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Wie erziehe ich meine Mitmenschen?

Wie erziehe ich eine Katze richtig? Fragen und Infos zur Katzenerziehung kommen hierrein

Beitragvon Stephie » 15.01.2015 15:42

Auf Wunsch von Stephie wurde der Beitrag noch einmal umformuliert. Vielen Dank für euer Verständnis! (Kefa)

Liebe Mit-Katzenmamas und -Papas,

zuerst einmal: danke an alle, die den Original-Post gelesen und kommentiert haben! Ich bemühe mich, den Post so umzuschreiben, dass er nicht aus dem Konzept fällt.

Da es mir ein Anliegen ist, mein Umfeld zu informierteren Leuten zu machen, ist es mir auch wichtig, ihnen diese Seite/das Forum zu zeigen.

Zum Thema: Erziehungs-"Methoden" von Katzen.

Leider gibt es immer wieder Fälle, wo mit Gewalt oder falschem Informations-Stand den Tieren versucht wird, etwas beizubringen. Hauen, schlagen, im Nacken packen und schütteln oder das klassische "durch den Urin ziehen" sind leider keine Seltenheit. Einfach, weil "wir" (der Mensch) davon ausgehen, dass ein Tier durch Schmerz und Angst etwas lernt. Die meisten dieser Menschen sind beratungsresistent. Auf die Frage, ob man sein Kind schlagen würde, oder ihm den Inhalt der Windel ab einem gewissen Alter ins Gesicht klatscht, weil es ja eigentlich schon auf die Toilette gehen sollte, wird nur erbost geantwortet. Wir sind ja auch Menschen und keine Tiere. Aber dass solche Erziehungsmaßnahmen nicht nur nicht bei Menschenkindern funktionieren sondern auch bei Katzen bzw. Tieren allgemein absolut fruchtlos sind (außer, dass man sich eine gestörte Katze erzieht) verstehen viele nicht. Es ist ja nur ein Tier.

Teilweise geht es sogar so weit, dass ich mich dann argen Konfrontationen gegenüber sehe, weil ich meine mit "Clickern" konditioniere (Zitat: "warum sollte ein 'Belohnungssystem' funktionieren? Die verstehen das doch sowieso nicht!"). Dass es sehr wohl funktioniert, zeigen meine beiden - und viele andere glückliche Katzen auch. Und das ganz ohne Angst, Panik und Gewalt.

Wie geht ihr mit solchen Menschen um, wenn ihr davon erfährt? Habt ihr vielleicht sogar enge Freunde, bei denen ihr lieber die Klappe haltet als etwas zu sagen? Familienangehörige? Oder sprecht ihr sie offen darauf an und versucht ihnen Tipps und Tricks zu geben?

Wow, ein verhältnismäßig kurzer Post meinerseits!

Freue mich auf eure Antworten,
eure Stephie
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Beitragvon RoteZora » 16.01.2015 23:35

Das hört sich auf die Entfernung sehr übel an. Bei sowas muss man sich dann wohl entscheiden, ob einem die tierischen oder die menschlichen Freunde wichtiger sind. Den Titel "Wie erziehe ich..." finde ich etwas verfehlt. Die Frage lautet: Zeige ich die Leute an oder finde ich mch damit ab?
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Beitragvon fanny85 » 17.01.2015 21:13

Ja ich kenne auch solche Leute, wirklich damit umgehen kann ich nicht und vermeide das Thema meistens. Allerdings besuche ich die Leute auch nicht, sondern treffe sie woanders, denn ich kann nicht mit ansehen, wie die Katzen "hausen". Gut, schlagen oder gar in ihren Urin rubbeln, machen sie nicht, denn als ich das mal gesehen habe, bin ich ausgerastet und meinte sie sollen aufpassen, sonst würde ich das gleiche mit ihnen machen. Stattdessen habe ich ihnen andere Lösungsvorschläge gemacht, die sogar angenommen wurden (von beiden Seiten, heißt Katze hat nirgends mehr hingemacht). Tja und mein 7jähriger Neffe meinte bis vor kurzen auch, Katzen wären da, damit man sie Hauen und Treten kann, allerdings ist er hier an Paulinchen geraten, jetzt hat er Respekt vor ihnen. Nicht nur vor meinen dreien, sondern auch vor ihren beiden Katzen :mrgreen:
Ausserdem sind einige Mitmenschen Beratungsressistent, es bringt nichts, man kann auch mit der Wand sprechen :wink: Habe hier Nachbarn, die ihren Katzen "Zimmerarrest" geben, wenn die beiden mal blödsinn gemacht haben :lol: Auch was das Futter angeht, krieg ich bei denen die Krise, wenn ich Katzensitter mache :roll:
Und vor ca. zwei Jahren habe ich jemanden zwei Zwergkaninchen weggenommen, weil die in ihrem kleinen Stall wohl verreckt wären :evil: Zähne zu lang, die Krallen schon so krumm gewesen, das sie kurz davor waren in die Haut einzuwachsen und einer der beiden hatte ein dickes Abszeß am Unterkiefer was angeblich keiner bemerkt haben will :pillepalle: Der kleine musste trotz meine Bemühungen und die des Tierarztes eingeschläfert werden und den anderen habe ich in Super Händen vermittelt.

Ich denke einfach, du musst dir ein dickeres Fell wachsen lassen und nicht alles so nah an dir ran lassen :wink: Mach es bei deinen beiden Besser, berichte den Leuten von deinen Erfahrungen, aber zwänge niemanden deine Meinung auf. In wirklich krassen Fällen, wende dich an den Tierschutz.

Es ist leider so, das man sie nicht alle Retten kann :wink:
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Beitragvon Vibes » 18.01.2015 21:24

Solche Mitmenschen hat wahrscheinlich jeder in seinem Umfeld. Bei manchen gibts Hoffnung, auch wenn es nur sehr langsam vorangeht. Bei Anderen siehts da weniger gut aus.
Wir haben seit gut 1 Jahr einen Bekannten mit Hund. Jack-Russel-Mix, 2 Jahre jung, unerzogen, unausgelastet, fett. Das ich durch diese Bekanntschaft herausfand wer der Welpe war, der damals so herzzerreissend gejault hat, über Stunden, hats nicht besser gemacht. Im Sommer hatten wir Wauzi in pflege. Der Hund ist zum Abgewöhnen. Dank seines Herrchens! Und das tut mir so Leid für den Kleinen.:cry: Deshalb ist er auch immer allein in der Wohnung, Herrchens Freunde wollen den Hund nicht und Herrchen will zu seinen Freunden. Wenns mal länger wird, klingelt unser Telefon. An das Kläffen im Treppenhaus haben sich alle schon gewöhnt. Ich hab schon überlegt den Tierschutz bescheid zu geben, aber was wäre dann? Und Hund und Herrchen lieben sich ja...Herrchen hats nur nicht so mit der Verantwortung. Ich hab mich da weitestgehend rausgenommen. Ich ertrag das nämlich nicht. Wenns geht will ich beide nicht sehen, ich verdräng das da auch eher. Es entspricht nicht meinem Tierschutzverständnis sowas mitanzusehen. Mein Mann hats übernommen sich den Mund fusselig zu reden. Er berichtet mir manchmal...das reicht dann schon. :(

Die Nächsten haben grad ihren Hund abgegeben weil ihnen alles über den Kopf gewachsen ist. Da dacht ich noch wie Vernünftig solch schwere Entscheidung zu treffen. (Der Hund war super!) Kurze Zeit später haben die jetzt 2 Katzen... :shock: Die Wohnung ist noch kleiner als unsere...und ich find das bei uns für 2 Wohnungskatzen schon zu eng. Zumindest sind die 2 aber kastriert und um gutes Futter wird sich auch bemüht. Hab sie heut erst kennen gelernt. Sie wirken noch immer etwas verwirrt aber nicht ängstlich. Das Verwirrte könnte aber auch schon von ihren neuen Dosis abgefärbt haben. (Nette aber etwas konfuse Menschen :mrgreen: ) Bei denen bin ich totzdem zuversichtlich das sie es schon gut haben werden. Die suchen auch ne größere Wohnung mit Freigangmöglichkeit. Das perfekte Katzenhimmelreich auf Erden hat wohl kaum jemand zu bieten. Wir versuchen alle möglichst nah ran zu kommen und ich finde das zählt schon ne Menge. Verbesserungen gäbe es bei uns ja auch noch zu hauf... da lehn ich mich nicht weit aus dem Fenster.

Bei wiederum einem anderen, neu kennengelernten Katzenpaar + Dosis, arbeiten wir an Verbesserungen. Das wird aber schwierig. Die Katzen sind schon älter, der Kater schon krank. Futter gibt es...naja...4% nebenerzeugnisse und so. Wir haben da jetzt einen etwas anderen Weg gewählt. Die wollen nämlich das Streu wechseln und als mein Mann die Vorzüge einer Lieferung beschrieb fiel das Korn auf fruchtbaren weil rückengeplagten Boden. Nun wird überlegt auch zu bestellen. Und wenn es soweit ist werden wir die Futterwerbungsglocke läuten. Es wurde schon hell gehorcht das Katzenfutter sogar gut riechen kann. Und eine Leckerli Probe von uns wurde dort binnen Sekunden vernichtet. 100% Fleisch kannten sie wohl nicht und haben es auf anhieb geliebt. Meine finden 100% Tunfisch luftgetrocknet...bäääh. Wenn dann 2 andere Mietzen glücklich sind freut es mich auch. Und wie man schon sehen konnte, wenn die Mietzen sich freuen geht das auch an Dosi nicht vorbei. Manchmal muss man den Menschen auch Zeit geben selber etwas zu merken. :wink:

Wirklich belehren kann man andere Menschen ja doch nicht. Weil niemand das gern hat. Aber man kann schon über Dinge reden, erklären warum man etwas so macht und vor allem Vorleben. Manche sind auch nur uninformiert, wenn man ihnen erklärt wie schlecht zB das Futter ist und woran man gutes Futter erkennt. Wenn man erklärt wie eine Katze sich ernährt...dann begreift das eigentlich jeder. Soweit zumindest meine Erfahrung. Einfach weil es einleuchtend ist. Der Prozess der Veränderung ist da schon schwieriger, der Mensch ist ein Gewohnheitstier.

Gewalt gibts es in unserem Umfeld so nicht oder es wird zumindest nicht erzählt. Wer sein Tier schlägt, also wirklich im Sinne von ausholen und Zuschlagen, der ist bei mir raus. Und Leute die Katzen durch Urin reiben sind das auch, war bisher aber nur einer und der war sooderso entbehrlich. Also kein Verlust.
Bei Freunden ist das schwieriger und da weiß ich ehrlich nicht was ich machen würde. Aber dauerhaft den Mund halten könnte ich wohl nicht...

Das dicke Fell ist wohl die beste Idee. Bei meinem Nero funktioniert das auch erstaunlich gut. Und er ist dazu noch ein sehr schlauer Kater. 8) Leider bin ich von Natur aus eher mit dünnem Fell gesegnet und muss es mir hart anwachsen lassen. Wird mit der Zeit besser...

fanny85 hat geschrieben:Es ist leider so, das man sie nicht alle Retten kann :wink:


Es ist traurig aber stimmt so. Das kann man einfach nicht. Nur selbst sein bestes geben.

Und man kann auch hier vorbeischauen und von all den guten Dosis lesen die Alles für ihre Lieben tun würden. Das hilft auch schon, find ich. :engel:
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Beitragvon Stephie » 28.01.2015 14:41

Vielen Dank für eure lieben Postings! Hatte leider die Tage viel um die Ohren.

Vermutlich habt ihr recht. Ich kann sie nicht alle retten. Eure Geschichten sind teilweise hart ): Aber dann auch wieder sehr aufbauend, wenn ich sehe, dass manche vielleicht doch nicht ganz Beratungsresistent sind.

Mein Kater hat letzte Woche angefangen mir über all hinzupinkeln. Erst ist es mir nicht aufgefallen, weil ich ihnen das Gästezimmer als Katzenspielplatz gerichtet habe und da es ihr alleiniges Reich ist bin ich nur drin um das Kaklo zu putzen und zum Staubsaugen und Lüften. Was mir anfangs nicht aufgefallen ist, dass er mir die ganze Gästecouch angepieselt hat (erst als es roch). Inklusive Kuscheldecken. Ich dachte erst, sein Pinkelverhalten läge am Raum selbst. Wir hatten das Zimmer schon einmal offen, als sie noch klein waren, da haben sie unter die Couch gemacht (den Grund dafür haben wir allerdings nie rausgefunden. Es war nur in diesem einen Raum und hat danach nie wieder stattgefunden).

Wir das KaKlo und Kratzbäume also wieder raus und Tür zu. Hat er uns auf die Wohnzimmer-Couch gepinkelt ):
Und klar, ich war wütend (und mein LG erst, dem hat er auf die Jacke gepinkelt), aber in erster Linie hab ich mir Sorgen gemacht. Also stillschweigend hingenommen und alles gewaschen und geputzt und dann habe ich die Wochen Revue passieren lassen und es war einfach das Katzenstreu, das wir gewechselt hatten. Wieder zurückgestellt. Problem war binnen eines Tages wieder erledigt.

Was mir wieder einmal zeigt: Nicht das Tier ist das Problem, sondern der Mensch!

Wenn die, die von ihren Katzen denken, sie wären verrückt oder wie von mir gerne bezeichnet "Killer-Katzen", nur ein bisschen mehr in Richtung "vielleicht ist nicht die Katze schuld" denken würden, würden viele Tiere garantiert ein schönes Leben führen. Dachte ich mir erst letztens wieder.

Hätte ich die Zeit würde ich mir eine Katze aus einem bestimmten Fall garantiert holen (aktuell sind die Besitzer kurz davor, sie her zu geben). Auch wenn mein LG murren würde und dagegen wäre, nichts würde ich lieber tun. Aber ohne Zeit kann ich mir eine nicht-sozialisierte Killer-Katze nicht ins Haus holen. Obwohl vermutlich schon die Gesellschaft meiner Babys helfen würden.

Würdet ihr euch einer solchen Katze von Freunden annehmen?
Ich habe bereits aufgehört mit den Mund fusselig zu reden was man zur Verbesserung ihres Verhaltens verändern könnte…
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Beitragvon Chloe » 28.01.2015 16:28

Tiere mit solchen Methoden zu "erziehen" geht für mich gar nicht. Bei den Katzenhaltern, die ich kenne, habe ich so etwas noch nicht direkt beobachtet. Aber ein Hundehalter in meinem Bekanntenkreis hat seinen kleinen jungen Mischling dann und wann getreten. Darauf angesprochen meinte er, die Natur sei auch nicht zimperlich. Was soll man dazu sagen? Ich habe keinen Kontakt mehr zu diesem Menschen, als ich dieses Verhalten beobachtet habe, wurde er mir unsympatisch. Wer ein Lebewesen so behandelt, der kann auch kein guter Freund sein.
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Beitragvon fanny85 » 28.01.2015 20:53

Stephie hat geschrieben:Würdet ihr euch einer solchen Katze von Freunden annehmen?


Ganz Klar, JA! jederzeit wieder :wink: Bella ist aus schlechter Haltung, nach anfänglichen Schwierigkeiten ist sie nun eine Traumkatze :mrgreen: mal ganz von den Zickereien unter den Mädels abgesehen, klappt es hier mittlerweile relativ gut
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Beitragvon RoteZora » 28.01.2015 21:32

fanny85 hat geschrieben:nach anfänglichen Schwierigkeiten ist sie nun eine Traumkatze

- was wesentlich Deiner Geduld zuzuschreiben ist, da kannst du Dir ruhig mal auf die Schulter klopfen! :daum:
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