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Bei Alter Dame lässt alles nach

Hier könnt Ihr über das Verhalten Eurer Katze diskutieren. Wofür stehen das Beschnuppern, das Reiben, um die Beine schnurren etc

Beitragvon Flipper » 28.07.2015 09:20

Hallo zusammen,
unsere alte Dame, 18, ereilt jetzt zunehmend eine Verschlechterung der Hör- und Sehfähigkeit.
Dadurch ist sie sehr schreckhaft geworden. Sie faucht und knurrt viel und ist äußerst misstrauisch.
Manchmal beobachte ich sie und habe den zusätzlichen Eindruck sie kennt sich auch gar nicht mehr so richtig aus.
Sie schläft an Plätzen wo sie noch nie geschlafen hat und kuckt dann ziemlich überrascht wenn sie aufwacht. Ich vermute eine gewisse Verwirrtheit/Vergesslichkeit. Dann ist sie wieder getrieben von Unruhe und wenn ich ich sie vor lauter Angst und Misstrauen dazu bringe was zu fressen Haut sie es hektisch rein.
Ich überlege bei ihr Bachblüten, Nr. 3, einzusetzen um sie wieder etwas zu entspannen. Wer hat Erfahrung damit oder kann Alternativen empfehlen? Danke fürs Feedback.
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Beitragvon Lalu » 29.07.2015 19:10

Hallo,

frag mal deinen Tierarzt nach Demenz, es gibt auch Medikamente mittlerweile.

Ich brauchte sie hier nicht. Hab aber meiner alten Dame versucht mit Nachtlicht, Treppen etc. zu helfen. Meine hat nicht mehr gut gehört, hab sie dann immer leicht angestupst um zu zeigen das ich da bin. Fressen gab es erhöht z.B. Rescue hatte ich immer hier.

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Beitragvon fee » 30.07.2015 20:14

mit einer ganz geringen dosis rescue-tropfen könntest Du es zuerst einmal versuchen - aber bitte die sorte ohne alkohol.
die katze wird davon nur etwas entspannter sein. für sie ist die orientierungslosigkeit ja auch bedrohlich.
ansonsten: da musst Du nun durch.
ich hab 2 sehr alte hunde und kann gut mit Dir fühlen.
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Beitragvon Blackmoonrose » 30.07.2015 21:03

Mit Bachblüten bei Katzen hab ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht (natürlich welche ohne Alkohol) Eine Blüte oder auch Blütenmischung die für Senioren geeignet ist,die sie etwas entspannter aber nicht apathisch machen,wäre denke ich zur Unterstützung gut geeignet. Da würde ich mich aber von einem guten Tierheilpraktiker einmal ausführlich beraten lassen,der Bachblütentherapien anbietet.
Die leichte Verwirrtheit muss nicht unbedingt von Demenz her rühren. Es kann auch ihr beeinträchtigtes Sinnesvermögen sein. Sie hört und sieht schlecht,ist dadurch evtl. noch "beeindruckt" bzw. garantiert beeinträchtigt. Das dies manchmal Verwirrung stiften kann,kann ich mir durchaus gut vorstellen. Sie bekommt nicht mehr alles mit,was das hektische Fressverhalten evtl. auch zum Teil erklären könnte. Es könnte ja jemand da sein der ihr das wegnimmt,den sie nicht richtig sehen,hören,einschätzen kann.
Solche Altersveränderungen sind halt nicht nur für uns Menschen ungewohnt und machen unsicher,sondern auch für die Tiere.

Wie sieht es denn sonst mit der allgemeinen Gesundheit (also abgesehen von Augen und Ohren die mit alt geworden sind) aus der alten Dame ?
Ich persönlich würde sie erst einmal -falls das noch nicht passiert ist- einem allgemeinen Check beim Tierarzt vorstellen. Wenn da alles gut ist,würde ich einen Tierheilpraktiker zu einem Hausbesuch bitten (die meisten bieten das von sich aus an bzw. ist fast die Regel) Der oder die soll sich die Katzenoma einmal in häuslichen Umfeld einmal anschauen,dich ausführlich beraten ob nun Bachblüten das richtige sind oder doch noch etwas anderes.

Rescuetropfen hab ich für den Notfall auch immer hier. Kam zuletzt bei meinem "Ömchen" (mit 12 konnte da noch nicht so ganz von die Rede sein....aber älter ist sie leider nicht geworden) zum Einsatz,nach Klinikaufenthalt und daraus hatte sie einen leichten Schockzustand. Da gab's dann mit Rücksprache unserer Tierheilpraktikerin Rescue die ersten 3 Tage auf's Fell und zur Unterstützung darauf "Olive" Das hat beides sehr gut geholfen,innerhalb von ein paar Tagen war die Maus wieder ganz die Alte :)
Liebe Grüße
Jessy
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Beitragvon Flipper » 31.07.2015 06:58

Danke für die Tips. Mir fällt da was auf. Nach dem Tierarztbesuch vor 3 Wochen war Madam total konfus.
Da hat sie sich aber auch aufgeführt, so aggressiv war sie noch nie, und wir konnten sie zu dritt nicht bändigen, als sie dann auch noch vom Tisch fiel, musste sie in den Rucksack. Das war ne echte Tortour, für alle, aber bisher war sie vor allem wie ein eingerollter Igel und hat keinen Muckset gemacht. Hätte ich geahnt was sich beim Tierarzt abspielt hätte ich sie im Vorfeld entspannt. Bei dem Checkup hab ich ein großes Blutbild machen lassen, deshalb kam sie ja in den Rucksack weil es nicht möglich war ihr Blut abzunehmen. Sie ist soweit gut beieinander, die Arthroseschmerzen halten wir mit einer Kombination aus Schmerztropfen bei Bedarf, also wenn ich sehe das sie sich beim gehen/springen wieder schwerer tut bekommt sie die Tropfen ins Futter, Grünlippmuschel und Gelenkpulver im Zaun. Sie hat lediglich leicht erhöhte Nierenwerte, was in dem Alter nicht verwunderlich ist. Ich mische ihr die Nierendiät mit dem gewohnten Futter, eine komplette Umstellung macht sie nicht mit und muß auch nicht so radikal sein. Sie beobachtet ja ganz genau was ich mit ihrem Futter mache. Wenn es nicht wie gewohnt ganz schnell da steht und ich was dran mache läuft ihre Nase zu Höchstform auf. Und wehe wenn sie merkt, dass da was dran ist. Wenn sie könnte würde sie mir den Napf an den Kopf schmeißen.
Ich habe jetzt den Katzenpudding als Hilfsmittel entdeckt. Leberwurst hat nicht mehr gezogen und ihr jedesmal das Zeug mit Butter zu mischen funktioniert mal mehr mal weniger. Der Pudding ist zwar so sinnvoll wie Zecken im Fell, aber ihr schmeckts und damit kriegen wir alles notwendige in sie rein. Stark riechende Sachen mische ich mit Joghurt oder Butter und schmiere ihr das ins Fell, Vorderpfoten und Brust. Die Empörung ist groß aber so funktioniert es auch ohne Theater.
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Beitragvon Blackmoonrose » 31.07.2015 21:04

*lach* das hört sich nach einer rüstigen Katzenoma an ;)
Ok ne also wenn beim Doc soweit alles ok war,abgesehen von den Alterserscheinungen halt,würde ich wirklich zum Tierheilpraktiker tendieren.
Da sparst du dir/euch und ihr eben auch den Stress mit in die Praxis usw. Ist vor für jede Katze immer etwas stressig und wenn sie dann eh etwas neben der Spur ist,dann ist so ein Hausbesuch von einem -hoffentlich- netten Menschen wesendlich stressfreier :)

Hm wegen der Nierenwerte ... wenn die nicht allzu aus dem Ruder gelaufen sind,kannst du auch lediglich Phosphatbinder nehmen unter's Futter,statt Nierendiätfutter. Dann kann sie ihr normales Futter weiter fressen. Vorrausgesetzt sie nimmt den Binder. Recht beliebt sind Ipaktine (wobei das von meinem Kater konsequent abgelehnt wurde und auch wohl nicht soooo "stark" sein soll) und Renalzin. Letzteres hat mein Kater erst ganz gut angenommen und ohne zu zucken mit gefressen,dann war's aber vorbei. Ipaktine ist ein Pulver,Renalzin ist flüssig. Eignen sich beide gut für Nassfutter zum unterschummeln.
Nierendiät (egal ob nass oder trocken) sind halt purer Ramsch und irgendwie ist die Akzeptanz da selten gut,weil's halt nicht so gut schmeckt. Besteht vorwiegend aus Getreidekleber und so Zeug .... also mir ist beim lesen da ganz anders geworden ;) Informier dich da doch einfach mal über Phosphatbinder und schau ob sie's vllt gut nimmt. Es gibt noch Alternativen zu den zweien die ich genannt habe,aber da sollte man halt Rücksprache mit dem Arzt ggf halten.
Liebe Grüße
Jessy
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