von Lady Griddlebone » 20.07.2008 13:02
Ich stimme Gyde und Andrea in allen Punkten zu.
Es ist ein ewiger Kreislauf und du wirst nicht die Katze ändern können, sondern alles um die Katze herum!
Wie Gyde schon sagte:
Vor allem allein lebende Katzen brauchen viel Beschäftigung, wenn man eh schon merkt, dass sie gerne aktiv ist.
Es ist halt so, dass - speziell dein Mann - einsehen muss, dass man sich mit einer Katze mehr an ihre Bedürfnisse anpassen muss als bei zB Wüstenrennmäusen, die in einem Käfig leben, den man in einem Zimmer stehen hat.
Einer Katze, die nur in der Wohnung lebt, muss man die Wohnung zu einem Lebensraum umgestalten, der der Natur ähnlich kommt.
Kratzmöglichkeiten, Kratzbäume, genügend Toiletten (am besten mit Streu drin, wo sie bis nach Amerika buddeln können *g*), genügend Spielmöglichkeiten - und immer wieder was Neues! Bring mal was von draußen mit - Äste, Zweige oder so was an dem sie mal schnuppern kann. Sei erfinderisch was die Spielsachen angeht.
An Mäuschen, die am Boden liegen ohne sich zu rühren, verlieren Katzen schnell das Interesse. (im Kittenalter ist das allerdings anders.... sehe ich grad selbst *g)
Aber wenn deine Katze bemängelt, dass sie zu viel alleine ist, dann hilft sowieso alles nix...
Nur ein Spielgefährte!
Ich sehe schon das Problem, dass dein Mann sieht. Er wird sich denken, dass ihr dann womöglich zwei von dieser Sorte habt.
Und ich weiß auch, dass es viele gibt, die dann sagen: "Und wenn das nix hilft? Dann haben wir zwei die sich vielleicht nicht verstehen und das Problem ist nicht gelöst." Was dann?
Da ist es halt immens wichtig, die richtige Katze für die deine zu suchen. Nicht die erstbeste nehmen, die IHR süß findet. Der Charakter muss passen und es muss am besten eine sein, von der man weiß, dass sie sich mit anderen versteht und bereits mit anderen zusammen gelebt hat.
Ich sage dazu nur eines:
Einige haben uns den Vogel gezeigt als wir sagten, dass wir eine vierte Katze brauchen, um für Macavity einen Spielkameraden zu suchen. Macavity war ständig fad und so ärgerte er unseren Casanova. Casanova wurde daher unsauber und zog sich zurück, fauchte, knurrte und hatte Angst aufs Klo zu gehen.
Seit Macavitys Spielkamerad da ist, ist Ruhe. Die beiden toben und sausen und rangeln, schieben Bällchen hin und her und Casanova hat wieder seine Ruhe und ist wieder sauber. Speziell Casanova's Veränderungen fallen sehr auf und seine Art und Weise sich zu geben ist mittlerweile für mich wie ein offenes Buch geworden, weil ich ihn so viel beobachtet habe...
Wir wollten keine 4. Katze. Mein Mann sträubte sich sehr dagegen, weil er nicht einsah, dass DAS vielleicht die Lösung sein kann. Natürlich hatte auch ich Zweifel und wusste, dass es eine 50:50 Chance ist.
Man muss allerdings immer bedenken:
Die 50:50 Chance kann durchaus positiv ausgehen!
Und ja... natürlich könnte es auch negativ ausgehen. Aber ihr verliert nichts, da der Gedanke eh schon da ist, dass ihr Susi abgeben wollt.
Und Abgabe sollte immer nur dann die Lösung sein, wenn alles andere schon probiert wurde.
Vielleicht - so böse das nach außen hin klingen mag - solltet ihr euch sagen: Wenn das mit der zweiten Katze nicht klappt, dann können wir Susi noch immer abgeben.
Wir haben bei Casanova auch dran gedacht, dass wir ihn - falls die 4. Katze nicht hilft - zum Cousin meines Mannes geben, der mit seiner Freundin zusammen lebt und eine 50qm Wohnung hat und (wie wir erfahren haben) gerne eine Einzelkatze hätte.
Doch wir sagten uns: Bevor Abgabe in Frage kommt, probieren wir wirklich ALLES durch.
Du must dir vorstellen:
die kleine Katze hat NUR EUCH. Ihr seid die Wesen, mit denen sie reden muss - aber ihr versteht ihre Sprache nicht. Sie ist völlig verzweifelt, weil sie nicht weiß, wie sie sich mit euch verständigen kann.
Bitte schau doch mal, ob du das Buch "Miez, Miez - na komm" von Sabine Schroll findest. Es ist nicht viel zu lesen, aber es wird dir wirklich helfen, deine Katze besser zu verstehen!