Meine 17 Jahre alte Katze hat vor drei Wochen ganz plötzlich ihr Verhalten geändert. Sie meidet geradezu panisch das gesamte Areal um ihren Lieblingsplatz im Wohnzimmer und versteckt sich nur noch. Sie verbringt den ganzen Tag in ihrem dunklen Versteck und kommt nur zum Fressen, Trinken und Toilettenbesuch heraus. Außerhalb ihres Versteckes bewegt sie sich in weiten Teilen der Wohnung so angespannt, als lauere dort irgendeine Gefahr. Sie frißt normal, putzt sich, zeigt keine Anzeichen von Schmerzen. Das einzig auffällige sind leichte Koordinationsstörungen, die wohl auf einen Schlaganfall hindeuten könnten.
Der Tierarzt hat bis auf leichte Niereninsuffizienz keine organische Probleme feststellen können (durch Abtasten, Abhören, Blutprobe). Auf Verdacht hin hat sie ein schmerz- und entzündungshemmendes Mittel bekommen sowie ein Medikament zur Förderung der Durchblutung. Eine Behandlung mit diversen homöopathischen Mitteln habe ich auch versucht, ebenso Bachblüten (Rescue-Tropfen). Keine dieser Maßnahmen hat irgendeine erkennbare Wirkung gezeigt. Ihr Verhalten bleibt unverändert.
Unwahrscheinlich scheint mir, dass sie durch irgendetwas so nachhaltig erschreckt wurde, dass sie jetzt so lange verrückt spielt.
Ich bin ratlos, ob und was ich jetzt noch tun soll. Bisher habe ich versucht, sie möglichst in Ruhe zu lassen. Aber es fällt mir so schwer, mit anzusehen, wie die früher so agile Freigängerin depressiv (meine Interpretation - wer weiß schon, was Katzen so denken) in ihrem Versteck hockt, ohne zu wissen, ob ich ihr nicht vielleicht doch mit etwas helfen könnte/sollte.
Kennt ihr ähnliche Fälle? Habt ihr Ideen, was ich noch versuchen könnte?



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