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Tierschutz verstehen.........

Alles was sich um Tierschutz dreht.

Beitragvon Luzy » 26.06.2011 16:05

Ich hab mal ne etwas blöde Frage, die Manchem hier vielleicht aufstößt, aber ich stell meine Frage trotzdem mal:
Ich lese hier viel von Spanischem Tierschutz, und ich weiß, dass meine Freundin in Portugal in ner Tierklinik arbeitet und immer wieder Hunde und Katzen nach Deutschland fliegt.
Und nun meine Frage: WARUM???
Warum werden Tiere extra nach Deutschland eingeflogen, obwohl bei uns die Tierheime überquellen?
Sollte man nicht zuerst versuchen die Tiere aus dem eigenen Land zu vermitteln?
Ich kann das nicht unbedingt nachvollziehen, und hätte gerne eine Antwort warum das gemacht wird- vielleicht verstehe ich es dann....
Luzy
 

Beitragvon bumblebee » 26.06.2011 16:23

darauf habe ich keine Antwort aber mit dem Thema tue ich mich auch schwer.

Aber grundsätzlich ist das ja nicht nur bei Tieren so, je weniger die Deutschen haben desto höher wird in andere Länder gespendet oder sehe ich das falsch?
Es ist ja durchaus löblich zu spenden aber es gibt in unserem Land wahrlich genügend hilfebedürftige, egal ob Mensch oder Tier.
liebe Grüße
Anne und die mini Transformers


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Beitragvon Katzenfrosch » 27.06.2011 21:39

Och, ich denke da hat jeder einfach seine Vorlieben.
Der eine fördert einTierheim in Spanien, der andere ein regionales, einer macht Nachbarn auf Haltungsfehler aufmerksam und wirbt für Kastration, ein anderer setzt sich für die Erhaltung von Tieger ein.
Ich mach lieber was regionales, uA weil ich da eher weiß dass die Hilfe ankommt, aber wenn jemand im Ausland helfen will ist das doch auch schön. Hauptsache man verschliesst nicht die Augen.
Alles Tierleid in Deutschland bekommen wir eh nicht beseitigt..................... :Kopf:
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Beitragvon Luzy » 27.06.2011 21:42

@katzenfrosch
das schon, aber was ich nicht verstehe ist die Tatsache,dass Tiere aus dem Ausland nach Deutschland gebracht werden in Pflegestellen kommen um dann vermittelt zu werden.
Das kann ich nicht nachvollziehen, warum lässt man sie nicht vor Ort und versucht es vor Ort zu lösen....
Luzy
 

Beitragvon Katzenfrosch » 27.06.2011 21:51

In diesen Ländern sind Tiere viel weniger Wert als bei uns, von daher muss man da sicher noch viel an der Mentalität der Leute arbeiten um vor Ort mehr machen zu können als Tiere zu kastrieren.
Ich hab mich ehrlich gesagt noch nie so genau damit beschäftigt was genau die machen, ausser akute Notfälle zu versorgen, aber ich denke sie versuchen auch aufzuklären.
Aber das hat oft genauso viel Aussicht auf Erfolg wie wenn man den Papst von Kondomen überzeugen will.......
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Beitragvon Luzy » 27.06.2011 22:13

Katzenfrosch hat geschrieben:In diesen Ländern sind Tiere viel weniger Wert als bei uns, von daher muss man da sicher noch viel an der Mentalität der Leute arbeiten um vor Ort mehr machen zu können als Tiere zu kastrieren.
Ich hab mich ehrlich gesagt noch nie so genau damit beschäftigt was genau die machen, ausser akute Notfälle zu versorgen, aber ich denke sie versuchen auch aufzuklären.
Aber das hat oft genauso viel Aussicht auf Erfolg wie wenn man den Papst von Kondomen überzeugen will.......


Also ich weiß dass aus Portugal die Tier é nach Deutschland geflogen werden um sie dann hier zu vermitteln, und das finde ich halt schon krasse, weil es ja bei uns wirklich genug Tiere gibt die ein zu Hause suchen. Warum also auch noch welche einfliegen.....
Zumal man bei uns in der Region echt Probleme hat vom Tierheim ein Tier zu bekommen....das verstehe ich alles nicht wirklich.
Luzy
 

Beitragvon Bettyjockebina » 28.06.2011 07:13

Ich glaube, es hängt damit zusammen, dass es viele Deutsche gibt, die im Ausland leben und dort mit einem unaussprechlichen Tierelend quasi >face to face< konfrontiert werden und es dann auch verständlicherweise nicht mehr schaffen, einfach weg zu schauen.
Wer die Tiertötungsstationen in Spanien, Bulgarien etc, gesehen hat und dem Tiere auch nur andeutungsweise "was" bedeuten, der wird Höllenqualen dabei erleiden, nichts zu tun und die Tiere ihrem brutalen Schicksal zu überlassen.

Ein Tierheimleben in Deutschland ist schon keineswegs ein Zuckerschlecken, aber eine Leben in totaler Verwahrlosung, in verwilderten Rudeln auf der Straße, hungernd und durstend, krank und elend, verkrüppelt oder in einer Tötungsstation das ist der pure Horror. Das kann ich so sagen, weil ich es selbst erlebt habe.
Ich habe ein viertel Jahr in Bulgarien gelebt und gearbeitet.

...

Das es Menschen gibt die ANDERE Wege finden, als diese Tiere zu töten - das ist ein Segen. Ein winziger Lichtblick für diese vereinzelten Tiere.
Ich habe Respekt und Achtung vor jedem Menschen, der die Welt für ein Tier zum Positiven verändert. Egal ob das hier in Deutschland oder im Ausland ist.

Tierschutz hat viele Gesichter und lässt sich nicht auf lediglich das reduzieren, was wir kennen, hier in unserem wohlgeordneten Land, mit unsere deutschen Art zu denken.
Aber wenn jeder Mensch, an dem Ort, wo er sich gerade aufhält, an jedem Tag, auch nur etwas fundiert Gutes tun würde, dann wäre manches anders!
Irgendwo in diesem Forum habe ich etwas gelsen das steht jetzt auf meiner Schreibtischunterlage:

Nein, Man kann wohl nicht die ganze Welt retten. Aber für jedes einzelne gerettete Tier, verändert sich seine kleine, ganze Welt.
Ich liebe Katzen, weil ich mein Heim liebe und sie nach einer Weile dessen sichtbare Seele werden. Jean Cocteau
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Beitragvon Teufelschen » 28.06.2011 08:44

wir können selbst aus eigener erfahrung berichten

natürlich sollten die tierchen hier erst mal ein zuhause finden und nicht die ausländer
aus dem grund fliegen wir nur und ich meine auch nur zur ta behandlung unsere schützlinge ein und schicken sie dann wieder zurück

in solchen ländern haben die menschen eine andere einstellung zu tieren
spezialisiere ich mich mal auf katzen um es nicht auszudehnen, möchte aber betonen es gilt für alle

katzen sind dort nicht viel wert, den menschen selbst fehlt es oft am nötigsten
katzen werden als lästiges übel und zur ungezieferfernhaltung geduldet
vermehren sie sich und es werden zu viel, wird nicht selten zur mistgabel oder zum stein gegriffen

in einer welt tiere zu vermitteln, wo menschen nichts haben und durch die armut verhärmt sind ist sehr sehr schwer bis unmöglich
da freut es einen schon, wenn sie soviel an charakter besitzen, einem die katze zu bringen ehe sie sie ersäufen oder erschlagen

diese menschen haben oft schlimmeres als das sterben eines tieres gesehen
es ist nicht so schlimm, wenn eine katze in der sonne vertrocknet
es ist keine entschuldigung, aber vllt kann man dann in etwa verstehen warum
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Beitragvon Luzy » 28.06.2011 09:09

Teufelschen hat geschrieben:wir können selbst aus eigener erfahrung berichten

natürlich sollten die tierchen hier erst mal ein zuhause finden und nicht die ausländer
aus dem grund fliegen wir nur und ich meine auch nur zur ta behandlung unsere schützlinge ein und schicken sie dann wieder zurück

in solchen ländern haben die menschen eine andere einstellung zu tieren
spezialisiere ich mich mal auf katzen um es nicht auszudehnen, möchte aber betonen es gilt für alle

katzen sind dort nicht viel wert, den menschen selbst fehlt es oft am nötigsten
katzen werden als lästiges übel und zur ungezieferfernhaltung geduldet
vermehren sie sich und es werden zu viel, wird nicht selten zur mistgabel oder zum stein gegriffen

in einer welt tiere zu vermitteln, wo menschen nichts haben und durch die armut verhärmt sind ist sehr sehr schwer bis unmöglich
da freut es einen schon, wenn sie soviel an charakter besitzen, einem die katze zu bringen ehe sie sie ersäufen oder erschlagen

diese menschen haben oft schlimmeres als das sterben eines tieres gesehen
es ist nicht so schlimm, wenn eine katze in der sonne vertrocknet
es ist keine entschuldigung, aber vllt kann man dann in etwa verstehen warum


gut ich habe jetzt nur die Situation in Portugal erlebt. Meine Freundin ist Tierarzthelferin und ist ausgewandert, sie arbeitet in einer deustchen Klinik an der Algarve in Portugal. Dort werden die wilden Tiere eingefangen, kastriert, sie werden behandelt und dann verucht man sie zu vermitteln. alternativ werden immer wieder Tiere nach Deutschland gebracht. Das sind meist Jungtiere und es wird versucht die kleinen in Deutschland zu vermitteln- unddas kann ich nicht verstehen, denn im Endeffekt wird das Problem ja nur verschoben.......Von Freiheit ins Heim.
Der Stress des Fluges, ich stelle mir das für die Tiere jetzt auch nicht so prickelnd vor.
Schwierig, ich seh schon.....
Luzy
 

Beitragvon Mongolei » 28.06.2011 10:11

Was ist denn daran so unverständlich?
Tierschutz endet doch nicht zwangsläufig an irgendeiner Grenze..
Es wird nix verschoben, es wird leider nur von zu wenigen geholfen, aber es WIRD geholfen, überall.. allein das zählt doch..
Tierschützer helfen, wo es nötig ist, sie sortieren nicht nach hier oder dort..
Sicher fehlt es im Tierschutz immer an Möglichkeiten, egal in welchem Land dieser Tierschutz stattfindet.

Und was wiegt schon der stressige Flug, oder auch die Vorbereitung darauf, da hast Du absolut recht, gegen ein Zuhause..bei einem liebevollen Menschen?

Ich wünsche Dir noch einen schönen Tag :smile1:
Mongolei
 

Beitragvon Teufelschen » 28.06.2011 10:23

es gibt tiere die so schreckliches erlebt haben, dass sie nicht mehr in ihrem land bleiben können und hier ein zuhause brauchen

wenn wir mal nicht mehr sind und unsere kids es nicht schaffen das heim im senegal und die verbundenen kosten zu finanzieren, werden auf einen schlag mehr als 300 tiere obdachlos und ohne futter
wohin mit ihnen? auf die strasse?

ts sollte erst vor ort stattfinden, da bekommst du völlig recht, aber manchmal gestaltet es sich sehr schwierig und man muss die hilfe anderer in anspruch nehmen
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Beitragvon Nepeta » 28.06.2011 12:10

ich denke schon das die deutschen für die spanischen Tiere und ihre Nachkommen auch eine mitverantwortung haben, denn die vielen katzen an urlaubsorten die während der saison gefüttert werden, vermehren sich natürlich auch demensprechend bei gutem futter.
wenn die urlauber weg sind fehlt das natürlich und die katzenpopulation wird nicht weniger...
mit dem futter ist es nicht getan, das wissen halt die wenigsten, sie müssen auch kastriert werden usw....
wer im winter versucht eine junge katze in einem bestimmten Alter, aus dem deutschen Tierheim zu bekommen hat u. U. pech..hier werden sie im Mai oder september geboren, im Süden im ganzen jahr...Wenn in deutschland ein warmes plätzchen für einen spanier frei ist, warum nicht das Leid der Tiere lindern, den tieren ist die nationalität egal...hauptsache ein gutes Zuhause.
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Beitragvon Mongolei » 28.06.2011 13:08

Der Tierschutz, sollte immer an erster Stelle stehen, egal ob vor Ort, oder woanders ist nicht die Frage..sondern, dass überhaupt geholfen wird.Allein die Fragestellung, zeigt, dass die Threaderöffnerin, nicht informiert war, sich aber informieren will, sonst hätte sie nicht gefragt..und so geht es vielen Leuten. Viele sehen in der Tierhilfe ohne Grenzen eine Verschiebung der Probleme. Andere geben der Mentalität, der Menschen aus dem Ausland die Schuld am Tierelend. Viele Menschen versuchen die Gründe für das Problem, immer den anderen in die Schuhe zu schieben, selbst Schuld ist niemand gern.. Ich finde es unerhört, muss ich ehrlich sagen, dass wir uns das Recht herausnehmen, als Gäste in ein Land zu gehen und dann dort über die Menschen herzuziehen, weil sie ein anderes Verständnis für Tierhaltung haben, (dass da einiges an Aufklärung noch im Argen ist, streite ich nicht ab, nur um das hier klarzustellen,) aber gleichzeitig entschuldigen, dass sogenannte Upswürfe immer wieder passieren, egal ob die von Leuten passieren, die die Kätzchen später dann angeblich gut vermitteln, oder ob die von Leuten produziert werden, die so ein armes "Katzenwürstchen", für`n Appel und n`Ei viel zu früh von der Mutter getrennt, schnellst möglich verscherbeln.. oder uns gar selbst erdreisten, einen Wurf mal eben so zwischendurch großziehen zu können, (Kätzchen sind ja nun mal niedlich,) so ganz nebenbei..ein Schlag ins Gesicht für jeden verantwortungsvollen, verantwortungsbewussten Züchter, der seine Zeit, sein Wissen, seine freiwillige Arbeit und sein Geld für die ordentliche Führung seiner Zucht investiert. Wir sollten erst bei uns gucken..das ist richtig..und wir sollten toleranter sein, anderen Menschen gegenüber, deren Gastfreundschaft wir haben, nicht immer ist das was wir meinen, hier vor Ort, das Non plus Ultra .
Mongolei
 


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