Was versteckt sich hinter was ?
Nährstoffe und ihre Aufgaben:
Eiweiß: wichtiger Bestandteil von Enzymen und Muskelgewebe, Energielieferant
Kohlenhydrate: Energielieferant
Fette: Bestandteil von Zellwänden, Energielieferant
Eisen: bindet den Luftsauerstoff bei der Atmung
Wasser: wird beim Schwitzen verdunstet und wirkt daher temperaturregulierend, als solches eingebunden in die vielfältigen chemischen Vorgänge des Zellstoffwechsels und notwendig bei der Verdauung von Nährstoffen und bei der Entsorgung von Verunreinigungen über die Nieren.
Rohprotein: wichtig für die Muskulatur; Wachstum
"Rohprotein" versteht man den gesamten Eiweißanteil aus den tierischen und pflanzlichen Inhaltsstoffen. Leider muss der Hersteller die Eiweißmengen nicht exakt deklarieren, sondern es genügt die Angabe als so genannte Rohproteinmenge. Hierbei wird also lediglich Auskunft über die insgesamt enthaltene Eiweißmenge gegeben, nicht etwa, um welches Eiweiß es sich handelt. Steht also auf Ihrem Hunde- oder Katzenfutter 11,5% Rohprotein, kann das ein reines Sonnenblumenöl sein oder Erdnusshülsen, Hühnerfett oder Eier, Mais, Motoröl oder Federn (die reich an Eiweiß sind) !
Rohfett: Energie, Fell, Haut ( der gesamten Anteil aus dem enthaltenen Fleisch, den Nebenerzeugnissen und den Ölen )
Rohasche: Zählt zu den Mineralstoffe
Rohfaser: Regulierung der Verdauungszeit (Ballaststoffe, wie Stroh, Cellulose oder Erdnusshülsen)
L-Carnitin: Gewichtsabnahme, Fettverbrennung
Calcium: Knochen, Zähne
Phosphor: Energieübertragung, Knochenbau
Magnesium: Knochenbau, Energieübertragung
Kupfer: Kollagen und Knochenbildung, Haut u. Fell
Allgemeines
Als strikte Fleischfresser beziehen Katzen einen Großteil ihres Nährstoffbedarfs aus Quellen tierischer Herkunft. Ihr Stoffwechsel weist in diesem Zusammenhang einige Besonderheiten auf. Es besteht die Unfähigkeit, die pflanzliche Vorstufe des Vitamin A (beta-Karotin) in das funktionsfähige Vitamin A umzuwandeln. Die Aminosäuren Taurin, Methionin und Arginin sind für den Katzenorganismus essentiell. Es besteht außerdem ein hoher Bedarf an Nicotinsäure. Katzen sind nicht in der Lage, Linolsäure in Arachidonsäure umzuwandeln. Durch hochaktive Enzymsysteme haben Katzen einen hohen Bedarf an Eiweiß. Zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels benötigen sie keine Kohlenhydrate, vielmehr kann Glukose über die Desaminierung spezieller Aminosäuren aus dem Futter gebildet werden.
Eine wichtige Rolle für den Knochenaufbau spielen Calcium und Phosphor. Die Calcium-Phosphor-Balance kann zwischen 0,9:1 und 1,4:1 liegen, wobei 1,1:1 bis 1,2:1 als optimal anzusehen ist. Jedoch kommt es nicht nur auf das richtige Verhältnis, sondern auch auf die Menge der Mineralstoffe an, da alle Mengen- und Spurenelemente, nicht nur das Calcium und Phosphor, voneinander abhängig sind und im richtigen Verhältnis zueinander vorhanden sein sollten. Ein Zuviel oder Zuwenig eines Stoffes kann die Aufnahme eines anderen beeinträchtigen, da die Wechselwirkungen, auch mit einigen Vitaminen, sehr komplex sind. Rohe Knochen sind eine natürliche Quelle von wichtigen Mineralien einschließlich Calcium.
Natrium regelt zusammen mit Chlor und Kalium den Wasserhaushalt, den osmotischen Druck der Körperflüssigkeiten, ist wichtig für die Nerven und am Transport von Nährstoffen im Körper beteiligt. Auch für die Bildung der Magensäure ist es unentbehrlich. Wichtig ist eine ausgewogene Balance zwischen Natrium und Kalium, welches in purem Fleisch ausreichend enthalten ist. Im Gegensatz dazu ist Natrium nur marginal im Fleisch vorhanden und in größeren Mengen in Blut, Knochen sowie Nieren zu finden. Auch um diese Balance wieder herzustellen, muss Natriumchlorid (Salz) bei einer Fütterung ohne Knochen und Blut ergänzt werden.
Entsprechend ihrem natürlichen Nahrungsverhalten (Fangen kleiner Beutetiere) nehmen Katzen bei ständigem Angebot von Futter täglich 10 bis 20 mal Nahrung auf. Der tägliche Energiebedarf einer normalgroßen Hauskatze von knapp vier Kilogramm Gewicht beträgt etwa 300 kcal an umsetzbarer Energie. Auf starke Veränderungen der angebotenen Ration reagieren Katzen unberechenbar. Nahrungsverweigerungen über mehrere Tage sind hierbei recht häufig zu beobachten, wobei speziell bei adipösen Tieren die Gefahr eines Fettmobilisationssyndroms mit schwerwiegenden Stoffwechselstörungen besteht.
http://de.wikipedia.org/wiki/Katzenfutter
Kohlenhydrate
Obwohl an sich keine Kohlenhydrate benötigt werden (Katzen fehlen einige Enzyme, um Kohlenhydrate adäquat aufzuspalten, da ihre natürliche Nahrung nur sehr wenig Kohlenhydrate enthält) sind sie doch den meisten Futtermitteln zugesetzt. Ihr Anteil beträgt bei Feuchtfutter 0 bis 30 Prozent, Trockenfutter enthalten zwischen 30 und 60 Prozent. Den größten Anteil macht hierbei die Stärke aus,die allein dazu dient dem Tier Energie zuzuführen. Daneben liegen auch unverdauliche Kohlenhydrate im Futter vor, welche als Ballaststoffe von Bedeutung sind. Diese unlöslichen Fasern unterstützen die Darmmotorik. Hauptquelle der verdaulichen Kohlenhydrate, vergären und tragen zu Schutz der Darmwände bei, sind verschiedene Zubereitungen von Mais, Reis, Weizen, Hafer, Gerste, Möhren, Melasse, Erbsen und Kartoffeln.
Proteine
Katzen benötigen einen hohen Proteingehalt in der Nahrung. Sie nutzen Proteine als Energiequelle, aber unter anderem auch zum Körperaufbau und zur Aufrechterhaltung des Glucosespiegels im Blut. Katzen sind im Gegensatz zu Menschen nicht in der Lage, ihren Verbrauch an wenig Eiweiß im Futter anzupassen, was bedeutet, dass sie körpereigenes Protein (Muskelmasse) abbauen, wenn nicht genug Protein mit der Nahrung zugeführt wird. Daher ist der Proteinbedarf von Katzen wesentlich höher als der von Hunden oder Menschen. Sie sind auf tierische Bestandteile wie Fleisch angewiesen, denn nur diese enthalten Proteine in ausreichenden Mengen und für die Katze hochverdaulicher Form sowie alle Aminosäuren einschließlich Taurin und Arginin, die sie zum Leben braucht.
Experimentell wurde nachgewiesen, dass bei Jungkatzen ein befriedigendes Wachstum erst ab einem Proteingehalt möglich ist, der bei 30 Prozent der Trockensubstanz des Futters liegt. Für erwachsene Tiere liegt dieser Wert etwa bei 26 Prozent.
Häufige tierische Proteinquellen sind: Rind, Huhn, Geflügelnebenprodukte, Geflügelmehl, getrocknete Eier, Fisch, Fischmehl, Fleischmehl, Knochenmehl und Fleischnebenprodukte.
Pflanzliche Proteine liefern: Weizen, Hafer und z.B. Soja.
Arginin:
Die Aminosäure Arginin ist für Katzen lebenslang essentiell, da sie vom Organismus nicht in ausreichendem Maße synthetisiert werden kann. Neben ihrer Bedeutung für die Neubildung von Proteinen ist sie ein unentbehrlicher Bestandteil des Harnstoffzyklus, der bei Katzen infolge der mit der hohen Proteinverwertung anfallenden großen Menge an Ammoniak ein besonders wichtiger Stoffwechselweg ist.
Der Argininbedarf einer jungen Katze beträgt 1,1 Prozent der Trockensubstanz des Futters.
Methionin:
Die Aminosäure Methionin kann von Katzen nicht synthetisiert werden und ist daher zum Aufbau von Körperproteinen und zur Phospholipidsynthese im Zuge der Fettverdauung essentiell. Der Bedarf liegt bei etwa 1,6 g pro 1000 kcal verdauliche Energie.
Taurin:
Katzen sind nur zur Synthese kleiner Mengen an Taurin in der Lage.
Katzen benötigen infolge der Tatsache, dass ihre Gallensalze ausschließlich mit Taurin gebildet werden, einen wesentlich höheren Anteil dieser Aminosäure, um den Verlust mit der Fäzes auszugleichen.
Der empfohlene Gehalt an Taurin beträgt 1000 mg pro Kilogramm Trockenfutter und 2500 mg pro Kilogramm Feuchtfutter, wobei sich die unterschiedlichen Angaben im bei Fütterung mit Feuchtfutter erhöhten Bedarf der Tiere begründet.
Fette
Fette sind wichtige Energielieferanten und Geschmacksverbesserer des Futters. Fett ist notwendig, um die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine sicherzustellen. Es liefert essentielle Fettsäuren, die jedoch teilweise nur in tierischen Fetten enthalten sind, daher sind diese immer den pflanzlichen Ölen vorzuziehen.
In Pflanzenölen fehlen für Katzen lebenswichtige Fettsäuren, während je nach Sorte, z. B. in Olivenöl, erhebliche Mengen Ölsäure enthalten sind, die für Katzen nicht essentiell ist.
Etwa 5 bis 7 Prozent der Energie des Futters soll hierbei durch Linolsäure gedeckt werden (Sonneblumen-Oliven-Weizenkeimen oder Distelöl).
Die Fettsäuren müssen im richtigen Verhältnis zueinander in der Nahrung vorhanden sein, wobei hier insbesondere das Verhältnis von Omega 6:Omega 3 zu erwähnen ist. Wildtiere, also auch die Beutetiere der Katze in der Natur, haben ein Omega-Verhältnis von 4:1 bis 5:1, was als optimal angesehen wird. Fett von Tieren wie z. B. Geflügel oder Rind, die konventionell aufgezogen und daher mit Getreide ernährt werden, enthält wenig Omega-3-Fettsäuren, so dass das Verhältnis bei 20:1 oder darüber liegen kann.
Weidetiere, die Gras fressen, weisen ein besseres Verhältnis auf. Daher ist es für Katzen günstiger, wenn sie Lamm-, Rindfleisch usw. aus Weidehaltung anstatt konventioneller Haltung bekommen. Generell ist Fleisch von Tieren aus Freilandhaltung besser geeignet. Fleisch von Wildtieren wie Reh, Hase oder Wildgeflügel sowie Kaninchen haben ebenfalls ein günstiges Verhältnis dieser Fettsäuren.
Vitamine
Für die Aufrechterhaltung aller Körperfunktionen sind Vitamine lebensnotwendig. Sie sind an unterschiedlichen Abläufen beteiligt und erfüllen viele Aufgaben, u. a. sorgen sie für den Knochenaufbau, eine gute Sehkraft und einen funktionierenden Stoffwechsel. Auch für ein gutes Immunsystem spielen sie eine wichtige Rolle. Vitamine sind empfindlich und werden durch Verarbeitung, Lagerung oder Einfrieren zum Teil zerstört. Eine Unterversorgung führt zu Mangelerscheinungen, aber auch die Überversorgung einzelner Vitamine kann zu körperlichen Problemen und Krankheiten führen. Manche Vitamine kann die gesunde Katze selbst im Darm synthetisieren. Jedoch muss sie alle Vitamine, außer Vitamin C, welches nicht essentiell für Katzen ist, regelmäßig mit der Nahrung aufnehmen. Wenn eine Katze ihre Beutetiere frisch verzehrt, erhält sie alle benötigten Vitamine.
Die fettlöslichen Vitamine A, D, E, K werden im Körper gespeichert und dürfen nicht überdosiert werden, da sie sich anreichern können. Die Katze ist darauf angewiesen, Vitamin A aus tierischen Quellen zu bekommen. Sie ist nicht in der Lage, das in Pflanzen als Vitamin-A-Vorstufe vorkommende Beta-Karotin in die aktive Form Retinol umzuwandeln.
Katzen können nur Vitamin D3 nutzen, welches ausschließlich in tierischen Materialien vorkommt. Es wird zum großen Teil im Fettgewebe eingelagert, Fisch ist reich an Vitamin D. Vitamin D2, das in Pflanzen vorkommt, ist für die Katze nicht verwertbar.
Wasserlösliche Vitamine sind der Vitamin-B-Komplex, Vitamin C und Biotin. Sie werden nicht gespeichert, daher entsteht außer bei Vitamin C schnell ein Mangel, wenn sie nicht regelmäßig zugeführt werden.
Nicotinsäure:
Es besteht ein hoher Bedarf an Nicotinsäure, da dieses Vitamin durch einen hohen Bedarf an Tryptophan zur Synthese von Picolinsäure sonst nicht ausreichend gebildet werden kann. Praktisch tritt hier jedoch kein Mangel auf, da tierische Gewebe ausreichende Mengen an Nikotinsäure enthalten.
Vitamin A: Notwendig für Fell, Schleimhäute, Sehfunktion, Hautwachstum, Fortpflanzungsfähigkeit und Blutbildung. Katzen können (im Gegensatz zu Menschen und Hunden) Beta-Karotin nicht in Vitamin A umwandeln, sondern müssen Vitamin A in Form von Retinol (aus tierischen Quellen) erhalten.
Vitamin B1 (Thiamin): Unterstützt den Kohlenhydratstoffwechsel, Nerven und Muskeln sowie das Wachstum und die Energieversorgung des Körpers insgesamt. Thiamin ist in Hefeflocken und Leber enthalten.
Vitamin B2 (Riboflavin): Zuständig für den Fett- und Aminosäurenstoffwechsel, stärkt die Sehkraft und das Nervengewebe sowie das Immunsystem. Enthalten in Hefeflocken, Hüttenkäse, Hühnerleber.
Vitamin B3 (Nicotinsäure, Niacin): Wasserlösliches Vitamin, das für die Bildung von Enzymen für den Zellstoffwechsel und die Haut notwendig ist. Niacin ist in Leber, Herz, Niere, Hefeflocken, Hühnerfleisch und Eigelb enthalten. Katzen können die Aminosäure Tryptopan nicht in das B-Vitamin Niacin umwandeln, so dass es gesondert zugeführt werden muss. Zusammen mit Vitamin A sorgt Nicotinsäure auch für gesundes Zahnfleisch.
Vitamin B6 (Pyridoxin): Ist eine synthetische Form des Vitamin B6 und wird für den Eiweißstoffwechsel (Aminosäuren) und zur Bildung von Gewebshormonen und Niacin (Nicotinsäure) benötigt. Besonders hohe Konzentrationen von Pyridoxin finden sich in Leber, Hefe, Weizen, Mais, Eiern und Grüngemüse.
Vitamin B12 (Cobalamin): Regelt den Stoffwechsel und die Zellteilung in Knochenmark- und Nervenzellen und wird zur Bildung roter Blutkörperchen benötigt.
Vitamin C (Ascorbinsäure): Ist ein natürliches, wasserlösliches Antioxidantium, das die Zellaktivität erhöht und sowohl die Wundheilung, Bindegewebsbildung , Knochen- und Knorpelneubildung als auch die Immunabwehr unterstützt.
Vitamin D (Cholecalciferol): Benötigen Katzen ebenso wie Calcium für den Knochenaufbau. Es ist enthalten in Eigelb und Leber. Ein Überangebot an Vitamin D kann in Verbindung mit einem Überangebot an Calcium zu vermehrter Kalkablagerung auch außerhalb des Knochengewebes führen.
Vitamin D3 (Cholecalciferol): Wichtig für den Calciumstoffwechsel und Knochenaufbau. Vitamin D3 benötigen vor allem ausschließlich im Haus gehaltene Katzen, da ihnen meist eine direkte Sonneneinstrahlung fehlt. Ein Mangel dieses Vitamins führt zu Knochenerweichung.
Vitamin E (Tocopherol): Natürliches Antioxidationsmittel, das Körperwachstum und Fruchtbarkeit unterstützt. Darüber hinaus dient Vitamin E zum Schutz der Zellmembranen und unterstützt weitere Zellfunktionen, da es die Sauerstoffnutzung des Körpergewebes unterstützt.
Vitamin H (Biotin): Gehört ebenfalls zu den wasserlöslichen Vitaminen und unterstützt die Bildung von Fettsäuren und Stoffwechselfunktionen und gewährleistet somit den Hautschutz, optimalen Haarwuchs, glänzendes Fell und kräftige Krallen. Biotinmangel führt bei Katzen zur Austrocknung der Schleimhaut an Mund- und Augenwinkeln und an der Nase. Die Haut verliert an Elastizität und reißt ein.
Vitamin K: Steuert die Knochenmineralisation und Blutgerinnung.
Mineralstoffe
Hierzu zählen unter anderem Kalzium, Phosphor, Magnesium, Jod, Zink, Schwefel, Kalium.
Mineralstoffe sind anorganische Substanzen und bestehen aus Mengenelementen wie Calcium, Phosphor, Natrium, Kalium, Magnesium und Spurenelementen wie Eisen, Zink, Kupfer, Mangan und Selen, um einige zu nennen. Mineralstoffe sind wichtig für die Knochen, die Nerven, den Proteinstoffwechsel, die Aktivität von Enzymen und Hormonen und die Aufrechterhaltung des osmotischen Gleichgewichtes im Körper. Sie sind sehr stabil und werden durch Einfrieren oder Erhitzen nicht zerstört, können jedoch beim Kochvorgang in das Kochwasser austreten.
Konservierungsstoffe
Konservierungsstoffe (E 200 - E 252, E 280 - E 290, E 925, E 926)
verlängern die Haltbarkeit von Lebensmitteln, indem sie den durch Bakterien, Hefe- und Schimmelpilze verursachten Verderb verzögern. Sie dienen damit einerseits dem vorbeugenden Gesundheitsschutz (verdorbene Produkte enthalten Giftstoffe), andererseits ermöglichen sie aber auch unsinnig lange Transportwege und Lagerzeiten. Außerdem leisten sie einer hygienisch nachlässigen Verarbeitung Vorschub.
Die europäische Gesetzgebung macht einen Unterschied zwischen Konservierungsstoffen und Antioxidantien, was viele Tierfutterhersteller ebenfalls nutzen, indem sie auf ihre Verpackungen zwar schreiben "ohne künstliche Konservierungsstoffe" - liest man jedoch weiter, steht irgendwo klein geschrieben "Antioxidant: EWG-Zusatzstoffe". Diese Hersteller machen sich die Tatsache zunutze, dass viele Verbraucher nicht wissen, was Antioxidantien und EWG-Zusatzstoffe sind. Also, Vorsicht und unbedingt das ganze Etikett lesen. Katzenfutter in Dosen zählt übrigens zu den Vollkonserven, bei denen weder eine Verwendung von Konservierungsstoffen noch Antioxidantien notwendig ist.
EG- bzw. EWG-Zusatzstoffe:
Bedenkliche Konservierungsstoffe, wie BHA (E320) und BHT (E321), die Krebs hervorrufen und allergische Reaktionen auslösen können und daher im Katzenfutter nicht enthalten sein sollten. Häufig werden nur die E-Nummern angegeben, oder die harmlose Bezeichnung "EG - Zusatzstoffe" taucht auf der Verpackung auf. Häufig ist auch zu lesen:" ohne Konservierungsmittel". Im Text steht dann:" mit Antioxidantien-EG-Zusatzstoffe." Man geht davon aus, dass nur einem Bruchteil der Kunden bekannt ist, dass sich dahinter BHA BHT u. a. verbergen. In einigen, auch europäischen Ländern, sind diese Zusatzstoffe wegen Ihrer Nebenwirkungen verboten.
Duft- und Geschmacksverstärker:
Je nach Intensität und „Geschmacksrichtung“ können Katzen Futterpräferenzen entwickeln und demzufolge Futtersorten mit anderen oder einfach nur weniger Duft- oder Geschmacksverstärkern ablehnen. Gängigster Duft- und Geschmacksverstärker ist Glutamin, das wegen Allergiegefahr lediglich bei Menschennahrung, nicht aber bei Tiernahrung auf der Verpackung deklariert werden muss .
Farbstoffe (künstlich):
Auch diese verbergen sich meistens hinter E-Nummern. E127 z.B. verursacht nachweislich auch Schilddrüsenkrebs ist jedoch in manchen Leckerlis für Katzenbabys enthalten. Allergische Reaktionen wurden auch bei folgenden Farbstoffen beobachtet: E102,E110, E122, E123, E127.


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