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Plötzlich ein Angsthase?

Hier könnt Ihr über das Verhalten Eurer Katze diskutieren. Wofür stehen das Beschnuppern, das Reiben, um die Beine schnurren etc

Beitragvon Vibes » 21.05.2013 20:59

Hallo Dosis,

mit Tius wird es immer schlimmer und ich versteh einfach nicht was los ist. Seit Monaten wird er immer Schreckhafter. Er war mal so Mutig, noch im Dez hat sich die TA gewundert wie sehr er Menschen vertraut. Man konnte auf ihn zurennen und er hat sich nur hingestellt und geschaut was das wird. Davon ist jetzt nichts mehr zu spüren.
Ihm ist doch nie was passiert. Niemand hat ihm je was zuleide getan.
Nero hatte ja auch mal so Phasen wo er ohne ersichtlichen Grund zusammenschreckte. Aber bei Tius hört das nicht auf. Er schleicht alle paar Tage durch die Wohnung, linst um jede Ecke, guckt überall drunter. Mit dem Bauch fast am Boden und mit gaaaanz leisen Pfoten. Fast schon in Zeitlupe. Bei lauteren Geräuschen kriegt er sofort ne Flaschenbürste und versteckt sich. Braucht danach min. 1 Std bis er wieder "normal" wird. Er guckt auch ständig mit weit aufgerissenen Augen umher. Wärend er früher Besuch interessant fand, glaubt mir heute keiner mehr das ich 2 Kater habe. Sowie die Wohnungstür aufgeht ist Tius verschwunden. Sogar wenn wir mit Einkäufen wiederkommen. Wenn ich mal etwas länger weg bin und ihn dann begrüßen will zuckt er sogar vor mir zurück! Als würde er sich erstmal erinnern müßen wer ich bin.
Es macht mich ganz verrückt das er ständig Angst hat und ich nicht begreife woher es kommt. Ich will ihm ja helfen, aber wenn ich ihn tröste bestätige ich ihn ja vielleicht nur. :(
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Beitragvon fanny85 » 22.05.2013 13:51

Hat sich in seinem Umfeld irgendwas verändert? Manchmal reicht eine winzige Kleinigkeit aus und wenn es nur Durchzug in der Wohnung ist :pillepalle:
Evtl. sollte man doch mal beim TA abklären lassen, das es keine organische Ursache hat :kratz: Und auch hier würde der Feliwaystecker evtl. helfen.
Ich finde es eher ungewöhnlich, das so ein Draufgänger plötzlich ängstilich ist :?
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Beitragvon fee » 22.05.2013 20:46

es wird Dir nicht wirklich helfen, aber etwas ähnliches habe ich auch erlebt. im februar vor einem jahr kam ich nach hause und fand mein Flöckchen ganz verschreckt.
sie muss etwas fürchterliches erlebt haben, wobei ich mir nicht vorstellen kann, was das im verschlossenen haus gewesen sein könnte. keines der 3 anderen tiere zeigte irgend eine verhaltensänderung.
inzwischen hat sie sich zwar leidlich erholt, reagiert aber immer noch sehr nervös auf kleine störungen.
wenn Du einen wirklich guten rat bekommst, darf ich den dann auch nutzen?
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Beitragvon Vibes » 24.05.2013 00:31

Hab mein Hirn nochmal auf Links gedreht.
Es gab da eine Begebenheit, ich kann aber beim besten Willen nicht sagen ob es der Auslöser gewesen sein könnte oder ob es nur eine Verstärkung bewirkt hat. Werde nämlich das Gefühl nicht los das es ein eher schleichender Prozess ist.
Irgendwann ende März/anfang April, ich habe die Schreibtischplatte von meinem Freund lakieren müßen. Der Tisch war provisorisch mit einer kleineren Holzplatte abgedeckt, die Schublade war oben offen und nicht verschraubt. Nero hopst in die Schublade, mein Freund will ihn rausheben. Nero hat die Angewohnheit bei sowas die Beinchen zu spreizen, so ruppte er die gut befüllte Schublade aus ihren Schienen. Tius, der druntersaß, konnte grad noch rechtzeitig flüchten. Mein Freund fing die Schublade mit dem großen Zeh auf, was zu einem rapide ansteigenden Lärmpegel in der Wohnung führte. Tius war danach völlig fertig, total verschreckt.
Vor einiger Zeit rumpelten die Nachbarn an ihrer Tür. Keine seltenheit und Tius müßte das eigentlich kennen. Beide Kater lagen im Flur, wir Dosis haben grad gegessen, da kam als Antwort auf den Treppenhauslärm ein knurren aus dem Flur. Kann nicht sagen von wem. Wenn Tius Beute hat knurrt er anders und Nero knurrt nie. Beide guckten angespannt. Nach 1 Minute war bei Nero alles klar, aber Tius schlich nur noch durch die Wohnung. Als würde irgendwo ein Schreckgespenst lauern. Habe normal mit ihm geredet, bin die Wohnung mit ihm abgegangen, hab ihn dann ignoriert, irgendwann war er wieder in Ordnung.
Vorgestern war es wieder so: Ich komme von der Arbeit, Tius rennt richtung Küche, dreht sich um, duckt sich, schnuppert den Boden vor seinen Füßen ab und als ich mich nach ihm bückte tat er so als würde er mich nicht kennen. Dauert nur Sekunden, dann (er)kennt er mich und alles ist gut.

Veränderungen in seiner Umgebung? :kratz:
Anfang des Jahres 1 neuer Schreibtisch, Sofa steht nicht am richtigen Platz wegen Charlys ungewissen Einzug und jetzt wegen Charlys Eingewöhnungsphase. Sofa und Schreibtisch werden aber angenommen. Je nach Bestellungen mal mehr, mal weniger Kartons. Die werden aber zum Klettern und Schlafen angenommen. Bücherregal wurde umgestellt, wird als Kratz-/Kletterbaum angenommen. Und Charly ist eingezogen, aber die Ängstlichkeit war schon vorher da. Und er ist auf Charly neugierig, pennt auf dem Terra, will sogar reinklettern.

Wir sind jetzt beide Tagsüber für einige Stunden weg. Vielleicht ist es das? Aber er hat doch Nero? :kratz:

Organische Ursache??? Was könnte das denn sein? Außer das er :pillepalle: ist...

Sein Charakter kann sich doch nicht so verändern nur weil er "Erwachsen" wird?

@fee: Im Sinne einer Lösung bringt es natürlich nicht weiter, aber das es nicht nur Tius passiert ist auf diese seltsam-menschliche Art beruhigend. Es gibt Tage da ist er einfach ganz normal, Tius eben wie wir ihn kennen. Und dann plötzlich, sei es ein wahrnehmbares Geräusch oder auch einfach so, schleicht er umher und ist allem und jeden misstrauisch gegenüber. Bei lauten Geräuschen ist er völlig durch den Wind.
Gibt es vielleicht doch sowas wie Gespenster die Katzen heimsuchen? :kratz:
Natürlich teile ich jeden guten Rat, Flöckchen und Tius scheinen ja Leidensgenossen zu sein. Und ich finde es furchtbar meinen Kleinen so zu sehen und dir geht es da sicher nicht anders, wir wollen doch nicht das sie Angst haben und nervös sind.
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Beitragvon fee » 24.05.2013 20:53

hallo, Tius,
natürlich war an dem Flöckchen-trauma-tag auch was. es war dienstag und da kommt immer meine hundesitterin und geht mittags mit den hunden gassi, weil ich da erst später heimkomme. falls die Flöckchen mit irgendetwas erschreckt hätte, würde sie es aber nur unter der folter gestehen. ich krieg es also nie raus.
Flöckchen war schon vorher die vorsichtige von beiden, während Fee sich auf alles neue regelrecht stürzt.
seit damals erschrickt sie aber bei jeder kleinigkeit.

diese schubladen-sache war ja schon eine ganze kette von gepolter und geschrei. das kann eine katze sehr erschrecken, zumal Tius ja wirklich gefährdet war.
es ist also kein wunder, dass er schreckhaft ist. er hat ja in der folge auch noch etliche veränderungen erlebt.
jetzt würde ich Dir ja gern sagen: das gibt sich wieder.
die frage ist nur: wann?
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Beitragvon Vibes » 25.05.2013 16:46

Wenn man so behütet wie Tius aufwächst, ist es wohl kein Wunder, das der Schreck tief sitzt wenn etwas unvorhergesehenes passiert. :?
Ich hoffe es wird bald wieder besser. Überlege schon ob es eine Möglichkeit gibt sein Selbstbewusstsein wieder zu stärken. :kratz:
Wir achten jetzt darauf ihn nicht zu erschrecken, manchmal ist es aber unumgänglich, da er so empfindlich geworden ist. Ansonsten glaub ich, es ist am Besten ihn ganz normal zu behandeln.
Hoffentlich gibt es sich bald wieder.
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Beitragvon Pfirsicheis » 25.05.2013 17:53

Vielleicht ist in so einem Fall der Weg über Homöopatie oder Bachblüten sinnvoll. Immerhin kann man das Schnuffel ja nicht auf die Couch zum Therapeuten oder in die Verhaltenstherapie (Konfrontation) schicken. :schwitz:
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Beitragvon Lalu » 25.05.2013 18:07

Leo ist auch so ein Schisser :? . Wenn die Katzen draußen sind und es kommt jemand auf den Hof, kommt Leo knurrend rein und auf direkten Weg unters Bett. Wenn es klingelt, Leo ist auf direkten Weg unters Bett. Das Verhalten hat er auch nicht von Anfang an, was der Auslöser war, kann ich nicht mehr nachvollziehen.

Wir haben aber eine zeitlang geübt und jetzt ist es besser geworden :D . Bei o.g. Sachen zwar noch nicht so ganz, aber er kommt raus, wenn Besuch da ist :dance: .

Clickern wäre auch noch eine Möglichkeit und gezielt Sachen üben die ihn stören oder ggf. mal Feliway oder Zylkene testen.

Viel Erfolg!
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Beitragvon Catlovr » 26.05.2013 01:14

Ich hatte eine etwas andere Situation hier über Wochen, allerdings ebenfalls mit "Verhaltensänderung ohne ersichtlichen Grund" zu beschreiben. Zerina und Loki - die sich üblicherweise heiß und innig lieben - haben sich von jetzt auf gleich gehasst; ernsthaft gehasst. Jede Begegnung fand mit Geheule und gesträubtem Pelz auf Lokis Seite statt, die Riesen-Ohren klebten am Kopf. Zerina war permanent auf der Flucht, durfte nicht in Ruhe auf's Klo etc. Es gab auch Verletzte - Loki sah ganz schön lädiert aus, da Zerina sich in echter Panik wehrte.

Ich sitze sowas aus und doktore nicht rum. Jede noch so geringe menschliche Verhaltensänderung verunsichert die Situtation und somit die Tiere nur noch mehr. Abgesehen davon dass es eh nichts bringt. Und auch Menschen müssen nicht für jeden Driet in die Therapie oder auf die Couch. Ich gehe nicht dazwischen, wenn Loki große Klappe hat und angreift bekommt er eben was auf die Nase.

Was auch immer dem Kater Angst macht oder ihn verunsichert, jegliches Hernehmen und "Behandeln" mit Tröpfchen auf den Kopf, Kügelchen oder Tabletten in den Hals macht die Situation unter Garantie nicht besser. Verändertes Verhalten der Bezugspersonen oder ungewohnte Gerüche auch nicht.

Anders ist es natürlich, wenn das Verhalten sich hinzieht und überhaupt keine Besserung mehr eintritt, dann sollte man am "Selbstbewußtsein" des Tieres arbeiten.

Ich drücke dir die Daumen, dass er sich schnell wieder "berappelt", sehe das aber sehr zuversichtlich aufgrund seiner behüteten Situation von Anfang an. :daum:
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Beitragvon Vibes » 26.05.2013 13:06

Erstmal werde ich zumindest nicht zu Mittelchen greifen. Ich hoffe ihn ohne Hilfsmittel bestärken zu können. Wenn alles ruhig ist, ist Tius ja auch ruhig.

Vibes hat geschrieben:Vor einiger Zeit rumpelten die Nachbarn an ihrer Tür. Keine seltenheit und Tius müßte das eigentlich kennen. Beide Kater lagen im Flur, wir Dosis haben grad gegessen, da kam als Antwort auf den Treppenhauslärm ein knurren aus dem Flur. Kann nicht sagen von wem.


Kann jetzt sagen das es Nero gewesen sein muss. Klang genauso wie sein Knurren beim TA. Ungewöhnlich...vielleicht hat das Tius auch nochmal nervöser gemacht. Dabei hat Nero nur ein paar Minuten gebraucht, dann war er wieder ganz normal. Könnte vielleicht sein das die Nachbarn sich mal in der Tür geirrt hatten und versucht haben zu uns reinzukommen als nur die Kater da waren. Die Nachbarn sprechen dem Alkohol sehr zu, da kann sowas bestimmt mal passieren. Und das könnte den Beiden natürlich Angst gemacht haben. :?

Ich geh auf tius Angst nicht ein. Wenn es mal irgendwo etwas lauter Scheppert (weil ich ein Tolpatsch bin :roll: ) und Tius rennt weg, dann rufe ich ihn ganz normal wieder zurück. Meistens kommt er dann auch zögerlich, merkt das alles ok ist und beruhigt sich wieder. Ansonsten wird er einfach ignoriert. Ist natürlich schwer aber was besseres fällt mir da auch nicht ein.
Vielleicht so eine Art Clickertraining wie bei Hunden. Schlüssel fallen lassen o.ä. und nur Belohnen wenn er ruhig sitzen bleibt. :kratz:
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Beitragvon fee » 26.05.2013 20:12

hundetraining?
vielleicht hab ich einen anderen trainer gehabt (meine hunde spuren auch nicht sonderlich), aber ich hab gelernt, dass man einen hund nicht dafür belohnen kann, dass er nichts getan hat. er weiß dann nicht, wozu das gut sein soll.
bei Deinem kater wäre es noch unlogischer. willst Du ihn dafür belohnen, dass er nicht erschrickt? das unterliegt doch nicht seiner kontrolle.
allenfalls kannst Du ihn durch leckerbissen ablenken, wenn er dazu noch nicht zu panisch ist.
am ehesten neige ich noch dazu, Catlovr zuzustimmen. selbst möglichst ruhig und gelassen zu bleiben und zu hoffen, dass der kater daran merkt, dass da nichts gefährliches ist.
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Beitragvon Vibes » 10.07.2013 18:18

Jetzt erst gelesen. :oops:

Ich hab das vor Jahren mal so gelernt, das es zum Training gehört. Damit Hunde nicht bei jedem unbekannten Geräusch Gefahr wittern. Vor allem bei Hunden die als Welpen zuwenig gelernt haben, nur im Haus waren oder ähnliches. Letztens hab ich erst einen Hundebesitzer gesehen, der hat den "Schlüsseltest" an einem Notfell aus Rumänien gemacht. Der Hund blieb ruhig und wurde dafür gelobt. Aber ich habe sowas eh immer nur in der Theorie gehört. Hab ja keinen Hund und mich daher auch nicht sehr Intensiv mit dem Training auseinander gesetzt.
Aber ich möchte Tius auch nicht wirklich Angst machen. Das könnte es ja vielleicht auch nur verschlimmern.
Vorhin war wieder so eine Situation. Eine ausgespühlte Glasflasche kippte einfach so auf der Spüle um. Problem: Ich hab mich selbst tierisch erschrocken. Tius ist mit Fuchsschwanz ins Wohnzimmer verschwunden und traute sich erstmal nicht mehr in die Küche. Nero dagegen kam angelaufen und wollte wissen was da los ist. Seltsam ist aber das sowas immer nur in Tius Nähe passiert. Vielleicht wird er doch von einem Poltergeist verfolgt? :kratz:
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Beitragvon fanny85 » 10.07.2013 20:01

Vibes hat geschrieben:Vielleicht wird er doch von einem Poltergeist verfolgt? :kratz:


Verwerf den Gedanken bloss nicht :bruell: So hast du immer eine Ausrede, wenn dich andere Leute auf die Ängstlichkeit ansprechen.
Oskar ist ja auch so ein schisser und ich bekomme ständig von anderen zu hören "OMG was ist das für ein Angsthase? Wir haben doch gar nichts getan" Ich sag dann meist, "doch, ihr seit Anwesend 8) und er mag halt keine fremden Leute"
Bei Dingen, die fallen (komischerweise auch nur wenn Oskar in der Nähe ist :kratz:) und er auch wieder wegrennt, rufe ich ihn, zeige ihm was los war und gebe ihm leckerlies. Ich bilde mir ein, das es besser geworden ist, aber ob das was bringt, weiss ich nicht :engel:
Als ich hier Besuch hatte, ist er fast zur Schleichkatze mutiert :roll: Ich hab dann dem jüngeren Jungen (11 Jahre alt), Oskars Spielangel in die Hand gedrückt und er fing an mit ihm zu spielen. Oskar war zwar seeeehr vorsichtig, aber immerhin kam er raus. Der Junge selber hat wirklich ein Händchen für Tiere und geht total Liebevoll mit allen um :mrgreen:
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Beitragvon Vibes » 10.07.2013 20:22

Beim letzten Besuch meiner Ma war es ähnlich. Tius verschwand wie immer unter den Küchentisch. Nero bekam Leckerlis und fand das selbstverständlich ganz toll alles für sich zu haben. Irgendwann traute sich Tius dann doch ganz vorsichtig dazu. Kann ja nicht sein das Nero fröhlich knuspert und er nix abkriegt. :lol:

Ein toller Junge. :daum: Futter und Spiel sind scheinbar die besten Eisbrecher.

Aber an der Poltergeistgeschichte bleib ich dran. Vielleicht, vielleicht.....ich beobachte das weiterhin. Es müsste ja auch mal Nero treffen. Wenn nicht, dann ist es doch etwas Paranormales. Exorzismus an Katzen?
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Beitragvon Vibes » 18.01.2015 19:57

Hallo,
ich muss da nochmal was zu los werden. Es ist jetzt ja einige Zeit ins Land gegangen. Viel hat sich an Tius Verhalten nicht gebessert. Besuch, sofern es ruhige Menschen sind, wird geduldet. Aber nur wenn er sich möglichst nicht bewegt. Die Wohnung ist da wohl auch ungünstig geschnitten. Es gab schon heikle Situationen wo Fluchtwege abgeschnitten wurden. Über berechtigten Grund zur Flucht könnte man natürlich...aber macht keinen Sinn. Ansonsten hat Tius vor allem Möglichen Angst. Verständlich wären Jacken und Schuhe ja noch irgendwie. Aber er flüchtet auch wenn man ein Packet Taschentücher von einem Raum in den nächsten trägt. Also, es müssen keine großen und schweren Dinge sein.
Als dann im Spätsommer unsere Hausfassade gestrichen wurde hab ich ihm Zylkene besorgt. Feliway hab ich bisher sein lassen weil Nero das auch "abkriegen" würde. Und der muss wirklich nicht noch "ruhiger" werden. :roll: Zylkene hatte beängstigend gut gewirkt. Halbe Stunde nach der Gabe von 2 Kapseln lag er auf dem Terrarium und es hat höchstens mal ein Ohr gezuckt. Angehalten hat das ca. 5 Stunden. Mit 1 Kapsel war es dann besser. Nach einigen Tagen ging es ganz ohne. Er war nicht so gelassen wie Nero, konnte aber auf dem Terra liegen und schlafen ohne bei jedem Geräusch in die Küche fliehen zu müssen. Da Zylkene keine Dauerlösung ist, hab ich schon mit der TÄ gesprochen. Wir werden ihn komplett Durchchecken lassen müssen, auch wegen dem Herzen (da könnte doch was sein :? )...vielleicht kann das sogar zusammenhängen...ich weiß es nicht.
Soweit also, was war und was kommen wird. Dazwischen ist der Alltag und vor allem die Vorwürfe die ich mir neuerdings anhören muss. Die haben mich so verunsichert, weil von mehreren Seiten, da muss ich nochmal nachhaken.
Beispiel: Der Poltergeist schlug oben auf den Hängematten zu. Ich sah den schwarzen Schatten nur noch senkrecht vom Kratzbaum runter. Tius wollte in die Küche, Besuch wollte ins Wohnzimmer. Tius schaffte es geschickt dran vorbei und in die Küche. Besuch guckt kurz irritiert und setzt sich aufs Sofa. Ich versuch immer noch den Geist zu sehen. Tius kommt wieder reingeschlichen. Ich ihn gestreichelt "hey, alles klar? was war los? wieder der böse Geist?" und ihn mir auf den Schoß gehoben. Alles gut. Da sagt der Besuch: "Jaaa genau, immer schön bestätigen..." Mein Mann sagt auch immer häufiger das ich Tius in seiner Angst bestätige wenn ich ihn tröste nachdem er sich erschreckt hatte. Dabei laufe ich ihm nicht hinterher, fange ihn ab oder sowas. Ich red halt lieber und beruhigender mit ihm als sonst. Eben um ihm zu Signalisieren das alles ok ist. Es wird gestreichelt, gekuschelt. Er sucht das auch häufig von selbst nach schrecklichen Situationen.

Wann und wie bestätige ich eine Katze in ihrer Angst mit meinem Verhalten und wie vermeide ich das? Darf/Sollte man Katzen beruhigen und trösten?
...wäre eine Bestätigung seiner Angst nicht eher wenn ich auch Angst/Unsicherheit zeigen würde? :kratz:
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