ich bin neu hier und meine neue Katze stellt mich gleich einmal vor „Probleme“, sodass ich eure Hilfe brauche. Ich hoffe auf viele Anregungen.
Seit drei Wochen haben wir eine neue Katze aus dem Tierheim. Sie ist ca. 2 – 3 Jahre alt, und ich habe mir den längsten Problemfall des Tierheims ausgesucht. Sie war über ein halbes Jahr dort und keiner wollte sie haben, da sie nicht so auf Besucher zugeht, sie ist halt ein verschüchtertes Mäuschen. Wir haben sie „Cindy aus Marzahn“ getauft, weil sie so dick ist. Klar, sie war ein halbes Jahr im Heim und hatte den ganzen Tag nichts zu tun, außer Fressen und Schlafen. Sie hat aber schon abgenommen, seit sie bei uns ist.
Wir sind eigentlich schon ein gutes Team, sie vertraut mir sehr, ist mit mir die ersten Tage auf Erkundungstour gegangen. Das sah so aus, dass ich neben ihr her laufen musste, um sie zu beschützen. Ich finde sie auch gar nicht so ängstlich, meine frühere Katze, die ich auch aus dem Tierheim hatte, war viel schissriger. Neben Cindy kann ich Sachen fallen lassen, ohne dass sie mit der Wimper zuckt. Eigentlich ist sie schon mutig, wenn sie jemandem vertraut.
Nachdem sie vor dem Tierheim in einem Reitstall wohnte, kennt sie offenbar viele häusliche Dinge nicht. Der Fernseher war ihr die ersten Tage suspekt und liegende Menschen findet sie auch komisch. So kommt sie nie zu uns aufs Sofa, sie findet es total unheimlich in dessen Nähe, wenn wir darauf liegen. Ins Schlafzimmer traut sie sich auch nicht, wenn wir drin sind. Wenn wir uns ihn ihrer Nähe auf den Boden legen, findet sich das sehr merkwürdig.
Sie hat inzwischen das Sofa im zweiten Stock für sich erobert, das sie auch ganz alleine für sich hat. Da darf ich mich dann aber schon mal zu ihr legen und es wird ausgiebig geschmust.
Mein oder unser Problem ist mein Mann (wie so oft mit den Männern...
Ich habe ihm schon aufgetragen, dass er sie jeden Abend füttert. Das klappt auch ganz gut, sie hat nämlich keine Angst, wenn es ums Fressen geht. Da können sogar völlig Fremde in die Küche kommen und sie sogar streicheln. Wir haben es auch schon mal versucht, dass sie ein leckeres Stück Fleisch aus seinen Händen nimmt, aber da frisst sie lieber gar nicht, als dass sie zu ihm geht. Einmal durfte er sich sogar zu uns aufs obere Sofa setzen, ohne dass sie davon gelaufen ist, aber sie steht ständig unter Spannung.
Mir ist klar, dass es mitunter sehr lange dauert, bis sie sich an uns gewöhnt hat. Aber nachdem sie auf mich so furchtbar positiv reagiert, habe ich das Gefühl, dass da irgendwas zwischen ihnen liegt, wo nachgeholfen werden muss. Wenn ich alleine bin, kommt sie sofort raus aus ihren diversen Verstecken bzw. ihren Plätzen und springt um mich rum, spielt in meiner Nähe, als würde sie das schon seit Jahren tun. Ich habe sie schon sehr gerne und es wäre schade, wenn meine zwei sich nicht annähern könnten
Was können wir noch tun, damit die beiden sich näherkommen? Ich habe nicht den Eindruck, dass es ein generelles Problem mit Männern ist. Auf den Nachbarn reagiert sie zwar mit Scheu, aber nicht mit einer solchen Panik.
Ich freue mich auf Anregungen.
Liebe Grüße, marzahnscindy




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