Ich bin zwar schon etwas länger registriert, habe aber noch keinen einzigen Beitrag geschrieben
Heute finde ich leider keine Antwort auf meine Frage (sorry schon mal, dass der Text so lang geworden ist:
Und zwar geht es um Bachblüten. Wo bekommt man die? Kann ich einfach in die Apotheke gehen und sagen, worum es geht und die mixen was zusammen? Wenn ja, gibt es die Bachblüten in jeder Apotheke oder nur in solchen, die sich auch auf Naturheilkunde spezialisiert haben? Oder bekomme ich sie nur beim Tierarzt?
Ich würde die Bachblüten gerne einmal bei unserem Tobias ausprobieren.
Er ist 6 Jahre alt, kastriert, 10 kg schwer - die wog er schon, als er vor zwei Jahren bei uns einzog, wahrscheinlich eine Folge von vier Jahren Ernährung mit Kitekat-Trockenfutter -, sehr gefräßig, etwas schüchtern und zurückhaltend (auch den anderen beiden Magdalena (2 Jahre) und Elvis (1 Jahr) gegenüber, beide ebenfalls kastriert. Mit Elvis ist das Verhältnis inniger als mit Magdalena, die mag er nicht so gerne, schmust und spielt auch mit Elvis, mit Magdalena nur sehr selten und auch nur „anfallsweise“ für 1 bis 2 Minuten, knurrt und faucht sie auch an, Elvis dagegen noch nie.
Elvis und Magdalena sind sehr wild, jagen und toben durch die Wohnung und kennen dabei keine Gnade, es geht über Tische, Möbel und sonstiges, Tobias sitzt meist etwas abseits und guckt zu, nicht ängstlich, eher interessiert, macht den Eindruck, er würde gerne mitmachen, traut sich aber nicht, wahrscheinlich sind sie zu wild und er kann aufgrund seines Gewichts nicht so rennen wie die beiden jungen. Alles in allem sind die Drei eine gute Konstellation und machen einen zufriedenen Eindruck, Elvis hat den Part von unserem im Januar mit 13 Jahren verstorbenen Jimmy übernommen und vermittelt sehr gut und sozial zwischen Tobias und Magdalena. Manchmal wirkt er irgendwie traurig, er liegt dann viel an der Balkontür und guckt auf das Feld hinterm Haus, ist sehr schmusig und anhänglich. Dann beschäftigen wir uns überwiegend nur mit ihm, kuscheln mit ihm und er schläft auch dann nur am Fußende in meinem Bett, sondern im Arm meines Mannes. Geht meist zwei, drei Tage und dann wirkt er wieder glücklich. Begrüßt wird er natürlich immer zuerst, wenn wir nach Hause kommen, die anderen beiden sind so selbstbewußt, dass sie das gut verkraften, erst an zweiter oder dritter Stelle zu sein.
Alle drei leben nur in der Wohnung (100 qm), waren - außer Elvis aufgrund seiner unerwünschten Anwesenheit - noch nie Freigänger, haben auch kein Verlangen, den Balkon zu betreten.
Zur Info: Diät machen wir laut Anweisung unseres Tierarztes in der Weise, dass er nur noch morgens und abends jeweils 50 g Naßfutter bekommt mit 2 Teelöffeln gekochtem Reis untergemengt. Die Abnahme funktionierte die ersten zwei Monate gut - 400 g waren runter, inzwischen sind 700 g wieder drauf und er wiegt z. z. 10,3 kg ïŒ Er versucht zwar immer wieder, aus den anderen beiden Schüsseln etwas zu stibitzen, aber ich sitze immer daneben, wenn sie futtern und nehme die beiden Schalen weg, wenn die beiden jungen erstmal fertig sind. Tobias futtert dann sein Schälchen bis auf den letzten Reiskrümel leer und legt sich mit rundem Bauch schlafen. Spielen will er dann auf gar keinen Fall im Gegensatz zu den beiden anderen, die machen dann erst mal Verdauungsübungen. Es gibt auch weder Leckerlis noch Trockenfutter. Elvis wiegt 5,5 kg und Magdalena 4,5 kg. Aber die sind auch dauernd in Bewegung, kriegen natürlich mehr als 50 g pro Mahlzeit!
Problem nun:
Tobias pinkelt immer wieder mal in unregelmäßigen Abständen und dann evtl. auch einige Tagen hintereinander aufs Sofa, dann ist wieder monatelang nichts. Es ist eigentlich nicht weiter schlimm, da ich wenigstens für da Sofa eine Lösung gefunden habe, dass der Urin gar nicht erst mit dem Polster in Berührung kommen kann, sondern vorher von einer Lage aus Fleecedecke, darunter eine Schicht aus drei Seiten Zeitungspapier und darunter einen auseinandergefalteten und komplett über das Sofa reichenden ausgebreiteten 120 l Plastikmüllsack aufgefangen wird. Meist saugen die Decke und das Zeitungspapier schon alles auf, bevor das Plastik überhaupt damit in Berührung kommt. Decke kommt danach in die Wäsche, Zeitung und Müllsacke in den Müll. Zumindest bleiben unsere drei Sofas so vom Urin verschont. Das Zeitungspapier und das Plastik sieht man unter der Decke ja nicht, wenn Besuch kommt oder wir abends darauf sitzen, nehme ich die „Abdeckung“ runter.
Zur Klarstellung:
Er hat es vom ersten Tag an gemacht, als wir ihn bekommen haben (nicht aufs Sofa, dafür zuerst einfach mal so aufs Laminat, den Badvorleger (diese aus weichem Schaumstoff, inzwischen habe ich Badvorleger gänzlich abgeschafft), auf seine Schlafdecke, mal in den Weidentransportkorb, der Jimmys Schlafplatz war, da ist er reingestiegen und Hinterteil raus und aufs Laminat gepullert, mal unters Bett usw.. Die Vorbesitzerin hat nichts von Unsauberkeit erzählt (inzwischen glaube ich, dass das der wahre Grund der Abgabe ist und nicht Zeitmangel bzw. Eifersucht des nach ihm angeschafften Hundes). Ich weiß nur, dass er samt Mutter und Geschwistern (ausgesetzt?) gefunden wurde, mit 10 Wochen zu der Vorbesitzerin kam, mit 9 Monaten kastriert wurde, mit ihr ca. 6 mal in 4 Jahren umgezogen ist, mit ca. 3 Jahren einen kleinen Katerkumpel bekam - den er sehr liebte -, der allerdings nach einem Jahr und Trennung der Vorbesitzerin vom Freund mit dem Freund ging und Tobias und der inzwischen zusätzlich angeschaffte Hund bei der Vorbesitzerin blieben, die aber nun keine Zeit mehr für Tobias hatte und der Hund plötzlich eifersüchtig war und ihn wohl auch versucht hat zu beißen. Tobias lebte danach soweit ich weiß nur noch auf Fensterbänken und in seiner Kratzbaumhöhle.
Als Tobias im August 2007 zu uns kam, lebte bei uns nur noch Jimmy (damals 12), unsere Musch war kurz vorher mit 16 Jahren gestorben. Jimmy und Musch hatten nie ein inniges Verhältnis und Jimmy machte es anscheinend nichts aus, dass sie nicht mehr da war. Er und Tobias waren allerdings vom ersten Tag an gut Kumpel. Gut, die üblichen Rangkämpfe gab es und Jimmy zeigte ihm, dass er hier der Chef ist und sonst keiner, machte Tobias wohl auch nichts aus. Nur die Pinkelei eben. Dachte allerdings, die käme wegen des erst vier Wochen zurückliegenden letzten Umzugs mit der Vorbesitzerin und dann der Umzug zu uns, Streß pur also. War auch gut nach vier Wochen, zweites Klo für ihn angeschafft (er will sein eigenes) und gut war’s! Vier Monate später sind wir dann kurzfristig und vorher eigentlich auch nicht in eine viel größere Wohnung aufs Land umgezogen. Die beiden haben den Umzug gut verkraftet, gab auch keine Pinkelei, Tobias steckte den Umzug locker weg - war ja schließlich schon Umzugsexperte -
, Jimmy brauchte etwas zum Eingewöhnen, das Verhältnis blieb weiterhin gut zwischen den beiden. Dann kam nach zwei Monaten das neue Sofa - und Tobias weihte es ein, indem er gleich darauf pinkelte. Nach und nach entwickelte ich meine Strategie mit der Auflagenschicht. Alles war gut, das Pinkeln fand ca. 2 x wöchentlich statt, mal morgens, mal abends. Zwei Monate später nahmen wir das 6 Monate alte Findelkind Magdalena auf. Jimmy und sie vom ersten Tag an gut Kumpel, Tobias mochte sie nicht sonderlich, ignorierte sie dann aber einfach. Das Pinkel hörte allerdings schlagartig auf! Ein Jahr lang benutzte Tobias artig zwei der drei Tois. Ich schaffte für ihn zwischen sogar extra die XXL-Tois an, damit er besser reinpaßt und sich darin auch drehen kann.
Das Sofa wurde in das Zimmer meines Mannes umquartiert und fürs Wohnzimmer zwei neue angeschafft. Euphorisch entfernte ich dann die Auflagenschicht - ein Fehler wohl. Anfang Januar starb Jimmy an Niereninsuffizienz, Magdalena trauerte, Tobias blühte ersichtlich auf, nur Magdalena fing an, ihn zu attackieren, wo sie nur konnte (vorher hat Jimmy sie immer gebremst, er war der Chef, hatte sie gut im Griff, wenn sie meinte, sie müsse mal jetzt die Herrschaft übernehmen). Vier Wochen Dauerstreß zwischen den beiden, Tag und Nacht fast nur noch Geknurre und Gefauche, nur beim Fressen war Ruhe. Er pinkelte aber auch NICHT wieder aufs Sofa!
Wir entschlossen uns dann, wieder einen selbstbewußten dritten Kater dazuzuholen, also zog der 6 Monate alte Elvis bei uns ein. Tobias und Magdalena waren begeistert, Elvis lebte sich schnell ein. Tobais hatte einen Kuschel-, Schmuse- und manchmal auch Spielkumpel und Magdalena endlich wieder einen Spielkameraden. Alles acht Monate lang super, aber letzten Mittwoch weihte Tobias eins der acht Monate alten Sofas im Wohnzimmer ein ïŒ Meine Auflagen kommen also wieder zum Einsatz. Dank „BioDes Clean“ verschwand auch der beißende Geruch aus dem Polster. Er pinkelte dann Samstag- und heute morgen wieder auf dieses Sofa im Wohnzimmer. Er ist aber gut drauf, spielt für seiner Verhältnisse zur Zeit sehr viel - sogar mit Magdalena und wirkt auch nicht traurig oder depressiv.
Achja, er ist - wie unser Tierarzt - meint, ein „Streßpinkler“, da er auch immer schon in seinen Transportkorb gepullert hat, bevor wir überhaupt die Wohnung verlassen haben, wenns zum Tierarzt geht (bisher war ich mit ihm zweimal dort zur Impfung). Er pullerte auch zwei-, dreimal einfach so darauf los, wenn Jimmy ihn mal in den Schwitzkasten nahm. Einmal lag er auf dem Rücken, Jimmy auf ihm und Tobias pullerte in hohem Bogen los - wohl aus Angst bzw. Streß. Feliway habe ich auch mehrmals ausprobiert, wirkte mal mehr, mal weniger.
Lange Story - sorry, aber vielleicht ist es wichtig, die Vorgeschichte von ihm zu kennen?
Da er z. Z. weder ersichtlichen Streß mit den anderen beiden hat, es sich bei uns nichts verändert hat, absolut alles ist wie immer, könnten da evtl. Bachblüten helfen, und wenn ja welche - und vor allem: Wo bekomme ich sie???
Ich danke schon mal für Eure Lesegeduld und evtl. Antworten!
Tanja und Tobias






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