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Kater greift kranke Katze an

Hier könnt Ihr über das Verhalten Eurer Katze diskutieren. Wofür stehen das Beschnuppern, das Reiben, um die Beine schnurren etc

Beitragvon Omikron99 » 22.08.2015 15:46

Hallo,
wir haben seit einiger Zeit ein großes Problem mit unserem 8 jährigen Kater. Und im Web gibt es zwar viele ähnliche Themen, aber entweder verlaufen diese in endlosen Diskussionen oder spiegeln nicht unsere Situation wieder.

Gesamtsituation:
Wir haben drei Katzen. 1x BKH Kater (Spotty, 8 Jahre), 1x BKH Katze (Maya, 7 Jahre) und 1x heilige Birma (Jenna, 6 Monate).
Jenna wohnt jetzt seit 2 Monaten bei uns und wurde von den beiden "Altkatzen" gut angenommen. Spotty spielt auch mit Jenna also die vertragen sich.

Vor ca. 4 Wochen brachten wir Maya zum Tierarzt da sie extrem schnell und kurz geatmet hat. Wie sich herausstellte hatte sie einen Herzinfarkt und zusätzlich noch die bei BKH's bekannte Herzkrankheit HCM. Direkt nach dem Infarkt blieb sie erstmal eine Woche beim Tierarzt der sie wieder aufgepäppelt und mit Medikamenten eingestellt hat. Zuhause haben wir sie erstmal noch eine Woche separiert damit sie sich weiter erholen kann.

In den letzten zwei Wochen lassen wir sie tagsüber frei in der ganzen Wohnung laufen und separieren sie nur noch nachts. Allerdings beschattet Spotty sie fast permanent und hat sie auch schon mehrmals heftig angegriffen. Sein verhalten wechselt zwischen demütig in ihrer nähe schleichen (sehr gedrungen und ganz langsam) und bedrängen mit folgendem Angriff.
Maya zieht sich deshalb sehr zurück, faucht und knurrt Spotty an wenn er zu nah kommt und bleibt den ganzen Tag fast nur an Orten die sie als sicher empfindet. Damit könnten wir ja noch leben, aber wir haben große Angst das Spotty sie schwer verletzt oder sie durch den Stress dann vom Herzen her stirbt. Vor der Erkrankung und dem TA Aufenthalt haben sie sich nie gestritten oder angegriffen.

Bisher haben wir Feliway, Babypuder ins Fell reiben, Haare des anderen ins Fell reiben und massives knuddeln von Spotty (gegen Eifersucht) probiert. Jedoch komplett ohne Erfolg. Und nun wissen wir nicht weiter. Der TA hatte auch nur Feliway und Babypuder als Tipp.

Der TA kann zwar nicht sagen wie lange Maya noch leben wird, aber zum einschläfern ist sie im Moment zu gesund und wir würden es auch nicht wollen wenn es nicht unbedingt sein muss. Da in verschiedenen Quellen geschrieben wird das Katzen kranke Artgenossen "aussortieren" bliebe uns dann nur noch das wir Spotty abgeben.

Hat von euch schonmal jemand so eine Situation erlebt oder weiß ansonsten Rat dazu? Wir sind für jeden Tipp dankbar.

Gruß
Fabian & Micha
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Beitragvon fee » 22.08.2015 20:20

leider.....geht das in der tierwelt nicht so niedlich zu. schon putzige kleine vögelchen werfen brutal ihre schwächeren geschwister aus dem nest.
krank - beim TA gewesen - separiert gewesen, das löst bei besten kumpeln angst/aggression aus.
Du kannst
- allen kriegsparteien rescue-tropfen geben. die wirken gut, aber nur je 6 stunden
- wohlfühlspray versprühen
- Zylkene geben (das versuche ich gerade bei 2 verfeindeten. beide wirken entspannter, lieben sich aber immer noch nicht
wirklich)
- widerlicher geheimtip, selbst nie getestet: beide mit Deinem urin leicht parfümieren. (bitte nicht hauen! ich sag`s ja nur).
- selbst eine ordentliche dosis baldrian nehmen. dann bist wenigstens Du entspannt und das überträgt sich auch auf die
katzen.
- geduld haben. 4 wochen sind noch gar nichts.
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Beitragvon Blackmoonrose » 22.08.2015 21:07

Ich hatte mit Jule damals eine ähnliche Situation. Sie war krebskrank,hatte motorische/neurologische Ausfälle und Ian hat sich leider öfters auf sie gestürzt. Was er zuvor NIE gemacht hat (als sie noch normal laufen konnte und nicht so krank war) In der Nacht hatte ich sie in einem Welpenlaufstall,zum Schutz gegen die beiden Kater. Sonst hätte ich nicht ruhig schlafen können. Räumlich trennen wollt ich nicht,so hatten die zwei Jungs das Mädel immer in der Nase und lernten eben auch vorsichtig zu sein. Laufstall war für die zwei Jungs tabu.
Aber je besser es ihr ging,desto mobiler wurde sie und desto mehr "Angriffsfläche" bot sie Ian. Er hatte ganz schnell raus das sie sich nicht mehr so wehren konnte. Strikt "NEIN" sagen half nur bedingt.

Ich hab dann schlichtweg meine Tierheilpraktikerin um Rat gefragt. Die hat uns dann Globolis für alle "verschrieben" Momo inkl,auch wenn der sie nicht angegriffen hat. Und es wurd relativ fix besser. Leider musst ich die Maus dann doch schneller als gedacht schlafen legen lassen.

Am Fremdgeruch kann jetzt jetzt nicht mehr liegen (nach dem Tierarzt IMMER getragene Shirts/Pullis o.ä von dir/euch mit in die Box und Katz mit zudecken/abrubbeln) Aber sie waren getrennt ... jetzt ist's wieder "neu" Das macht unsicher.Zudem ist Maya angeschlagen,das macht noch mehr Unsicherheit und eben ggf aggressiv.

Rescue Tropfen kannst du versuchen,wobei ich nicht glaube das sie auf Dauer dabei helfen. Selber ruhig bleiben,definitiv :D
Ich würd dir ganz ehrlich einen Versuch mit einem Tierheilpraktiker empfehlen. Ich selber habe damit bezüglich "Verhaltensauffälligkeiten",ich ich selber nicht in den Griff bekam,gute Erfahrungen gemacht.
Mit räumlichen Trennungen macht man nämlich oft mehr Schaden als Nutzen. Ist schon klar,man möchte das geschwächte Tier schützen ... ist völlig normal und auch kein Vorwurf. Nur damit geht dann am nächsten Morgen das Theater von vorne los. Gerad wenn's im Moment instabil ist. Besser wäre es die Ursache halt zu "beseitigen" sprich,bei dem "Kampfhahn" Ruhe reinbringen,das sie eben wie vorher auch,in der Nacht nicht getrennt werden müssten,sondern jeder entspannt seine gewohnten Plätze und Co aufsuchen kann und darf. Ohne Pöbelattacken.

Drück euch die Daumen und für Maya ganz riesen :besserung:
Liebe Grüße
Jessy
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Beitragvon Omikron99 » 23.08.2015 19:56

Vielen Dank erstmal an euch beide für eine Antwort.

@fee
Danke für deine verschiedenen Tipps. Einige davon haben wir ja schon ausprobiert, bzw. laufen noch (Feliway). Das mit dem Urin werden wir sicher nicht testen :schwitz: und Zylkene sind ja Kapseln. Maya bekommt 2x täglich je zwei Medikamente Oral und das ist schon immer Stress genug, da will ich bei ihr gar nicht erst mit noch was drittem anfangen. Und als Spotty Medis wegen Katzenschnupfen nehmen sollte war das auch ein Drama, entweder hat er dann irgendwann gebissen oder die Flucht unters Sofa ergriffen.

@Blackmoonrose
Welpenlaufstall aus Metall mit oben offen oder so ein Textilding? Wie bekommst das hin das der eine drin bleibt und die anderen draußen?
Tierheilpraktiker gibts bei uns in der Nähe sogar mehrere, aber da passen die Finanzen aktuell nicht (Erste Sitzung 120,-). Wir haben noch an den knapp 1000,- vom TA zu knabbern.
Und die räumliche Trennung hat neben den Ruhe für uns Dosenöffner auch noch den Vorteil das wir einen Überblick haben was sie in der Zeit frisst (Spotty putzt sonst ihr Nierenfutter weg) und brauchen sie morgens zum Medis geben nicht suchen.
Tagsüber hockt sie ja wie beschriebem fast immer an der selben sicheren Stelle und traut sich da auch fast nie weg um zu fressen/trinken oder aus Klo zu gehen.

Nur kurios ist das wenn es z.b. Putenfleisch gibt sie alle nebeneinander fressen bis das Fleisch alle ist.
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Beitragvon fee » 23.08.2015 20:28

nur mal kurz zu zylkene:
natürlich ist es ein (schlechter) witz, eine kapsel mit einem medikament für katzen auf den markt zu bringen.
aber es gibt einen trick: ich kippe den kapselinhalt in ein schnapsglas, verrühre ihn mit einem halben teelöffel wasser und ziehe ihn auf eine spritze ohne nadel.
das gebe ich der katze ins mäulchen.
es schmeckt ihr so irre gut, dass sie sogar noch die spritze ableckt (obwohl ich den geschmack eher eklig finde).
das geht also viel besser, als Du denkst.
LG fee
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Beitragvon Blackmoonrose » 24.08.2015 21:02

Ne Sekunde,ich schau mal gerad ob ich den Link noch finde von dem Welpenlaufstall den ich hatte. Der ist aus Nylon und du kannst den "Deckel" schließen mit Reißverschluß.
Ich hab Julchen da ihr Kuschelkörbchen reingestellt und für die Nacht Wasser und Klo. Fand sie wunderbar kuschlig und ist da zumindest für die Nacht gern rein. Am Tag dann natürlich nicht,weil langweilig ;)
Ah ich hab den Link ... ich hoffe ich darf den hier reinsetzen,wenn nicht,bitte entfernen.

https://www.amazon.de/b?_encoding=UTF8& ... 78katze-21

Der lässt sich gut reinigen ... bei Julchen war's halt so,das mal öfters was neben's Klo ging und ist recht geräumig. Ich hatte wie gesagt ein Turmkörbchen drin stehen und Klo. Sie hatte noch bequem Platz sich drin zu bewegen. Ist auch von allen Seiten zugänglich. An den Seiten sind Reißverschlüsse das man die öffnen kann und oben halt.
Das war mir da ganz wichtig,da Jule zu Anfang wirklich den ganzen Tag drin war,bis sie mobiler und fitter war. So konnte ich aber gut an sie ran,Medis geben,sie putzen,füttern etc.pp
Für die Nacht dann den Reißverschluss oben zugemacht und gut war :) Madammchen konnte noch alles beobachten,wusste was die Kater anstellen,hatte mich im Blick durch die Türe und ich sie in Sicht und Ohrweite (falls was sein sollte) ... also perfekt :)

Uh,das ist happig -.- Meine Tierheilpraktikerin hat für den ersten Termin hier zu Hause 60 Euro genommen. Sonst wär das auch nicht für mich in Frage gekommen,da wir gut 5000 Euro für Tierärzte,Tierklinik und Co gelassen hatten in der Zeit.
Ja klar,das versteh ich auch .. ich würd's in dem Moment auch warscheinlich nicht anders machen,als sie in der Nacht seperat zu halten :) Nur ich meinte halt auf längere Sicht ist das kontraproduktiv.
Liebe Grüße
Jessy
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Beitragvon Omikron99 » 01.09.2015 19:50

So, mal einen kurzen Zwischenstand.
Wir hatten unsere Fellnasen jetzt bis vorgestern die komplette Zeit zusammen. Bis Vorgestern hat das auch ganz gut geklappt. Maya hat sich irgendwo zum schlafen verkrochen und Spotty ist meist gut auf Abstand geblieben, hat sie nur belauert aber nur ganz selten angegriffen.
Maya hat sich in der Zeit immer zum Katzenklo und zum Fressen getraut und ist ein paar mal auch wieder zu uns aufs Sofa gekommen zum knuddeln.
Vorgestern hat Spotty sie dann wieder massiv angegriffen und verletzt sie dabei auch (Haarbüschel mit Schorf dran, Wunde am Ohr). Daraufhin hat sich Maya den ganzen Sonntag und Montag nur noch unterm Sofa versteckt und kam auch mit der heißgeliebten Putenbrust nur sehr zögerlich raus. Wie wir dann gestern festgestellt haben ist sie gar nicht mehr zum Klo gegangen, sondern hat nur unters Sofa gepinkelt.
Gestern Abend haben wir sie dann wieder separiert und als sie gemerkt hat das sie wieder allein ist ist sie auch sehr aufgeweckt und benimmt sich vollkommen normal. Putzt sich, frisst mit hunger, legt sich entspannt hin...

...und maunzt wie ein Weltmeister das sie wieder in den Rest der Wohnung will. Auf der andern Seite der Tür das selbe, Spotty und Jenna wollen rein.
Heute morgen dann Tür aufgelassen, Spotty hat sie sobald er sie gesehen hat angegriffen und Maya hat sich in eine Lücke neben unseren Spülschrank geflüchtet. Dort haben wir sie dann auch eben erst rauslocken können und der ganze Hintern war voll Pipi. Sie hat sich also gute 12h gar nicht vom Fleck gerührt.

Jetzt werden wir sie nochmal wieder separieren, aber eigentlich will sie raus.
Das ist doch zum Mäusemelken. Wir verzweifeln echt langsam.

Und der TA meinte nur das er außer Royal Canin Calm zu füttern auch nichts mehr weiß. :?
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Beitragvon Anna2010 » 02.09.2015 19:06

Ich finde es schade, habe so viel gute Tipps bekommen!☺️
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Beitragvon Anna2010 » 02.09.2015 19:21

Bitte löschen meinem letzten Betrag, er es irgendwie falsch gelandet!
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