven und Muskeln sowie das Wachstum und die Energieversorgung des Körpers insgesamt. Thiamin ist in Hefeflocken und Leber enthalten.

Vitamin B2 (Riboflavin): Zuständig für den Fett- und Aminosäurenstoffwechsel, stärkt die Sehkraft und das Nervengewebe sowie das Immunsystem. Enthalten in Hefeflocken, Hüttenkäse, Hühnerleber.

Vitamin B3 (Nicotinsäure, Niacin): Wasserlösliches Vitamin, das für die Bildung von Enzymen für den Zellstoffwechsel und die Haut notwendig ist. Niacin ist in Leber, Herz, Niere, Hefeflocken, Hühnerfleisch und Eigelb enthalten. Katzen können die Aminosäure Tryptopan nicht in das B-Vitamin Niacin umwandeln, so dass es gesondert zugeführt werden muss. Zusammen mit Vitamin A sorgt Nicotinsäure auch für gesundes Zahnfleisch.

Vitamin B6 (Pyridoxin): Ist eine synthetische Form des Vitamin B6 und wird für den Eiweißstoffwechsel (Aminosäuren) und zur Bildung von Gewebshormonen und Niacin (Nicotinsäure) benötigt. Besonders hohe Konzentrationen von Pyridoxin finden sich in Leber, Hefe, Weizen, Mais, Eiern und Grüngemüse.

Vitamin B12 (Cobalamin): Regelt den Stoffwechsel und die Zellteilung in Knochenmark- und Nervenzellen und wird zur Bildung roter Blutkörperchen benötigt.

Vitamin C (Ascorbinsäure): Ist ein natürliches, wasserlösliches Antioxidantium, das die Zellaktivität erhöht und sowohl die Wundheilung, Bindegewebsbildung , Knochen- und Knorpelneubildung als auch die Immunabwehr unterstützt.

Vitamin D (Cholecalciferol): Benötigen Katzen ebenso wie Calcium für den Knochenaufbau. Es ist enthalten in Eigelb und Leber. Ein Ãœberangebot an Vitamin D kann in Verbindung mit einem Ãœberangebot an Calcium zu vermehrter Kalkablagerung auch außerhalb des Knochengewebes führen.

Vitamin D3 (Cholecalciferol): Wichtig für den Calciumstoffwechsel und Knochenaufbau. Vitamin D3 benötigen vor allem ausschließlich im Haus gehaltene Katzen, da ihnen meist eine direkte Sonneneinstrahlung fehlt. Ein Mangel dieses Vitamins führt zu Knochenerweichung.

Vitamin E (Tocopherol): Natürliches Antioxidationsmittel, das Körperwachstum und Fruchtbarkeit unterstützt. Darüber hinaus dient Vitamin E zum Schutz der Zellmembranen und unterstützt weitere Zellfunktionen, da es die Sauerstoffnutzung des Körpergewebes unterstützt.

Vitamin H (Biotin): Gehört ebenfalls zu den wasserlöslichen Vitaminen und unterstützt die Bildung von Fettsäuren und Stoffwechselfunktionen und gewährleistet somit den Hautschutz, optimalen Haarwuchs, glänzendes Fell und kräftige Krallen. Biotinmangel führt bei Katzen zur Austrocknung der Schleimhaut an Mund- und Augenwinkeln und an der Nase. Die Haut verliert an Elastizität und reißt ein.

Vitamin K: Steuert die Knochenmineralisation und Blutgerinnung.



Mineralstoffe

Hierzu zählen unter anderem Kalzium, Phosphor, Magnesium, Jod, Zink, Schwefel, Kalium.
Mineralstoffe sind anorganische Substanzen und bestehen aus Mengenelementen wie Calcium, Phosphor, Natrium, Kalium, Magnesium und Spurenelementen wie Eisen, Zink, Kupfer, Mangan und Selen, um einige zu nennen. Mineralstoffe sind wichtig für die Knochen, die Nerven, den Proteinstoffwechsel, die Aktivität von Enzymen und Hormonen und die Aufrechterhaltung des osmotischen Gleichgewichtes im Körper. Sie sind sehr stabil und werden durch Einfrieren oder Erhitzen nicht zerstört, können jedoch beim Kochvorgang in das Kochwasser austreten.

Konservierungsstoffe

Konservierungsstoffe (E 200 - E 252, E 280 - E 290, E 925, E 926)
verlängern die Haltbarkeit von Lebensmitteln, indem sie den durch Bakterien, Hefe- und Schimmelpilze verursachten Verderb verzögern. Sie dienen damit einerseits dem vorbeugenden Gesundheitsschutz (verdorbene Produkte enthalten Giftstoffe), andererseits ermöglichen sie aber auch unsinnig lange Transportwege und Lagerzeiten. Außerdem leisten sie einer hygienisch nachlässigen Verarbeitung Vorschub.
Die europäische Gesetzgebung macht einen Unterschied zwischen Konservierungsstoffen und Antioxidantien, was viele Tierfutterhersteller ebenfalls nutzen, indem sie auf ihre Verpackungen zwar schreiben "ohne künstliche Konservierungsstoffe" - liest man jedoch weiter, steht irgendwo klein geschrieben "Antioxidant: EWG-Zusatzstoffe". Diese Hersteller machen sich die Tatsache zunutze, dass viele Verbraucher nicht wissen, was Antioxidantien und EWG-Zusatzstoffe sind. Also, Vorsicht und unbedingt das ganze Etikett lesen. Katzenfutter in Dosen zählt übrigens zu den Vollkonserven, bei denen weder eine Verwendung von Konservierungsstoffen noch Antioxidantien notwendig ist.

EG- bzw. EWG-Zusatzstoffe:

Bedenkliche Konservierungsstoffe, wie BHA (E320) und BHT (E321), die Krebs hervorrufen und allergische Reaktionen auslösen können und daher im Katzenfutter nicht enthalten sein sollten. Häufig werden nur die E-Nummern angegeben, oder die harmlose Bezeichnung "EG - Zusatzstoffe" taucht auf der Verpackung auf. Häufig ist auch zu lesen:" ohne Konservierungsmittel". Im Text steht dann:" mit Antioxidantien-EG-Zusatzstoffe." Man geht davon aus, dass nur einem Bruchteil der Kunden bekannt ist, dass sich dahinter BHA BHT u. a. verbergen. In einigen, auch europäischen Ländern, sind diese Zusatzstoffe wegen Ihrer Nebenwirkungen verboten.

Duft- und Geschmacksverstärker:

Je nach Intensität und „Geschmacksrichtung“ können Katzen Futterpräferenzen entwickeln und demzufolge Futtersorten mit anderen oder einfach nur weniger Duft- oder Geschmacksverstärkern ablehnen. Gängigster Duft- und Geschmacksverstärker ist Glutamin, das wegen Allergiegefahr lediglich bei Menschennahrung, nicht aber bei Tiernahrung auf der Verpackung deklariert werden muss .

Farbstoffe (künstlich):

Auch diese verbergen sich meistens hinter E-Nummern. E127 z.B. verursacht nachweislich auch Schilddrüsenkrebs ist jedoch in manchen Leckerlis für Katzenbabys enthalten. Allergische Reaktionen wurden auch bei folgenden Farbstoffen beobachtet: E102,E110, E122, E123, E127.
Zuletzt geändert von "Cosmo"polita am 04.07.2008 08:23, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon "Cosmo"polita » 03.07.2008 18:17

Zutatenliste

Die Zutaten werden in absteigender Reihenfolge ihrer Zugabemenge angegeben !

Allgemein

* Das Futter sollte hauptsächlich Fleisch enthalten. Bei Trockenfutter sollte der Fleischanteil in getrockneter Form aufgelistet sein. Getreide an erster Stelle ist für Fleischfresser nicht sonderlich geeignet.
* Mit Ausnahme des Diätfutters sollte der Abstand zwischen Rohprotein und Rohfett nicht zu groß sein. Nutro Max Cat enthält beispielsweise 32% Rohprotein und 18% Rohfett (eine gute Mischung).
* Das Verhältnis von Calcium und Phosphor sollte ca. 1 : 0.9 betragen. Ein falsches Verhältnis kann zu Knochenwucherungen führen. Phosphor kommt in Fleisch und tierischen Produkten vor. Zuwenig deutet also auch auf wenig Fleisch hin.
* Bei Zugabe-Produkten sind die ungesättigten Fettsäuren Nachtkerzenöl und Sonnenblumen- bzw. Distelöl am besten. Katzen brauchen aber auch tierische Fette (ca. 1/2 bis 2/3), pflanzliche allein sind nicht artgerecht.
* Tierisches Fett auf der Zutatenliste bedeutet i.d.R. Schweinefett, was nicht gut für Katzen ist.
* Reiseiweiß ist für Katzen nicht verwertbar und nur enthalten, um den Eiweißgehalt anzuheben, wenn nicht genügend tierisches Eiweiß vorhanden ist.
* Pflanzliche Eiweißextrakte deuten auf Soja hin.
* Geflügelextrakt (animal digest) ist eine chemisch vorverdaute Substanz. Vorsicht!
* kein Zucker oder Karamell

nun werden wir genauer :

"Fleisch"
Man muss genau lesen,
das Wort "Fleisch" muß auf deutschsprachigen Verpackungen beim Trockenfutter mit "getrocknet" oder "Mehl" zusammen kommen, sonst ist am Ende nur ein Viertel von dem drin, was man denkt, was drin ist! Ein kleiner Exkurs am Beispiel Truthahn hilft Euch vielleicht ebenfalls bei der Einschätzung:

* Truthahn (=Turkey By-Products): Nebenprodukte. Also Schlachtmüll. Im Deutschen kann aber Truthahn stehen, man muß nicht "Nebenprodukte" schreiben! Wird noch getrocknet.
* Truthahnfleisch (=Turkey): Ist Fleisch (zum größten Teil), ABER gewogen als Frischfleisch VOR dem Trocknen - ein übler Trick! Ãœber 70% des Fleisches ist Wasser und Fett. Wenn nun das Wasser entzogen wird und das Truthahnfleisch zu Truthahnfleischmehl verarbeitet wird, hat es nur noch 30% seines Gewichtes. So fliegt es vom 1. Platz zum 4. oder 5. Platz in der Inhaltsliste. Das ist ein Problem bei diversen Firmen.
* Truthahnmehl (Turkey By-Product Meal): Getrocknete Nebenprodukte, manchmal auch Schlachtmüll. Kein Fleisch.
* Truthahnfleischmehl (Turkey Meal): Das Fleisch NACH dem Trocknen. Sinkt also in der Inhaltsangabe nicht nach unten, weil es SO verwendet wird, wie es ist!

"Fleisch und Nebenerzeugnisse" (ähnliches gilt auch für Fisch):
Wenn auf dem schönen Dosen- oder Paketetikett steht, daß es sich um Huhn handelt, heißt das nicht, daß auch nur Huhn drin ist. Spricht die Zutatenliste von "Fleischigem", ist irgendwas von irgendeinem Tier drin. Von welchem, steht da u.U. nicht.
4% einer Tiersorte reichen im Fall von Naßfutter aus, um dem Futter einen Namen zu geben!
Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse heißt, daß sich der entsprechende Anteil aus beiden Dingen zusammensetzt, wobei unklar bleibt, wieviel wovon gemeint ist. Es ist eben einfach nur ein Sammelbegriff.
Und was sind "tierische Nebenerzeugnisse"? Schlachtmüll?

" Tiermehl oder Tierfett"
Dabei handelt es sich um den wirklich allerletzten Abfall, wie beim TA verendete Kadaver.
(es wurde mal Querbeet durch die Katzenfutter mit "Tiermehl oder -fett" getestet mit dem Ergebnis, dass durchweg eine erhöhte Konzentration an Narkosemittel gefunden wurde. Selbst Hunde- und Katzenhalsbänder kamen ziemlich oft vor)

"Getreide"
Die Hersteller sind nur so findig, dass sie ihre Getreidezutaten gerne aufdröseln, damit sie sie gewichtsmäßig unter dem Fleischanteil halten können. Würden sie den Mais z.B. nicht aufröseln, wäre Mais an erster Stelle und nicht das Geflügelfleischmehl. Katzen "brauchen" (da ist man sich noch nicht sicher) allerdings (wenn überhaupt) nur 5-10% pflanzlichen Anteil in ihrer Nahrung. In allen TroFu-Sorten sind aber mindestens 40% Getreide (meistens eher mehr, mindestens 50%) enthalten. Daraus gewinnen die Futtermittelhersteller ihre Proteine.
Allerdings kann man diese %-Angaben meistens in der Pfeife rauchen, weil Katzen pflanzliches Protein nicht verwerten können. Sie sind Fleischfresser und brauchen tierische Proteine aus Muskelfleisch (Knochen und tierische "Nebenprodukte" dienen fast nur der Kalziumzufuhr und als Ballaststoffe)

Quellen

http://www.meinkatzen.de/Gourmets_mit_4 ... ketten.htm
http://www.haustier-board.de/wbb2/threa ... 8b65e29a62
http://forum.yellopet.de/beitrag-16011.htm
http://www.christelw.de/katzen/futter/futter3.html
http://www.savannahcat.de/katzenernaehrung.html
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Beitragvon "Cosmo"polita » 03.07.2008 18:18

sollte etwas fehlen, nicht korrekt oder vertauscht sein
einfach mir melden,ich ergänze oder korregiere es :wink:
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Beitragvon Lady Griddlebone » 03.07.2008 21:06

"Cosmo"polita hat geschrieben:Weibliche Katzen sind nicht in der Lage, Linolsäure in Arachidonsäure umzuwandeln.


Das das nur weibliche Katzen nicht können, wäre mir gänzlich neu.

Es wird zwar in wissenschaftlichen Studien und Büchern von Leuten, die sich Ernährungwissenschaftler nennen, von KATZEN gesprochen - aber von Katzen wird ja in der Allgemeinheit eh meistens gesprochen, auch wenn Kater gemeint sind ;-)
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Beitragvon "Cosmo"polita » 04.07.2008 08:37

habs geändert
und noch mal nachgelesen
bei wikipedia ( http://de.wikipedia.org/wiki/Katzenfutter - unter allgemeines ) stehts wirklich so, woanders sind katzen allgemein beschrieben
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Beitragvon Gyde_S » 04.07.2008 09:55

Schöne Sammlung. Gab sogar was, was ich noch nicht wusste :wink: Aber wenn Methionin auch so in fleisch enthalten ist, gibt es immer noch keinen Grund, warum man Futter mit chemischem Methionin (DL-Methionin) kaufen sollte (was ich persönlich strikt ablehne!). Das mit dem NCl war mir auch neu, weil hier mal irgendwer gesagt hat, das wäre so wie Zucker als geschmacksverbesserer oder Lockmittel drin, was aber ja wohl, so wie das dort steht, nicht der fall ist, sondern sogar ziemlich wichtig bei hochwertigen Produkten (ohne zuviel nebenprodukte).
Hab hier übrigens als ergänzung etwas, wo ich den Link schonmal woanders gepostet hatte, was aber hier (zur Ãœbersicht) auch sehr gut passt:
A
Antioxidans / Antioxidantien:
Zellschützer und Konservierungsmittel
Ascorbinsäure: Vitamin C
Ascorbyl Palmitat: synthetische, fettlösliche Form des Vitamin C
Aspergillus: Schimmelpilz, in gebräuchlicher domestizierter (= gentechnisch veränderter) Form ungiftig; Konservierungsmittel; Prebiotikum
Autolysat: Produkt der Selbstauflösung absterbender Zellen

B
Bäckereierzeugnisse:
Brot, Nudeln etc., können als Zuckerversteck dienen
Bierhefe: Nebenprodukt bei der Biergärung, reich an B-Vitaminen und Protein
Biotin: Vitamin B8
Blut: natürlicher Mineralienlieferant
Blutmehl: getrocknetes Blut
brauner Reis: unpolierter Reis ohne Keim
Braureis / Bierreis: Abfallprodukt aus der Bierherstellung, laut AAFCO (also nur gültig für amerikanische Futtersorten) auch kleinere oder gebrochene Reiskörner

C
Cellulose:
unverdauliche Zellwandbestandteile (Ballaststoffe), z.B. Getreidehülsen und -spelzen, Stroh
Cerealien: Abfallprodukte aus der Müsliherstellung
cheliert / Chelat: an ein Eiweißmolekül (organisch) gebunden, daher leichter verdaulich
Chloride / -chlorid: chemische Verbindungen mit Chlor (Salze)
Cholin: B-Vitamin, das der Hund bei ausreichender Aminosäurenversorgung selbst synthetisieren kann
Chondroitin: Stoffwechselprodukt des Glucosamins mit gleichen Eigenschaften, allerdings weniger gut verdaulich

D
dehydriert:
getrocknet
Digest: chemisch vorverdautes tierisches Gewebe
DL-Methionin / DL-Lysin: synthetisch hergestellte Aminosäure aus D- und natürlicher L-Form

E
EG-/EWG-/EU-Zusatzstoffe:
künstliche Konservierungsstoffe wie BHA, BHT, Ethoxyquin
Ei: frisches Ei ohne Schale
Eierzeugnisse: meist Eierschalen (kalziumreich)
Eipulver: s. Volleipulver
Eiweißextrakte: s. Kleber
Elektrolyte: Säuren, Basen und Mengenelemente

F
Fisch:
Fischfleisch
Fischmehl: getrocknete Fischnebenerzeugnisse und/oder getrocknetes Fischfleisch
Fischnebenerzeugnisse: Fischinnereien und/oder Flossen, Köpfe, Gräten etc.
Fleisch: reines Fleisch ohne Nebenerzeugnisse
Fleischmehl: in Deutschland: getrocknetes und gemahlenes Fleisch / Knochen unbekannter Herkunft
international: unterschiedliche gesetzliche Definitionen
<TierXY>fleischmehl: getrocknetes Fleisch von TierXY
Folsäure: Vitamin B9
Fructo-Oligosaccaride: Ballaststoffe, Prebiotika

G
gemahlenes Getreide:
wird mit Stumpf und Stiel gemahlen, z.B. ganze Maiskolben
Getreidemehl: alle Arten von gemahlenem Getreide
Glucosamin: Bestandteil des Bindegewebes, nützlich für Knorpel und Sehnen
Gluten: s. Kleber
Grieben: Ãœberbleibsel beim Auslassen von Speck, Abfallprodukt aus der Talgproduktion

H
Hämoglobin:
Protein, Farbstoff der roten Blutkörperchen, Eisenlieferant
Hefen: einzellige Pilze, reich an B-Vitaminen und Protein
Hydrolisat: Gelatine / kollagenes Eiweiß tierischer Herkunft, z.B. aus Knochen oder Sehnen

I
Inositiol:
Vitamin der B-Gruppe, Eigensynthese
Inulin: Ballaststoff, Prebiotikum

K
Karamell:
erhitzter Zucker
Karbonat: Mineralien in Darreichungsform von Mineralsalzen
Kleber / Kleiber: Schicht zwischen Außenhülle und Mehlkörper eines Getreidekorns, Abfallprodukt bei der Mehlerzeugung, eiweißreich
Kleie: Keim und Randschichten des Getreidekorns, Rückstand aus der Getreideverarbeitung
Knochenmehl: gemahlene Knochen, meist aus Tierkörperbeseitigungsanlagen
Kobalt: Bestandteil des Vitamin B12
Kohlenhydrate: pflanzliche Einfach-, Doppel- oder Mehrfachzucker
künstliche Aromastoffe: nicht in der Natur vorkommende Aromen

L
L-Methionin / L-Lysin:
natürliche L-Form der Aminosäure, gut verwertbar für den Organismus
Lactobacillus: Ballaststoff, Prebiotikum
Lecithin: fettähnlicher Stoff mit hohem Anteil an Omega-6-Fettsäuren

M
Maintenance:
Aufrechterhaltung; Synonym für bedarfsgerechte Versorgung im Erhaltungsstoffwechsel, also ohne außergewöhnliche Belastungen
Mais: frische Maiskörner/-kolben
Maismehl: getrocknete, pulverisierte Maiskörner/-kolben
Melasse: Nebenprodukt der Zuckerherstellung, besteht zur Hälfte aus Saccharose
melassiert: mit Melasse überzogen
Menadion: Vitamin K3
Molkereierzeugnisse: Käse, Milchpulver, Molke etc., können als Zuckerversteck dienen
MSM: Methylsulfonylmethan; Mineral (Schwefelverbindung) mit angeblicher gesundheitsfördernder Wirkung

N
Natriumchlorid:
Kochsalz
Natriumsulfat, -bisulfat, -nitrit: Konservierungsmittel mit schädlichen Nebenwirkungen
natürliche Aromastoffe: isoliert aus einem natürlichen Aromaträger oder biotechnologisch hergestellt
naturidentische Aromastoffe: den natürlichen Aromen chemisch gleich, durch chemische Synthese hergestellt
N-freie Extraktstoffe, stickstofffreie Extraktstoffe: Kohlenhydrate
Nikotinsäure / Niacin / Nicotinamid: Vitamin B3

P
Pantothensäure:
Vitamin B5
Perlgraupen: geschälte und geschliffene Gerste
pflanzliche Eiweißextrakte: Rückstand aus der Herstellung pflanzlicher Öle, meist Sojaprodukte
pflanzliche Nebenerzeugnisse: Rückstände und Abfälle aus der Lebensmittelerzeugung, z.B. Reisstärke, Grannen, Erdnussschalen
pflanzliche Öle und Fette: Fette pflanzlichen Ursprungs, z.B. Sonnenblumen-, Olivenöl, Kakaobutter, hoher Anteil ungesättigter Fettsäuren
Potassium / Potasche: Kalium
Premiumfutter: Packungsaufschrift, die garantiert, dass die angegebenen Nährstoffe immer aus der gleichen Zutat stammen, der Hersteller also beispielsweise als Kohlenhydratquelle immer Weizen verwendet und nicht das am Weltmarkt gerade billigste Getreide
-proteinat: s. cheliert
Pyridoxin: Vitamin B6

R
Reis:
weißer Reis
Riboflavon: Vitamin B2
Rübenfasern: s. Trockenschnitzel
Rübenschnitzel / Rübenmark: Zuckerrübenmark, Nebenprodukt aus der Zuckerherstellung

S
Saccharose:
Haushalts-/Rohrzucker
Salz: Natriumchlorid
Schälkleie: Abfallprodukt aus der Mehlproduktion, Außenhülle des Getreidekorns, wertlos, hoch belastet, nicht mit Kleie zu verwechseln
Schrot: ganze gemahlene Getreidekörner
Sodium / Soda: Natrium
Soja: für Hunde im Vergleich zu Fleisch minderwertiger Eiweißlieferant, vom Aminosäurenprofil her aber besser verwertbar als Getreide
Stärke: Kohlenhydrat, Einfachzucker
Sulfate / -sulfat: chemische Verbindungen mit Schwefelsäure (Salze), erhöhen die Verdaulichkeit des gebundenen Stoffes
Supplement: Zusatz

T
Talg:
eingeschmolzenes tierisches Fettgewebe
Thiamin: Vitamin B1
tierische Nebenerzeugnisse: nicht für den menschlichen Verzehr geeignete Schlachtabfälle
tierische Öle und Fette: Fette tierischen Ursprungs, z.B. Talg, Schmalz, gebrauchtes Fritierfett; hoher Anteil gesättigter Fettsäuren
Tiermehl: mit Haut und Haar (also auch Halsbändern, Medikamenten etc.) getrocknetes Tier jedweder Art, stammt oft aus Tierkörperbeseitigungsanlagen
Tocopherole: Vitamin E
Trockenschnitzel: getrocknete Rübenschnitzel

V
Volleipulver:
getrocknetes Ei (Eiweiß + Eigelb)
Vollkorngetreide: Getreide mit Randschichten und Keim

W
weißer Reis: Reis ohne Keimling und Außenschicht
(Quelle: http://www.hund-und-futter.de/index.php?page=Deklaration/lexikon.php)
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Beitragvon Poisonheart1972 » 04.07.2008 10:55

Ahja das find ich nun echt Intressant so kann man schauen was sich genau hinter den Begriffen verbirgt.

Lg Bine
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Beitragvon Lady Griddlebone » 04.07.2008 11:31

Gyde_S hat geschrieben:Aber wenn Methionin auch so in fleisch enthalten ist, gibt es immer noch keinen Grund, warum man Futter mit chemischem Methionin (DL-Methionin) kaufen sollte (was ich persönlich strikt ablehne!).


Interessanter Post! Hab da mal geforscht....

Dazu hab ich das gefunden:
Ich zitiere aus dem Buch "Klinische Diätetik für Kleintiere"
"Obwohl diese Aminosäuren (Cystin und Methionin) in Fleisch in großen Mengen vorhanden sind, ist Methionin in vielen Einzelfuttermitteln die erste limitierende Aminosäure.

Weiter heißt es:
"Futtermischungen mit einem hohen pflanzlichen Proteinanteil erfordern einen Methioninzusatz, der in Form von DL-Methionin, einer kristallinen Form der Aminosäure, erfolgen kann."

Und noch:
"Um den Methioninbedarf von Katzenwelpen zu decken, muss ein Futter zu etwa 19% aus tierischen Proteinen bestehen."

Also wenn ich das richtig verstehe (korrigiert mich bitte, wenn ich falsch liege), heißt das für mich eindeutig, dass ein Futter, das DL-Methionin enthält, eindeutig mal zu wenig Fleisch drin hat. --> sowieso schon mal schlecht!
Weil wenn ich genügend Fleisch und tierische Proteine drin hab, dann BRAUCHT man einfach kein DL-Methionin hinzufügen.

Praktisch kann ich an einem DL-Methioninzusatz schon sehen, dass das eindeutig nicht so tolles Futter ist, weil zu wenig tierische Proteine.

Lieg ich da richtig?
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Beitragvon Gyde_S » 05.07.2008 08:22

Genau das war es ja, was ich meinte :wink:
Es gibt ja schon Futter OHNE DL-Methionin-Zusatz, das muss dann logischerweise "besser" sein als das mit zusatz, da es ja den gewünscht hohen Fleischanteil hat, dass es keine zusätze braucht. Wenn zugesetzt wird (was ja eindeutig pure Chemie ist! http://www.gifte.de/Chemikalien/dl-methionin.htm), dann ist ergo nicht so viel fleisch drin und die Qualität mist schon mal per se schlechter (und dazu noch chemiebelastet).
Ich denke, das haben wir beide dann richtig verstanden :wink:
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Beitragvon Bastet » 05.07.2008 08:41

Ach du Sch*** ihr seid nicht mehr ganz sauber :shock:

Gibts diese Abhandlungen auch für mich? Also für Lebensmittel für MENSCHEN? Schießt mal los und tobt euch aus! :lol:

(nein, ist natürlich ein Witz).

Danke fein ihr lern-, kopier - und tippwütigen Weiber! :up:
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Beitragvon "Cosmo"polita » 25.08.2008 07:32

Energiebedarf

Während der gesamten Entwicklungsgeschichte seit dem Eozän, also seit mindestens 35 Millionen Jahren, haben Katzen immer eine hochspezialisierte und hochverdauliche Kost genossen. Trotz der Jahrtausende zurückliegende Domestikation sind es reine Fleischfresser geblieben. Aus Pflanzen und Pflanzenteilen können sie nicht alle benötigten Nährstoffe gewinnen. Daraus ergeben sich einige Unterschiede zu Hunden, die man bei der Fütterung von Katzen beachten muss.

Ein Futter muss zunächst den Energiebedarf eines Tieres decken.
Der Energiegehalt eines Futters ist die Größe, die zur Sättigung führt -
bei gesunden Tieren, die nicht durch Geschmacksstoffe im Futter überlistet werden,
mehr zu fressen, als sie brauchen. Der Energiegehalt ist aber auch die Größe, anhand derer ein Halter den Ernährungszustand seines Tieres beurteilt und ihm Futter zuteilt.
Deshalb müssen sämtliche Inhaltsstoffe eines Futters auf die Energiedichte abgestimmt sein.
Das gilt für Proteine, Vitamine, Mineralstoffe ebenso wie für essentielle Fettsäuren.
Der gesamte tägliche Energiebedarf eines Tiere ist die Summe aus:

~der Stoffwechselrate in Ruhe
( Sie stellt die Hauptmenge des Energiebedarfs eines Tieres dar. Sie wird von Physiologen bei nüchternen Tieren und bei Wohlfühltemperatur gemessen, wenn der Körper keine Energie für Verdauung und Wärmeregulation aufwendet. )
~der nahrungsinduzierten Thermogenese
( Bei der biochemischen Umsetzung der Nahrung und dem Aufwand, den ein Körper betreiben muss, um die Nahrungsstoffe zu absorbieren, geht Energie in Form von Wärme verloren. Der Verlust beträgt bei Kohlehydraten, Fett und Proteinen ca. 10%, ist aber von der Art des Futters abhängig. )
~der willkürlichen Muskelbewegung
~er Wärmeproduktion bzw. Schwitzen eines Tieres zur Erhaltung der Körpertemperatur

Der Energiebedarf wird in Kilokalorien oder in Joule (KiloJoule, MegaJoule) gemessen.
Die Nahrungsaufnahme eines Organismus wird hauptsächlich über den Energiebedarf gesteuert.
Bei Fleischfressern wird in der Tierernährung die im Futter enthaltene Energie als metabolische Energie (ME) angegeben.
Das ist die Gesamtenergie (GE) des Futters, die man durch vollständige Verbrennung bestimmt,
minus die Energiegehalte von Kot, Gärgasen und Harn (Harnstoff ist sehr energiereich), die zur Bestimmung ebenfalls verbrannt werden.

Mit einer großen Zahl von Fütterungsversuchen hat man Durchschnittswerte für die Energie der verschiedenen Nahrungsmittel gewonnen,
von denen man heutzutage bei der Gestaltung einer Ration ausgeht.
Tatsächlich jedoch vernachlässigt man heute die Energie im Harn und die Gärgase bei Fleischfressern meistens,
weil deren Messung zu unangenehm für die Tiere wäre.
Weil der Energiededarf eines Tieres sehr von der Größe der fettfreien Körpermasse abhängig ist,
benutzt man bei Hunden zum Abschätzen des Bedarfs häufig das sogenannte metabolische Körpergewicht (Körpergewicht in kg0,75).
Es gibt aber noch weitere Schätzformeln).


Katzen schwanken im Körpergröße und Gewicht nicht so stark.
Deshalb kann man den Energiebedarf ausgewachsener Katzen einfach schätzen:
Ruhige Katze - 0,15 MJ ME/ kg KM(Körpermasse)

Eine durchschnittliche erwachsene Katze benötigt pro Kilogramm Körpergewicht ca. 60 - 85 kcal, das sind insgesamt folglich um die 300 kcal !!!

( Diese einfache Methode führt aber bei fetten Katzen leicht zu einer Ãœberschätzung ihres Bedarfs. Deshalb wurden die Formeln für die Berechnung des metabolischen Körpergewichtes angepasst:


* Normale Katze: 0,42 MJ ME/ kg KM0,67

* Fette Katze: 0,54 MJ ME/ kg KM0,4 )

Auch wenn die Rationsberechnung bei Fleischfressern auf der metabolischen Energie beruhen soll,
werden bei vielen Futtermitteln noch immer der Energiegehalt in verdaulicher Energie (DE, digestive Energie) angegeben.
Die ME entspricht ungefähr 94% der DE.

Der tatsächliche Energiebedarf einer Katze schwankt natürlich mit der Länge und Dichte des Fells,
der Umgebungstemperatur, dem Alter, ihrer Kondition, dem Aktivitätsgrad und der biologischen Individualität.
Nicht jedes Tier verwertet Futter gleich gut.


Quelle: http://www.atn-ag.ch/content/view/51/74/
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Beitragvon "Cosmo"polita » 25.08.2008 10:40

Mäuse machen bekanntlich den Großteil der Beute einer freilebenden bzw. freilaufenden Katze aus
und wären als “Hauptnahrungsmittel” ideal.
Um ihren Energiebedarf allein durch die erbeuteten Mäuse decken zu können,
müsste eine Katze 8 bis 15 Mäuse pro Tag fressen, (eine Maus hat ca. 30 kcal).

Quelle:
http://www.catplus.de/ernahrung/energie ... der-katze/
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Beitragvon Gyde_S » 25.08.2008 13:06

Und: kastrierte katzen haben einen geringeren Energiebedarf als nicht-kastrierte Tiere.
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Beitragvon Bastet » 28.09.2008 12:39

Ich habe jetzt mal geuauer eure Beiträge gelesen.
Normalerweise ist das mit der Linolsäure umgekehrt.
Arachidonsäure wird in Linolsäure umgewandelt.
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Beitragvon "Cosmo"polita » 28.09.2008 15:33

Die Linolsäure gilt als die wichtigste mehrfach ungesättigte Fettsäure, sie kann im Körper sowohl zu Arachidonsäure als auch zu Gamma-Linolensäure (GLS) umgewandelt werden. :wink:

http://www.novamex.de/nnb/fette/omega6fs.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Linols%C3%A4ure
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