Lieber Besucher, wir haben das Forum aus Zeitgründen leider deaktiviert. Das Schreiben von Beiträgen und auch die Registrierung sind nicht mehr möglich. Mehr dazu erfahrt Ihr HIER



Reine Hauskatze + neue Babykatze

Hier könnt Ihr über das Verhalten Eurer Katze diskutieren. Wofür stehen das Beschnuppern, das Reiben, um die Beine schnurren etc

Beitragvon sunshineyes » 09.07.2015 16:56

Hallo ihr alle,

meine Shakira ist nun bald drei Jahre alt. Sie ist eine reine Wohnungskatze, die auch nicht versucht raus zu kommen. Meine Überlegung sieht jetzt folgendermaßen aus: Babykatze aus dem Tierheim zu uns holen und zu schaffen das sich die beiden gut verstehen. Hab schon viel gelesen aber mich interessiert allgemein ob jemand schonmal Erfahrung damit gemacht hat wie die Wohnungskatze (die ja die Wohnung als ihr alleiniges Revier sieht) auf ein Kitten reagiert.
Außerdem interessiert mich ob es einen Unterschied macht ob das neue Tier ein Kater oder eine Katze ist.
Viele Dank schonmal im voraus:))
sunshineyes
Einsteiger
Einsteiger
 
Beiträge: 2
Registriert: 09.07.2015 16:47
Land: Deutschland

Beitragvon RoteZora » 09.07.2015 18:50

Hallo sunshineyes,
bei dem Wort "Babykatze" habe ich ehrlich gesagt Bauchschmerzen. Natürlich kann man eine Zweitkatze dazuholen, die jünger ist, aber sie sollte gut sozialisiert und ausreichend selbstbewußt sein, also etwa ein halbes Jahr alt oder älter. Auf keinen Fall würde ich ein Kitten nehmen, das früh von der Mutter weggenommen wurde!
Ob Kater oder Katze ist nicht so entscheidend wie das Temperament. Ist Deine Katze eher der ruhige Typ, würde ich was lebhaftes dazunehmen. Ob eine Vergesellschaftung gut geht oder nicht, kann niemand vorhersehen. Ich würde also Regelungen zur Rücknahme vereinbaren, falls es schiefgeht.
Wie lange ist Shakira schon Einzelkatze? Wie alt war sie, als sie von der Mutter wegkam? Wenn sie jünger war als 12 Wochen, ist sie nicht vollständig sozialisiert. Das kann Probleme machen, muss aber nicht.
Tut mir leid, aber eine eindeutigere Antwort oder Prognose kann ich nicht geben. Dazu sind Tatzen einfach zu verschieden. :peace:
Bild[/quote]

Wie wird man 100 Jahre alt:
essen, trinken, schlafen, gähnen, kratzen und kuuuuuuuuscheln.
RoteZora
Katzenexperte
Katzenexperte
 
Beiträge: 3975
Registriert: 22.01.2012 12:24
Wohnort: Berlin
Katzenrasse: 2 EHK Tiger
Land: Deutschland

Beitragvon sunshineyes » 09.07.2015 20:14

Hallo und danke erstmal für die Antwort.
natürlich hatte ich nicht vor eine zu junge Katze zu kaufen...
Da sie aus dem Tierheim kommen soll, denke ich das die dort auch sehr darauf achten.
Shakira war von Anfang an alleine. Haben Sie ca mit 12 Wochen bekommen. Genauso alt würde ja dann das neue Kitten sein.
Ich habe gedacht, dass es vielleicht unter Mädels mehr Zickereien gibt.
ich weiß, dass jedes Tier anders ist und das nichts vorhersehbar ist aber es hätte ja sein können das ganz viele hier schon negative Erfahrungen gemacht haben und das Kitten dann wieder zurückgeben mussten, was einem sicher das Herz bricht. ..
sunshineyes
Einsteiger
Einsteiger
 
Beiträge: 2
Registriert: 09.07.2015 16:47
Land: Deutschland

Beitragvon klärchen » 11.07.2015 12:21

Ich habe meine 3 Jahre alte Wohnngskatze mit einem 1 jährigen Kater vergesselschaftet. Kein Tierheim wollte mir eine größere Katze geben. Nur Babykatzen . ABER ich war mir sicher das das mit meiner Zicke nicht geht. Letztendlich habe ich eine Pflegestelle gefunden die mit mir den Versuch wagte und meinte das der Kater im Notfall zurück kann...

Für mich war es der allergrößte Notfall wenn Blut fließt. Meine THP, meine Tierärztin und ich hatten einen Plan .
Er bekam eine Stunde Zeit um sich im kleinen Zimmer zurecht zu finden. Klo, großes Versteck mit Decke , Futter usw ... Dann ging die Zimmertür auf und nie wieder zu. Ja sie haben sich gefetzt . Nachts . Am Tag hat er sich versteckt. Nach 2 Wochen schlich er immer öfters herum und es knallte zwischen den beiden nicht mehr ständig. 6 Wochen haben sie sich aber nachts immer gefetzt mit Gebrüll, Jagd und Kampf. Aber nie ist Blut geflossen. Kein Tropfen. Ich habe mich nie eingemischt.

Wäre nur dazwischen gegangen wenn Blutgeflossen wäre. Er hatte seinen Schutzraum und ich besuchte ihn immer mal wieder. Spielte mit meiner Katze wie gewohnt und alle Rituale blieben wie eh und je. Irgendwann kam er auch an und ich spielte mitr zwei Angeln gleichzeitig oder warf mehr Bälle, Mäuse . Dann kam das Trockenfutter QWerf Spiel. Die Katze in ihre gewohnte Richtung , der Kater dicht bei mir.

So wuchsen wir nach und nach zusammen zu einem super Team. Jetzt Jahre später sind wir 500 km umgezogen und sie sind Freigänger und sie lieben sich, spielen, fressen und schalfen nebeneinander, putzen sich usw.

Ich weis das jetzt einige die Hände über dem Kopf zusammen schlagen werden und sagen das man so nicht vergesselschaften kann. Man kann und jene die immer so auf Natur pochen. ... Katzen draußen klären ihre Rangordnung auch sofort. Klar muss Mensch eingreifen wenn Blut fließt. Aber Kämpfe, Geschrei und Aufregung sind normal und offensichtlich nicht schädlich.

Jedes Tierheim kann ich Lügen strafen die sagen das es niemals funktioniert mit einem fast einjährigen Kater und einer Wohnungskatze. Genauso das eine Wohnugskatze die allein ist verhaltsensgestört ist, auch wenn man sich viel mit ihr beschäftigt hat. Meine konnte nach 6 Jahre Wohnungshaltung , nach 3 Tagen Mäuse mit nach Hause bringen als sie Freigang bekam.

Ich kann dir nicht versprechen das es klappt. Aber ich kann dir sagen, lass dich nicht ins Bockshorn jagen. Und wenn du denkst das eine junge Katze besser zu deiner passt - tu es. Nur wenn du mit der Situation Ruhe ausstrahlst und glaubst das es richtig ist wird auch deine Katze mit machen. Katzen merken deinen Stress sofort und werden den Neuen erst recht nicht akzeptieren.

Ich sage nicht das mein Weg der Richtige und Wahre ist. Aber es war mein Weg der gegen jede Meinung funktioniert hat.
Und meine THP und TA standen hinter mir und haben mir den Rücken gestärkt. So hat es geklappt.

Wünsche dir egal für welchen Weg alles Liebe :D
klärchen
Mäusefänger
Mäusefänger
 
Beiträge: 15
Registriert: 21.05.2015 11:03
Land: Deutschland

Beitragvon mae-47 » 12.07.2015 12:04

Hallo,

seit gut 40 Jahren habe ich (meist 2) Katzen, fast immer eine Kätzin und einen Kater; alle aus dem Tierheim, alte und junge, bunt gemischt und meistens "Problemfälle" die keiner haben wollte. Wenn eine(r) gestorben war, kam immer nach ein paar Wochen ein "Neuling" dazu.

Die älteste Kätzin war 14 Jahre alt als wir sie bekamen und sie lebte zuvor jahrelang in einem dunklen Keller bei einer Frau mit Alzheimer; erst als deren Knder die Besitzzerin ins Pflegeheim brachten, entdeckten sie die die arme Katze und waren damit völlig überfordert.

Zu der Zeit hatten wir vom Tierazrt einen wilden Fund-Kater, ca. 6 Jahre alt, der schwer verletzt (beide Vorderpfoten mehrfach gebrochen, Nierenquetschung, Milzruptur u.v.A.m.) von dem Arzt zwar behandelt wurde, aber dann der weiteren Pflege etc. bedurfte. Wochenlang musste er stehend, er durfte sich nicht bewgen oder hinlegen, in einem entsprechenden Käfig leben, damit die Knochenimplantate in seinen Pfoten anwuchsen. Er war ja keine Menschen, geschweige denn einen Käfig gewohnt. Er schrie tage- und nächtelang und anfangs konnte ich nur mit dicken Handschuhen sein Futter bereitstellen und den Käfig säubern. Was soll ich sagen, er war später einer der liebsten und anhänglichsten Kater und wurde 17 Jahre alt.

Der Neuling bekommt zuerst sein eigenes Zimmer bzw. Stockwerk. Sowohl im EG als auch im ersten Stock haben wir Katzenklappen, letzteres mit einer Katzentreppe. Nach ca. 2-3 Wochen der Eingewöhnung darf dann der Neuzugang ebefalls raus. Nach anfänglichem Gefauche und Reibereien, auch mal Schläge und ein wenig Blut, haben sich immer alle aneinander gewöhnt.

Ich - wir - habe(n) niemals eingegriffen, unsere Katzen haben das immer "selbst" geregelt und sich nach einer Weile aneinander gewöhnt. Nicht immer, aber oft, waren sie ein Herz und eine Seele, und wenn nicht, so kamen sie immer miteinander aus.

Mein Rat, oder besser, mein Vorschlag: Ausprobieren. Katzen sind meist viel "klüger" als wir ..!

Liebe Grüße, Michael
Die Menschheit lässt sich grob in zwei Gruppen einteilen, in Katzenliebhaber und in vom Leben benachteiligte. (Petrarca)
mae-47
Einsteiger
Einsteiger
 
Beiträge: 4
Registriert: 26.04.2015 00:43
Katzenrasse: Eurpäisch Kurzhaar
Land: Deutschland

Beitragvon mae-47 » 15.07.2015 23:06

Nachtrag:
-----------
Immer wenn es darum ging, ein neues - zweites - "Familienmitglied" zu wählen suchten wir in den Tierheimen. In der Zeit in Hong Kong waren alle unsere Katzen, aus verständlichen Gründen, reine Wohnungskatzen. Als zweite, teilweise sogar dritte Katze kam nie ein Kitten oder sehr junge Katzen in Frage, sondern immer, wie anders schon erwähnt, ältere, alte, oder Tiere, die nie jemand (noch) wollte; denn die jungen und süßchen Kätzchen finden schon ihre Liebhaber. Wie haben wir diese ausgesucht ..?

Nicht wir, sondern immer (!) die Katzen suchten uns aus. Mein Gefühl hat mich noch nie getrogen, egal ob der Kater mich zur Begrüßung gekratzt oder gebissen hat, die Kätzin sich verkrochen hat, ob sie geschmust haben oder mich ignoriert haben, ich wusste gleich: Das ist er / sie. Das kann ich nicht rational begründen, aber es war immer richtig.

Und wie gesagt, die Katzen sind viel klüger als wir, wenn wir sie machen lassen ... Anfängliche Raufereien, ein Sich-Verkriechen, Unsauberkeit etc. haben sich nach einer Weile (Geduld ist angefragt!) gelegt. Wir müssen unsere Tiere nicht "vermenschlichen" sondern sie so nehmen, wie sie sind. Und dann werden sie, nach einer Weile - bei einer Katze dauerte es gut 2 Jahre - werden sie wirklich Mitglieder unserer Familie.

Ich weiß, dass ich mit dieser Meinung teilweise anecke, aber für mich (uns) ist die Katze ein wunderbarer Freund, den man so nehmen muss, wie er / sie sind. Und sie sind nicht nur das "süße Kätzchen" das man betüteln, behüten .. etc. muss, sondern ein Lebewesen mit eigenem Charakter, Erfahrungen, Prägungen, eigenem Willen, und so weiter.

Grüße, Michael
Die Menschheit lässt sich grob in zwei Gruppen einteilen, in Katzenliebhaber und in vom Leben benachteiligte. (Petrarca)
mae-47
Einsteiger
Einsteiger
 
Beiträge: 4
Registriert: 26.04.2015 00:43
Katzenrasse: Eurpäisch Kurzhaar
Land: Deutschland

Beitragvon Dark Wolf » 16.07.2015 07:08

Guten morgen,

ich kann immer nur predigen, bitte bitte niemals Kitten alleine zu einer älteren Katze/Kater setzen.
Kitten brauchen untereinander. Brauchen die gleiche Größe und die gleiche Sozialstruktur. Man sollte - wenn man unbedingt ne Kitte haben will - ein Geschwisterpaaren nehmen.
Leider machen viele Tierheime dies falsch, aus Unwissenheit, oder weil es ihnen egal ist.
Zu einer 3 jährigen + älteren Katze für ich dir Raten, eine ab 8 - 12 Monate alte Katze/Kater dazu zu setzen.
Erstens sind diese schon von der Sozialität viel erfahrener und zweitens haben diese bereits die Körperliche und Seelische Kraft, sich gegen eine angreifende Katze zur Wehr zu setzen.
Und das wird passieren!

Meine Cousine hat gegen meinen Rat sich einen Kater gehohlt. Er war Billig (Vermehrer) und sie wollte ein Tier haben. Dieser Karter lebte ein halbes Jahr alleine. Ich hab hinter her gar nicht mehr weiter auf sie eingeredet. Mitlerweile dürfte er eineinhalb sein. Nun wurde ein 10 Wochen altes Kitten mit gebracht.
Ihr Kater macht es super… aber letzens saßen sie beim TA. Der Kater hat ‚Zu doll‘ gespielt und dem Kitten ordentlich erwischt.
DAS war nur Speil! Das Kitten kann sich nicht wehren, nicht so, wie es gleichaltrige tun.
Und nun einmal dran denken, was passiert, wenn auch Spiel ernst wird!

So süß kleine Katzen sind, man tut sich vor allem aber der Katze (beider Katzen) keinen Gefallen.

Mein Rat an dich - Such dir von Pflegestellen eine 1 + Katze/Kater aus, der Charakterlich super zu deiner passt!
Diese Miezen sind meistens Sozialisiert (Sie kennen die Katzensprache da sie mit dieser täglich zu tun haben) und können dementsprechend auch viel besser deine vorhandene ‚Alt’Katze besser verstehen und ihr auch nahe legen und die Sprache wieder bei bringen.

Grüße
Benutzeravatar
Dark Wolf
Löwenbändiger
Löwenbändiger
 
Beiträge: 114
Registriert: 22.10.2013 09:02
Wohnort: Rheinisch-Bergischer-Kreis
Katzenrasse: EHK & Siam-Mix
Land: Deutschland

Beitragvon Broesel » 16.07.2015 09:18

Hallo,

Meine Kater sind 14 Wochen & 4 Jahre alt & es klappt wunderbar.
Die ersten Tage waren beide eher schüchtern (vom Großen auch keinerlei Aggression) , aber nach 3 oder 4 Tagen siegte dann einfach die Neugierde. Seit dem sind die beiden unzertrennlich. Wo der eine ist, ist der andere nicht weit.
Sie spielen, sie raufen, sie fressen aus einem Napf, sie kuscheln, sie putzen sich gegenseitig & sie teilen sich einen Schlafplatz.


Mag sein, dass dies die große Ausnahme ist. Aber es KANN funktionieren. Du kennst deine Katze am besten. Du musst wissen, was für deine Katze am besten ist.
Broesel
Mäusefänger
Mäusefänger
 
Beiträge: 30
Registriert: 02.06.2015 07:24
Katzenrasse: Hauskatze
Land: Deutschland


Zurück zu Verhalten



 


  • Aehnliche Katzen Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag
  • VISITORS

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste






Thema: Reine Hauskatze + neue Babykatze