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Informatives Rund ums Trockenfutter

Alles über Trocken- und Nassfutter

Beitragvon Schlumpfine » 03.06.2012 19:05

Hallo ihr Lieben,

nach dem ich ein winzigen Blick in die Trockenfutterproduktion werfen durfte. Hier mal die Antwort auf drei der mir wichtigsten Fragen.

1. Warum kann man nicht ganz aufpflanzliche Zusätze Verzichten? (wie z.B. Reis)
2. Sind Zuckerübenschnitzel gleich zu setzen mit Zucker?
3. Warum fügt man Zuckerrübenschnitzel bei?


Zu 1.

Das Futter wird durch die Rübenschnitzel in Verbindung mit dem ebenfalls im Futter vorhandenen Reis erst "backfähig". Der Herstellungsprozess eines Trockenfutters erfordert also das Vorhandensein von pflanzlichen Bestandteilen im Futter, die es erst möglich machen, dass tierische Proteine und Fett nach dem Backen auch in Form bleiben.
Diese Rübenschnitzel sind also lediglich eine Art "Backpulver" dem der eigentliche Saft aber schon entzogen wurde.

Im Klartext ohne ein Mindestanteil von pflanzlichen Bestandteilen würden die Kroketten niemals Zusammenhalten sondern einfach auseinander bröseln.

zu 2.

Nein.
Rübenschnitzel sind das nach der Zuckergewinnung übrig bleibende Rohfasergerüst einer Zuckerrübe ohne Zuckeranteile.
Der in den Rübenschnitzeln eventuell noch vorhandene Restzucker ist so gering, dass er nicht einmal mehr im Fertigfutter messbar ist.

Zur Verdeutlichung siehe einfach dieses kleine Rechenexempel:

Bei einem Faseranteil von 2%, bzw. 1,5 % und der Annahme das 1% Restzucker vorhanden wären, sind in 100g Futter ca. 2g bzw. 1,5g Rübenschnitzel enthalten (das entspricht etwa dem Gewicht einer halben 1 Eurocent Münze) von diesen 2g könnten ca. 1% Restzucker in den Schnitzeln vorhanden sein.

zu 3.

Es ist erwiesen, dass die Rübenschnitzel der beste Lieferant für die im Futter vorhandenen Rohfasern darstellt und Rübenfasern die Gesundheit der Darmschleimhaut unterstützen. Daneben festigen Sie die Form der Kroketten (siehe Punkt 1)

Die Diskussion um die Gleichstellung Zuckerrübenschnitzel = Zucker ist so alt wie die Futterherstellung selbst. Leider ist es aber oft so, dass ein Gerücht, das nicht wissenschaftlich fundiert, sondern nur auf Hören und Sagen beruht, aber gut verbreitet wird, dann jede Menge Aufklärungarbeit und Klarstellungen bedarf.
Daher dieser Artikel...
Es grüßt euch Astrid und ihre Koratrasselbande!

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Beitragvon Kefa » 07.11.2012 21:07

Da schließe ich mich gleich mal an mit einem lesenswerten Artikel über Trockenfutter für Katzen, allerdings im Bezug zur Igelpflege... Trotzdem wird Trockenfutter ganz gut aufgeschlüsselt, die Bestandteile werden erklärt und die Problematik (sowohl für Katzen als auch für Igel) wird deutlich: http://pro-igel.de/igel-bulletin/pdfs/bulletin47.pdf
Viele Grüße von Kefa
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