Hallo,
unser Freddy, ein 2-jähriger BKH, hat sich letzte Woche einen Oberschenkelhalsbruch zugefügt!
Es geschah im Hause, aber wir haben es nicht gesehen, nur das Poltern und anschließende Fauchen gehört. Er muß versucht haben, in unserer sehr engen Küche auf die Fensterbank zu springen, ist dabei wohl abgerutscht und vielleicht unglücklich auf den darunter stehenden Stuhl gefallen (?).
Diese Fensterbank ist nur 15 cm breit, steht voll mit Blumen und war noch nie ein Objekt der Begierde für Katzen (wir haben mehrere, alles Freigänger). Ich kann mir nur vorstellen, das er eine Fliege/Motte etc. jagen wollte.
Jedenfalls ist es passiert. Natürlich sind wir sofort zum TA, er wurde geröntgt und ein Oberschenkelhalsbruch festgestellt. Wegen der akuten Schwellungsgefahr bei solch einem Bruch wurde er erst 3 Tage später operiert. Selbstverständlich gab es für die Zwischenzeit Schmerzmittel und Leben in einer Transportbox.
Bei der OP wurde der abgebrochene Kopf des Oberschenkels entfernt und zusätzlich noch etwas weiter unten der Knochen abgesägt, damit der Oberschenkelknochen nicht auf der Gelenkapsel reiben kann. Das heißt, die Knochen haben jetzt keine Verbindung mehr.
Natürlich habe ich vor der OP viel gegoogelt und musste mit Erstaunen feststellen, dass Oberschenkelhalsbrüche bei Katzen keine Seltenheit zu sein scheinen und dass das Entfernen des Kopfes die übliche Behandlungsmethode ist.
Die OP ist nun 5 Tage her. Der Kater mag kaum fressen. Wenn er 100g Tartar am Tag annimmt (50 morgens, 50 abends), dann bin ich schon froh. Wasser müssen wir ihm mit der Spritze einflößen, von alleine säuft er nicht. Zum Glück kotet und uriniert er.
Die TA sagt, er solle sich bewegen. Doch wenn er das versucht, stößt er mit dem Bein wie ein Pferd immer nur nach hinten aus, fängt dann an zu schreien und wird panisch. Dann hüpft er schreiend und fauchend wie ein Flummi durch das leere Zimmer und ich kann nur noch versuchen, ihn irgendwie zu beruhigen (entsprechend lediert sehen meine Hände aus).
Ach ja, nur Springen darf er nicht!?!? (...wie sag ich`s meiner Katze??)
Der Kater tut mir sooo unendlich leid! Er kann sein Bein nicht im geringsten koordinieren. Wenn er zu laufen versucht, klappt das überhaupt nicht und er hat Schmerzen. (Aber er bekommt Schmerzmittel und Anibiotika.)
Hat irgend jemand von Euch Erfahrung damit???????
Ich mache mir unendlich Sorgen. Da mein Mann und ich Vollzeit arbeiten, sperren wir ihn zurzeit in einen Kaninchenfreilaufkäfig (ca. 1,30m x 1,30 m), mit Klo, Wasser und Futter ein. Das ist ihm aber offensichtlich egal (haben zur Beobachtung sogar ne Webcam eingerichtet!). Wenn er dadrin ist, bewegt er sich so gut wie gar nicht.
Wie sollen wir mit ihm umgehen?
Wie lange dauert es, bis wir ihn wieder aufs Bett springen lassen dürfen?
Hat irgendjemand von Euch das schon mal durch gemacht und kann uns einen Erfahrungsbericht geben?
Über Antworten würde ich mich sehr freuen.
Liebe Grüße
Smallpepsi




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