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Kater verpruegelt Katze, Katze ängstlich im Kratzbaum

Hier könnt Ihr über das Verhalten Eurer Katze diskutieren. Wofür stehen das Beschnuppern, das Reiben, um die Beine schnurren etc

Beitragvon aneir » 27.07.2008 13:14

Wir haben uns im Mai dazu entschieden, zwei Katzen aus dem Tierheim zu holen. Gesagt, getan. Alles wurde organisiert und wir haben uns einen Kater (Pascha) und eine Katze (Paula) ausgesucht, Alter unbekannt (ca 3-5 Jahre), beide kastriert, entwurmt, etc. Dazu zu sagen ist, dass die beiden Tiere aus einer schlechten Haltung (eine Frau hauste mit 20-30 Katzen im Haus und kümmerte sich kaum) gerettet wurden und FIPs sind, weswegen die beiden nur in der Wohnung gehalten werden. Laut Aussagen/Annahmen des Tierheims lebten unsere beiden ihr Leben lang in der großen Gruppe und während des Aufenthalts im Tierheim (immerhin 8 Monate) waren sie ein Herz und eine Seele. Soviel zur Vorgeschichte...

Wir haben sie also im Mai zu uns geholt, anfangs war auch alles gut. Die beiden haben sich nach ca einer Woche wunderbar schnell eingewöhnt, sind herumgetappst, haben beide die Katzenklos angenommen und auch aus den gleichen Näpfen gefressen. Wie vom Tierheim gesagt, waren sie ein Herz und eine Seele, haben gespielt, geschmust, etc. Dass der Kater der Katze ab und an in den Nacken oder in die Ohren biss, war auch schon immer so. Dann fing sie irgendwann an sich zu wehren und die Situationen eskalierten. Unsere Tierheimmuttis nahmen an, dass es die neue Umgebung war, die Paula dazu animierte, eine neue Rangordnung herstellen zu wollen, sodass sie irgendwann zurückbiss/kratzte. Der Plan ging daneben, da er sie nach und nach ordentlich verprügelte bis teilweise relativ viele Blutspritzer in der Küche klebten, woraufhin wir oftmals zwischen die Fetzereien gingen. Eine räumliche Trennung der beiden hat nur Gejammer von beiden Seiten zur Folge gehabt (Nachbarn fragten, ob wir unsere Tiere quälen), FeliwayStecker haben wir ausprobiert. Es ging zwei Tage besser, danach wurde es schlimmer. Die Fetzereien halten sich mittlerweile in Grenzen bzw geschehen nicht mehr jeden Tag bzw auch nicht mehr so extrem. Unser Problem ist nun, dass der Kater ausgeglichen ist und hier herumläuft als sei nichts, aber die Katze seit den Fetzereien ausschließlich im Kratzbaum hockt und nur herauskommt, sobald einer von uns Menschen in Reichweite ist oder eben, wenn sie merkt, dass der Kater sich längere Zeit in einem anderen Raum aufhält. Wir sind überfragt und wissen nicht mehr, was wir mit der Katze machen sollen. Schließlich wollen wir, dass auch sie sich wohlfühlt und nicht ängstlich im Kratzbaum vegetiert.
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Beitragvon Gyde_S » 27.07.2008 14:07

Beide sind bestimmt kastriert nicht?
Ist denn irgendein bestimmtes Ereignis vorgefallen, woraufhin die probleme angefangen haben? Streiten sie sihc nur noch wenn sie sich sehen? Können sie nebeneinader fressen? putzen sie sich? Spielen sie zusammen?
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Beitragvon aneir » 27.07.2008 14:27

Ja, beide sind im Tierheim kastriert worden.
Uns ist kein Ereignis aufgefallen, das Auslöser hätte sein können. Sie waren ca 2-3 Wochen bei uns und ab da fingen die Probleme an. Anfangs prügelten sie sich durch die Wohnung, nach und nach zog Paula sich in den Kratzbaum zurück, wo sie nun eigentlich immer ist. Nachts bekomme ich manchmal mit, dass sie durch die Küche läuft, wenn der Kater bei mir in meinem Schlafzimmer liegt. Ansonsten traut sie sich halbwegs entspannt heraus, wenn man sie mit Streicheleinheiten lockt, oder eben für den Klogang. Die Futternäpfe haben wir getrennt (er hat seine Fressstelle in der anderen Ecke des Zimmers), da sie sonst kaum frisst. Direkten Kontakt haben die beiden nur noch, wenn er angerannt kommt und sie haut oder sie rechtzeitig anfangen kann zu fauchen, um ihn zu vertreiben, was oft nur mäßigen Erfolg hat. An spielen ist bei denen untereinander nicht zu denken.

Uns fehlt die springende Idee, wie wir sie weniger ängstlich hinbekommen, sodass sie sich wieder heraustraut und dass er sie in Ruhe lässt. Selbst wenn die beiden keine dicken Freunde mehr werden, wünschen wir uns nur, dass sie wenigstens nebeneinander leben können, ohne, dass Paula verängstigt im Kratzbaum sitzt, sobald der Kater den Raum betritt.
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Beitragvon Gyde_S » 27.07.2008 14:31

Das hört sich nicht gut an. So wie es klingt haben sich die fronten schon ziemlich verhärtet. Sowas lässt sich dann meistens nciht mehr lösen. Leider.
Die einzige Möglichkeit die mir einfallen würde, wäre sie erstmal komplett zu trennen und dann langsam wieder aneinader zu gewöhnen. Oder einer muss halt gehen, wenns garnicht klappt.
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Beitragvon Poisonheart1972 » 27.07.2008 14:38

Da beide vorher in so einer grossen Katzengruppe gelebt haben , kann es da nicht sein das der Kater eben andere Katzen hatte zum streiten oder kebeln?

Und Paula eben zum schmusen.

Nun ist ja nur noch Paula da , mit der er sich in der Gruppe zwar angefreundet hat oder im TH , die aber vll gar keine Lust hat zum kebbeln oder Spielen ?
Vll zieht Paula sich deswegen nun zurück, aber der Kater will eben partou spielen , und dann knallen die aneinander wenn Paula dann mal auftaucht.

Evtl bevor einer abgegeben muss , noch einen Spielkamaraden für den Kater ? Wo er sich eben austoben kann.

Lg Bine
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Beitragvon aneir » 27.07.2008 14:38

Wir haben bereits versucht, die Türe zu schließen, sodass er nicht mehr unbeaufsichtigt zur Madame kann. Allerdings hat er nach einem Tag einen riesen Terror gemacht und das ganze Haus zusammengeschrien, woraufhin sie mauzend geantwortet hat. Daraufhin haben wir die Tür wieder geöffnet. Vielleicht versuchen wir es ein erneutes Mal. Weggeben wollen wir keinen der beiden, da sie nicht zurück ins Heim sollen. :(


----


Ob es Spielereien des Katers sind bezweifeln wir mittlerweile, da die Küche schon mehrmals voller Blut war. Im Tierheim sagten sie uns, dass der Kater oftmals andere verprügelt und mehrere Ladies an seiner Seite hatte. (Deswegen auch der Name ;) ) Noch eine Katze wollen wir eigentlich nicht.
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Beitragvon Lady Griddlebone » 27.07.2008 18:42

Ist Pascha denn genug ausgepowert?
Soll heißen: spielt ihr viel mit ihm?
(kann da DaBird als "Geheimtip" geben *zwinker*)

Hört sich alles sehr, sehr übel an.
Man darf da den Punkt nicht übersehen, wo es zu weit geht und für Paula alles ein Nachspiel haben wird.
An Paula's Psyche bleibt so etwas ja auch hängen und SIE ist diejenige, die Hilfe braucht.
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Beitragvon aneir » 27.07.2008 20:26

Pascha wirkt völlig ausgeglichen. Wenn er spielen will, spielt er mit uns bzw wenn wir spielen wollen, macht er es, sofern dem Herren danach ist. Wenn er schmusen will, fordert er das ebenfalls ein. Er springt quietschfidel, wenn er nicht gerade faul rumliegt und pennt, durch die Gegend.

Eben weil es für Paula kein Zustand sein kann, machen wir uns auch immer mehr Sorgen. Heute Abend haben wir beschlossen, erneut einen Trennversuch zu starten. Leider kann ich nicht rund um die Uhr bei beiden Katzen sein, Paula schleicht aber gerade ab und zu durch die Küche, wie ich es mitbekommen habe, wenn ich mal reinlinse. Der Kater schreit die Wohnung zusammen, da er nicht mehr in den Raum kann. Aber da müssen wir (und die Nachbarn) nun durch, sodass wenigstens der Stressfaktor für Paula sinkt. Hoffentlich...

Das Komische ist, dass Pascha schreit wie ein Irrer und Paula ebenso leidend klingend antwortet. Das irritiert mich immens.

Ob es hilft, wenn wir in ein paar Tagen eine Art Fliegengitter in die Tür hängen, sodass die beiden Nasen sich sehen, aber nicht zuhauen können?
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Beitragvon Gyde_S » 28.07.2008 12:21

aneir hat geschrieben:Ob es hilft, wenn wir in ein paar Tagen eine Art Fliegengitter in die Tür hängen, sodass die beiden Nasen sich sehen, aber nicht zuhauen können?

Ja das würde ich mal probieren. und wenn die beiden dann ruhig nebeneinander fressen können, kannst du nochmal versuchen, sie zusammenzulassen. ich würde sie sonst immer getrennt halten, egrade wenn du nicht zuhause bist.
Ich denke nicht, dass das Spielereien sind, wenn sogar blut fließt. Ein weiteres Tier würde die eh schon kaputte gruppe noch weiter zerstören und zusätzlich stressen.
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Beitragvon aneir » 29.07.2008 09:54

Die beiden machen mich wahnsinnig! Sie schreien die ganze Wohnung zusammen.
Aber immerhin hüpft Paula jetzt schon weniger ängstlich durch die Küche und rennt nicht direkt weg, sobald der Futzi rein darf. Ich versuche es für kurze Zeit immer mal wieder, ihn mit ihn die Küche zu nehmen. Schon allein, weil er quer über mich springt, sobald die Küchentür 5cm offen steht. Dann interessiert er sich aber auch relativ wenig für die Kleine.

Ich saß auf dem Küchenboden, er lag links neben mir, Paula stand zu meiner Rechten und ich habe beide beschmust. Das ging super. 5 Minuten später ging Pascha auf sie los. Wie gesagt, mittlerweile gehe ich dazwischen.
Ganz seltsam momentan alles. Katze sollte man sein, um sie gänzlich zu verstehen.

Nachher geht's in den Baumarkt für unser Katzengitter. Ich setze ja meine Hoffnungen da rein.
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Beitragvon Poisonheart1972 » 29.07.2008 10:06

Hört sich aber schon mal nicht schlecht an find ich , wenn Paula nicht mehr ganz so ängstlich ist.

Denke das ist schon mal ein guter Anfang.
Für den Rest braucht man wahrscheinlich viiiieeeeeelll Geduld.
Das mit dem Gitter ist aber eine gute Idee , so können sie sich sehen, aber nicht verletzen.

Dann kann man schon mal länger beobachten wie es sich entwickelt.

Lg Bine
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Beitragvon Gyde_S » 29.07.2008 11:25

Meine können auch etwa nen Meter neben Cindy stehen, wenn ich dabei bin, aber sobald sich Cindy schnell bewegt, wegläuft, etc. und ich nciht eingreife gibts nen Riesen-Krach. Die kann meine Beiden absolut nicht ab und trotzdem können sie nah beieinander sein.Also ^^
Kannst ja mal berichten, wies mit dem Gitter geklappt hat.
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Beitragvon aneir » 29.07.2008 22:05

Es sind erste, kleine Erfolge zu verzeichnen. Zumindest kommt sie freiwillig aus dem Kratzbaum heraus und haut nicht direkt ab. Ein kleines Problem ist, dass Pascha direkt ein Mini-Schlupfloch gefunden hat, welches morgen gerichtet werden muss. ...Dass der dicke Kater sich da durchquetschen konnte, wundert mich allerdings... 8)
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Beitragvon Karin » 30.07.2008 07:05

Wenn sie irgendwo ein Loch finden, kommen sie in der Regel auch durch .... Das ist normale Härte.
Schön, dass es erste Erfolge gibt! Hab weiter Geduld, das wird schon.
Katzen sind die wundervollsten Geschöpfe, die es gibt auf der Welt!!!
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Beitragvon Lady Griddlebone » 30.07.2008 14:10

Kurze Frage:
Wenn ihr mit Pascha spielt, spielt Paula dann mit?

Mir gehts darum, dass spielen verbindet.... Sie kommen sich evtl näher, aber es konzentrieren sich beide zB auf die Reizangel.
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