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Katzengeburt mit Homöopathie unterstützen

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Beitragvon Schlumpfine » 24.06.2011 20:58

da es ja nicht nur Vermehrer gibt, sondern auch Menschen die sich liebevoll um ihr trächtiges Kätzchen kümmern wollen, habe ich hier ein paar Tipps wenn eine Geburt bevorsteht...

Erstmal Geburtsvorbereitung:

- Pulsatilla D6 oder D12, ein- bis zweimal täglich ab eine Woche vor dem errechneten Geburtstermin, macht die Geburtswege weich und fördert die Mütterlichkeit
- Calcium Phosphoricum D30 einmal täglich ab drei Tage vor der Geburt bis eine Woche nach der Geburt, um Calciummangel und daraus folgender Eklampsie vorzubeugen
- Arnica D30 einmal täglich ab drei Tage vor der Geburt bis drei Tage danach, damit bei der Geburt kein Gewebe zerstört wird und kleinere Verletzungen schnell heilen
- Sollte sich die Tragzeit schon über den 67.Tag hinauszögern, kann man mehrmals am Tag der Kätzin ein paar Pipetten Brombeerblättertee geben. Das ist vollkommen ungefährlich und führt auch nur zu Wehen, wenn die Katze selbst zur Geburt bereit ist.

Es ist soweit, die Eröffnungswehen beginnen. Ich gebe meiner gebärenden Katze (und mir!) 2-3 Tropfen Rescue-Notfalltropfen ins Mäulchen und massiere mit weiteren 3-4 Tropfen ihre Stirn leicht ein.

Während der Geburt:

- Cimicifuga D6 halbstündig, fördert die Wehentätigkeit, wenn große Abstände zwischen den einzelnen Kitten sind
- Caulophyllum D6 zur Förderung der Wehentätigkeit (Vorsicht mit diesem Mittel!)

Die Eröffnungswehen können besonders bei Erstgebärenden mehrere Stunden dauern, bis sich Gebärmutterhals und Muttermund öffnen.
Danach setzen die Presswehen ein und die Austreibungsphase beginnt.
Im Mutterleib platzt die äußere Fruchthülle und ein Schwall Fruchtwasser ergießt sich auf das Wurflager.
Bei einer der nächsten Presswehen ist nun der Welpe in seiner inneren Fruchthülle bereits zu sehen.
Die Kätzin setzt sich in eine für sie geeignete Körperhaltung und mit meist durchdringendem Schrei, zumindest beim ersten Welpen und besonders bei Erstgebärenden, wird bei einer weiteren Presswehe das Katzenkind geboren, entweder mit dem Köpfchen zuerst (Vorderendlage) oder mit Schwänzchen und Hinterbeinen zuerst (Hinterendlage).

Kreislaufschwäche und/oder Kollapsgefahr...
...nach oder bei großer Anstrengung und Erschöpfung verhindert man mit Veratrum album D4,
drei bis vier Gaben im Abstand von 10 bis 30 Minuten und Bachblüten Rescue-Notfalltropfen.

Eklampsiegefahr...
...erkennt man an Muskelzittern, Krämpfen, erweiterten Pupillen und starkem Hecheln.
Geben Sie der Katze sofort eine Ampulle Calcium-Frubiase oral ein und rufen Sie bitte
umgehend Ihren Tierarzt an. Obwohl es auch hierfür homöopathische Mittel gibt,
ist der Gang zum Tierarzt in diesem Fall DAS Mittel der Wahl!

Zur Vorbeugung, besonders bei größeren Würfen, kann man entweder Calcium-Frubiase Ampullen geben oder Calcium Sandoz 10%-Ampullen. Letztere sind zwar zur intravenösen Injektion gedacht, können aber ebenso oral verabreicht werden. Man gibt der Mutterkatze 1x täglich 1 bis 1,5 ml ein, je nach Wurfstärke bis zu 6 Wochen nach der Geburt.

Nach der Geburt:

- Arnica und Calcium weiter geben wie oben beschrieben
- Metrovetsan (oder Sepia D30 oder Sabina D30) für drei bis fünf Tage nach der Geburt für die vollständige Reinigung der Gebärmutter
- Apis mellifica D30 (am besten als Granulat) für Kitten, die Fruchtwasser geschluckt haben. Zur Sicherheit am besten allen Kitten einmalig etwas Apis verabreichen, wenn ein Kitten sichtbar viel Fruchtwasser abbekommen hat und die Atmung rasselt, nach dem ordentlichen Absaugen stündlich Apis geben, bis keine Atemgeräusche mehr zu hören sind. Wenn das Rasseln nach einem Tag nicht weg ist - TA: Antibiotika nötig (Ampicillin oder Amoxicillin).
- Für Kitten, die Kreislaufprobleme haben oder lebensschwach sind: ein Rescue-Tröpfchen auf die Zunge (oder Effortil Tropfen oder Doxapram-V).
- Wenn die Katze zuviel oder zuwenig Milch hat: Lactovetsan N (oder Urtica D6 oder Phytolacca D3). Erstmal warten, wie sich alles einpendelt, wenn die Zwerge trinken - wenn dann zuviel oder zuwenig Milch da ist, Lactovetsan verabreichen.

Calcium carbonicum D12 bei Neugeborenen, am ersten Tag ein Kügelchen. Es fördert den Einbau der in der Muttermilch enthaltenen Nährstoffe, insbesondere den Einbau der Mineralstoffe in den Knochen. Zur Steigerung der Abwehrkraft.

Nun wäre alles bestens, gäbe es nicht auch nach der Geburt noch einiges an Komplikationen.

Blutet die Katze nämlich stark (leichte wässrige Blutabsonderungen bis zu 5 Tagen
nach der Geburt sind normal) und/oder ist sichtlich nervös, deutet dies auf eine
noch nicht abgeschlossene Geburt hin oder eine im Mutterleib verbliebene Plazenta.
Lassen Sie dies möglichst tierärztlich abklären.
Beobachten Sie bitte, ob Ihre Katze spätestens am zweiten Tag nach der Geburt
Urin und Kot absetzen kann, ist dies nicht der Fall reden Sie mit Ihrem Tierarzt, ob eventuell Harnverhalten und/oder Verstopfung die Ursache hierfür ist.

Verhalten sich die Neugeborenen unruhig, hat die Mutterkatze vielleicht noch keine oder zuwenig Milch. Urtica D30 (bis 3x täglich eine Tablette) oder Pulsatilla D4 im Wechsel mit Phytolacca D3 dreimal täglich kann den Milchfluss zum Laufen bringen, auch Fencheltee, Malzbier, Sahnequark oder Lactovetsan können dabei helfen.

Das Gegenteil, nämlich eine Mastitis (Milchstau), die mit Verhärtung einer oder
mehrerer Zitzen einhergeht, kann durch leichte verteilende Massage mit den Fingerkuppen
und sehr kalten Quarkauflagen entgegengewirkt werden. Homöopathisch kann im Frühstadium mit Phytolacca D30, 3x täglich eine Tablette am ersten Tag, danach noch 1x täglich für insgesamt weitere 3 Tage geholfen werden. Diese Massage macht man auch nach Totgeburten oder Verlust der Neugeborenen. Eine zu spät entdeckte, mit schmerzhafter heißer Schwellung, Rötung und gar mit Fieber einhergehende Infektion des Gesäuges gehört unverzüglich in tierärztliche Behandlung!

Sie haben bei einem Ihrer Neugeborenen eine Fehlstellung der Gliedmaßen festgestellt?
Dies kann von einer falschen vorgeburtlichen Lage herrühren und sollte eventuell
durch leichtes massieren der betroffenen Gliedmaßen in die Normalstellung innerhalb
weniger Tage behoben sein, ist dies nicht der Fall, ist auch hier der Tierarzt zu konsultieren.

Schwächlich erscheinende Welpen bekommen 1x zwei Kügelchen (Globulis) Arnika D200
verabreicht. Ohne ersichtlichen Grund im Wachstum zurückbleibende Welpen erhalten
1x täglich zwei Kügelchen Silicea D200 für einige Tage und danach noch einmal pro Woche,
bis alles in Ordnung ist.

Organische Anomalien oder Infektionen zeigen sich durch mangelnde Trinkfreudigkeit,
Mattig- und Schweratmigkeit, Gewichtsverlust oder unstillbarer Unruhe.
Der Welpe liegt meist abseits und verstirbt innerhalb weniger Tage. Zur Klärung der genauen Todesursache sollten Sie ihn in einem veterinärmedizinischem Labor untersuchen lassen.

PS: Homöophatie ersetzt natürlich keine regelmäßigen TA Besuche und bei Komlikationen sollte IMMER der TA hinzugezogen werden!

Teilweise habe ich mich an dieser Seite orientiert, da ich es besser selber nicht hätte formulieren können.
http://www.mudanya-cats.de/katzengeburt.htm
Es grüßt euch Astrid und ihre Koratrasselbande!

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