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Warum keine Einzelkatze?

Ich möchte mir eine Katze zulegen, was muss ich alles beachten? Wenn Du Fragen hast, stell sie gerne hierrein!

Beitragvon vroni » 18.03.2014 11:56

Wir haben auch zwei Geschwisterkätzinnen aus dem Tierheim aufgenommen, und es noch keinen Tag bereut gleich zwei geholt zu haben.
Unsere Beiden sind reine Wohnungskatzen und wir sind beide berufstätig. Da stand garnicht zur debatte nur eine zu nehmen, eher zwei oder keine...
Wenn man sieht wie toll die beiden miteinander spielen, sich hinterher jagen wie die verrückten oder zusammen kuscheln fühlt man sich definitiv in seiner Entscheidung bestätigt... die beiden sind einfach toll zusammen und werden NIE wieder hergegeben (auch wenn uns Amber (die schwarze) zur zeit in den wahnsinn treibt weil sie das erste mal rollig geworden ist (kastrationstermin steht allerdings schon)) :lol:
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Beitragvon Chloe » 21.01.2015 16:43

Ich dachte auch lange Zeit, dass Katzen Einzeltiere seien. Meine erste Katze hielt sich auch allein. Dann kam zufällig noch eine zweite dazu (meine Freundin musste sie abgeben, weil ihr neuer Freund allergisch reagierte). Und siehe da: Sie war wie verändert und blühte voll auf. Da hat es mir auch gedämmert.
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Beitragvon Chiller » 02.03.2015 11:11

Kleine Geschichte aus eigener Erfahrung:

Wir planten die Anschaffung einer einzelnen weiblichen Katze, wir waren (noch) unbelesen und naiv und dachten, die Katze soll bitteschön ihre Liebe auf uns Menschen fokussieren. (Ja, ich schäme mich.) Sie sollte dann auch Freigang bekommen und so waren wir guter Dinge und meinten, wir müssten dann "nur" die Zeit bis dahin überbrücken..

Als wir dann bei der Katzenmami waren, um uns ein Kitten auszusuchen, stellen wir zunächst fest, dass es andersherum abläuft: Das Kitten sucht den Menschen aus. :engel: So entschieden wir uns für eines der Katerchen.
Mit jedem der (häufigen) Besuche plagten mich jedoch Zweifel, ob man es überhaupt verantworten könne: wenn man sieht, wie die Kleinen miteinander spielen, lernen, sich gegenseitig Halt geben und einander brauchen, erschien es mir grausam die Geschwisterchen auseinander zu reißen. Und so fragten wir nach einem Zweiten.
Es war ein etwas größeres Unterfangen, denn inzwischen war das andere Kitten bereits versprochen und die Ziehmutter der Kleinen wollte die restlichen zwei selbst behalten. Letztlich fragte die andere "Kundin" jedoch auch nach einem Zweiten und so entschieden sich die Zieh-Dosis nach langem Hin und Her "Ihre" zwei doch noch loszulassen. So bekamen wir die zwei Männer und die andere Kundin die zwei Mädels. Trotz anfänglicher Sorgen über die zwei Männer (Revierkämpfe, Markieren etc) war es die absolut richtige Entscheidung.

Ich kann nur FÜR die Mehrkatzenhaltung sprechen, auch wenn ich Einzelkatzenhaltung nicht erlebt habe. Unsere Erfahrungen:

1. Die Tür der Transportbox öffnete sich und nach 5 Sekunden waren die zwei Katerchen draußen. Beschnupperten alles neugierig und erkundeten Seite an Seite das Zimmer. Nach 15 Minuten ging der Erste aufs bereitgestellte Katzenklo, nach 30 Minuten fraßen sie gemeinsam und danach gingen bereits die Jagdspielchen los. Noch am gleichen Nachmittag öffnete ich die Türen und das ganze Haus wurde erkundet, von Heimweh keine Spur. Die beiden haben einander Halt gegeben und ich habe ihnen sanft zugesprochen aber sie erst mal in Ruhe gelassen. Jedoch am gleichen Abend kam der Erste angeschnurrt. Kein einziger Ton Gejammer. Das ist jetzt 4 Wochen her.

2. Wenn wir Abends ins Bett gehen und die zwei sind noch im Jagdfieber, dann schließen wir hinter uns einfach die Schlafzimmertür und die beiden toben unbeirrt im Rest des Hauses weiter. Kein Miauen oder Gekratze an der Türe. Die Zwei sind sich selbst genug. Wir respektieren deren Tanzbereich und sie unseren :lol:

3. Die Sorge, dass man als Mensch außen vor ist, ist völlig unbegründet. Man ist als Mensch eben Mitglied der Sippe, da wird man dann, wenn die Herren in Kuschellaune sind, von beiden gleichzeitig beschmust und in ihre ausgiebige soziale Kontakt-und Körperpflege mit einbezogen. :oops: (eine ganz neue Erfahrung: Katzenzunge auf Augenlid. Aua.)
Das ist jedes Mal eine wahre Wonne, beide schnurren im Duett und bieten ihr komplettes Repertoire an Gesten, diese Momente sprühen nur so vor Liebe und Hingabe.
Sie animieren uns Menschen zum Spielen, als wollten sie uns beibrigen, wie man "vernünftig" fängt, die Beute killt usw. Sie sind sehr feinfühlig und merken sofort, wenn man eigentlich keine Lust/Zeit hat. Jedoch sollte man sich diese Lehrstündchen gönnen, die Katze dankt es mit großer Zuneigung und signalisiert "Du gehörst dazu, wir haben Dich lieb!"

Es ist ganz klar eine große Erleichterung für alle Beteiligten, wenn sich die Katze mit einem Artgenossen beschäftigen kann. Wir werden einbezogen, jedoch können wir als Menschen auch weiterhin mal eine Unternehmung machen, ohne ein flaues Gefühl im Magen zu haben die ganze Zeit... "was macht die Katze? Die arme Maus streunert jetzt im Haus umher, ruft und niemand antwortet..." Mir würde es das Herz brechen.

Ich kann nur jedem/jeder Unentschlossenen nahelegen, es mit einem Kumpelchen (aber bitte mit Bedacht) zu versuchen. Ich bin in der glücklichen Lage, das Drama einer missglückten Zusammenführung noch nicht erlebt zu haben, daher kann ich nur darin stärken, dass gemäß meiner Erfahrung das Zusammenleben mit mindestens zwei sozialisierten Katzen das höchste der Gefühle ist. :cool_caty:

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Beitragvon RoteZora » 02.03.2015 16:01

schöner beitrag, gut zu lesen! :nick: möge er viele leser finden! :goodpost:

ps: lustige nasen haben deine kater :D
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Beitragvon fee » 02.03.2015 21:29

so war es auch mit meinen beiden mädels:
nachdem ich das kätzchen meiner träume gefunden hatte, brachte ich es einfach nicht übers herz, sie allein in die fremde zu schleppen. so kaufte ich kurz entschlossen ihre schwester mit.
die beiden waren von anfang an bei mir völlig entspannt und zutraulich.
noch heute nach über 4 jahren lieben sie einander zärtlich, kuscheln zusammen und putzen sich gegenseitig.
trotzdem fällt auch für mich noch gaaaanz viel liebe ab.
:engel: fee
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Beitragvon RoteZora » 03.03.2015 22:01

Kann ich bestätigen. Ich habe auch Schwestern, die richtig aneinander hängen, als Kitten waren sie wie zusammengenäht, aber sie wollen mit mir kuscheln, und zwar jeden Tag und einzeln. Und wenn die eine auf meinem Schoß sitzt, guckt die andere manchmal scheel, weil sie neidisch ist... :lol:
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Beitragvon Blackmoonrose » 06.03.2015 22:42

Ich hab auch -leider- erst den Fehler einer Einzelkatze gemacht bzw. Einzelkater. Dazu noch viel zu jung und nicht wirklich viel Ahnung. Hatte zuvor 14 Jahre eine Hündin.
Mich eingelesen hatte ich im Vorfeld zwar schon,aber im Grunde war's ein Sprung ins Eiswasser. Sam hat's mir zum Glück nicht ganz so übel genommen und ist trotzdem der beste Kater der Welt geworden :kuss:

Sam kam 2001 als Winzling aus dem Tierheim zu mir. Mutter nicht mehr da,nur noch ein Geschwister. Ich schätz ihn rückblickend auf keine 12 Wochen,da er noch blaue Augen hatte. Mir wurde er als 3 Monate alt "verkauft" Katzenunerfahren hab ich's natürlich geglaubt,denn "die Leute vom Tierheim müssen es ja wissen" Hinterher ist man immer schlauer. Auch als ich eine 2te Katze verneinte "wollen Sie nicht gleich 2 nehmen ?" "nein,eine reicht erst einmal" *g* wurd er mir anstandslos mitgegeben. Heute würde ich wohl dumm gucken bzw. auf eine 2te unbedingt bestehen,wenn nicht gleich No 3 mitnehmen :)
Naja er stellte sich als etwas kompliziert raus der kleine Mann. Ach und ja er wurde mir als Kätzin gegeben :shock: Ja es war ein großes,seriöses Tierheim ...
Ich machte jeden Fehler den's gibt. Einzelhaltung für so ein Winzling,falsches Futter (Whiskas -.-) zu späte Kastration und somit zu später Freigang für ihn,denn er wollte raus.
Folge war,er war beißwütig und stellenweise arg aggressiv und unsauber. Anfassen konnte man ihn-wenn er nicht gerad in Kuschel/Schlaflaune war,nur mit Lederhandschuhen (leider kein Scherz)
Als er ENDLICH kastriert war ... ich hörte leider damals auf meinen langjährigen Tierarzt der sagte "nicht vor 12 Monaten kastrieren" durfte mein Muck endlich frei raus. Zuvor halt nur mit Leine,fand er zwar auch toll (besser als nix) aber eben frei laufen ist toller :D Da wurde er schon mal deutlich ruhiger,ausgeglichener,friedlicher und wildes pinkeln passierte seltener.
So traute ich mich dann erst über eine zweite Katze nachzudenken. Dachte halt ich mach's für ihn schlimmer wenn da noch jemand rum wuselt. Das es das Gegenteil bewirken könnte ... naja da könnt ich jetzt auch noch Kopf gegen Wand machen *schmunzel*
Kurzum,Julchen zog ein. Fehler No keine Ahnung was. Sie war geschätzte 8 Wochen alt zu so einem halbstarken Rabauken. Nein die Katze war kein Fehler,um Himmels Willen,nur ihr Alter.
Sam zeigte sich aber erfreut und zufrieden -trotzdem- drüber ... auch wenn sie nicht ganz so seinem Rauf/Tobebedürfnis nachkam.
Ansich sollte die Maus mit raus nach der Kastration (dieses Mal definitiv eher ... so viel gelernt hatte ich dann doch) Diese passierte auch als sie 5 Monate alt etwa war. Nur wollte sie auf Teufel komm raus nicht nach draußen. Fensterbankkatze.
Aber Sam und sie hatten sich wenigstens als Gesellschaft wenn Sam zu Hause war. Er war immer nur am Tage nach Frühstück draußen und kam zum schlafen immer nach Hause ... und zwischendrin zum futtern natürlich.
Das ging etwa 3-4 Jahre so,bis das ich ausziehen konnte bzw. eine passende Wohnung mit meinem Freund gefunden.
Sam und Jule liebten sich jetzt nicht abgöttisch,aber kamen miteinander klar. Sam pinkelte immer noch zwischendrin wild,was ich aber auf die eher ungünstigen und stressigen Wohnverhältnisse schiebe. War nicht so toll in dem Haus (persönliche Geschichte) Aber sonst war er schon einmal eine 180 Grad Wendung vom Anfang und Julchen war einfach nur toll,unkompliziert und verträglich.
Als wir dann gut ein halbes Jahr in der neuen Wohnung wohnten kam Momo -ungeplant und spontan- dazu. Das war das beste was ich für alle tun konnte. Gut,auch er kam klein her ... war 14 Wochen alt. Aber das war eher Vor als Nachteil. Sam adoptierte den kleinen Wus vom Fleck weg und spielte Ziehpapa. Julchen brauchte 2-3 Tage,dann ging er auch bei ihr in Ordnung. Für Sam war in der neuen Wohnung kein Freigang mehr möglich,daher entschloss ich relativ spontan einen 2ten Kater zu suchen. Ich merkte das Sam jetzt definitiv etwas fehlte. Jule und raufen war eben nicht so optimal,sie wollte nicht. Mädchen eben und war doch etwas genervt zwischendrin und das führte zu "unnötigen" Spannungen.
Die waren mit einem Schlag weg als Momo einzog und mit der Zeit wuchsen sie zu einem unschlagbaren Trio zusammen. Julchen hatte ihre Ruhe vor blöden Katerattacken und die zwei Jungs sich zum raufen. Kuscheln und putzen inkl. bzw. dann auch mit Jule.
Sam's Wildpinkelanflüge waren durch den Umzug komplett weg und nachdem Momo dann auch da war,nie wieder gesehen bzw. nur noch 2 Mal und zwar wärend Umzügen und einmal wegen Blasenentzündung. Er mochte schlichtweg wohl die Umzugskisten/das Chaos nicht *g*

Heute ist leider nur noch Momo von dem ursprünglichen Trio da. Sam und Jule haben würdige Nachfolger in Form von Ian und Merle gefunden.

Einzelhaltung von Katzen geht für mich persönlich gar nicht. Zumal man die Tiere damit kaputt machen kann bzw. den Tieren das Leben schwer und sich selber auch.
Ausnahmen sind wirklich ausgewiesene Einzelkatzen die absolut nichts mit Artgenossen anfangen können und lecker zufrieden alleine sind. Da sieht die Sache anders aus.
Hund und Co sind kein Ersatz für eine einzelnd lebende Katze,da sie sich nicht verständigen können.

Klar,ich hab den Fehler gemacht und erst eine -nicht ganz passende- Jule zu Sam gesetzt als dieser schon 13-14 Monate alt war. Wie sagt man,besser etwas später als nie. Weder er noch ich wären auf die Dauer glücklich gewesen und glaub mir jemand wenn ich sage,ich war mehr als 1 Mal davor ihn wieder ins Tierheim zu bringen in der ersten Zeit. War stellenweise nur noch fertig mit den Nerven und am Ende mit meinem Latein.
Könnte ich mir rückblickend natürlich nie verzeihen,letztendlich war es MEIN Fehler und nicht seiner.
Wenn ich heute auf meine 3er Bande hier gucke ....... :Katze1: :verliebt: Nie wieder anders.
Liebe Grüße
Jessy
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