Huhu, nun will ich mich auch eben schnell zu Wort melden, habs leider erst grad gesehen. ;D
Aaaalso dann versuch ich mal, der Reihe nach vorzugehen...
Futterumstellung immer langsam angehen, da 1. sich auch die Verdauung langsam umstellen muss, wenn man qualitativ hochwertiges Futter statt "billigem" füttern will. Das heißt, erstmal mischen und langsam die Dosis vom Guten erhöhen. Das hilft außerdem dabei, die Katzen an das neue Futter zu gewöhnen, da in den "billigen" Sorten so Sachen wie Zucker oder Geschmacksverstärker drin sind, die das Futter eben leckerer machen als das hochwertige (wie Poisonheart schon sagte). Klar schmeckt also das "billige" den Katzen dann besser, sie steigen nicht freiwillig um.
Ist "billiges" Futter schädlich? Meine persönliche Meinung ist: ganz klar ja! Es kommt natürlich immer darauf an, was genau im Futter ist. Ich empfehle jedem, diesen Thread zu lesen und mal zu gucken, was sich so in seinem Futter befindet:
trockenfutternassfutter-f14/futteretiketten-t1884.htmlBegründung in Kurzfassung:
Katzen sind Fleischfresser: Katzenfutter, was als einen der Hauptbestandteile Getreide hat, ist nicht günstig, da Katzen Getreide
nicht verarbeiten können und es so wieder hinten raus kommt (viel und übel riechender Kot), zu viel Getreide --> Stärke kann Diabetes und sogar Krebs verursachen
Die Angabe "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" ist so nichtssagend wie nur was, es werden Fleischabfälle verarbeitet, kein fettes Muskelfleisch, was eigentlich nötig wäre. Eine Maus besteht auch nicht zu 80% aus Schnäbeln, Fell, Beinen, Klauen, Innereien, Urin.
Zucker im Katzenfutter ist das Allerletzte, verursacht Diabetes und Zahnprobleme und hat da absolut nichts zu suchen (außer natürlich, das Futter schmackhaft zu machen).
Wie man über Konservierungsstoffe im Futter denkt, muss jeder selbst entscheiden, ich bin auch da eher skeptisch, weil sie teilweise im Verdacht stehen, krebserregend zu sein.
Nierenschäden kommen wohl eher beim Trockenfutter zum tragen, egal, ob das hochwertig ist oder nicht, da sie der Katze Flüssigkeit entziehen, die sie sich extra noch wieder antrinken muss. Katzen trinken generell nicht viel, da sie normalerweise ihre Flüssigkeit aus den Futtertieren (Mäuse, Vögel) aufnehmen. Wenn eine Katze viel trinkt, ist das ein Zeichen für Durst, also hat sie zu wenig Flüssigkeit. Eine Katze kann meiner Meinung nach nicht genug trinken um ausschließliche TroFu-Fütterung auszugleichen.
Das Futter von Aldi soll tatsächlich recht gut sein, Stiftung Warentest lässt grüßen. Aber auch bei diesem Futter ist mir die Angabe "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" zu ungenau, genauso wie die Angabe "Mineralstoffe". Ich bin da vielleicht so genau, weil ich ne Allergiekatze hab.

Zum Thema Fütterungsmenge: Die Fütterungsempfehlung des Herstellers ist ein Indiz für die Qualität: 400g pro Tag pro 4kg Katze lässt auf schlechtes Futter mit viel "Füllstoff" wie Getreide schließen. Die Katze braucht einfach mehr Futter, um ihren Nährstoffbedarf decken zu können, weil ein Großteil ungenutzt wieder hinten raus kommt. Vom guten Katzenfutter benötigt die Katze 200g pro Tag, vom Trockenfutter sogar noch weniger. Der Kotabsatz wird bei gutem Katzenfutter bedeutend geringer und stinkt nicht mehr so (auch ein Indiz). Mal zum Vergleich, ich fütter meine Katzen roh, 150g pro Tag, pro
6kg Katze und sie koten alle zwei bis drei Tage eine Miniwurst.
Ich würde auch mal bei Sandras Tieroase gucken, vielleicht so ein Probierpaket bestellen und mal die "teuren" Sorten ausprobieren. Da die Katzen weniger davon fressen, ist es gar nicht so viel teurer... Zwischen gleichwertigen Futtersorten darf man übrigens munter mischen, denn die Verdauung muss sich ja nicht umstellen.
Meiner Meinung nach darf man seinen Katzen auch gutes Futter "aufzwingen", denn sie wissen es ja nicht besser. Sie werden nicht freiwillig vom billigen Futter lassen. Das bedeutet viel Konsequenz beim Füttern. Die Katzen werden dir nicht verhungern, wenn du das gute Futter mal etwas länger stehen lässt und sie es ignorieren. Dann gibt es halt nichts anderes. Der Tipp mit dem Mischen sollte da schon helfen. Mische konsequent und lass den Anteil des alten Futters weniger werden. Auch wenn die Katzen meckern, du sitzt am längeren Hebel.

So, Roman Ende... schon wieder... hihi..
Gute Nacht und viel Erfolg bei der Umstellung!
Eva
PS.: Ach ja, gespannt und aufgeregt aufs Futter starren "ob sie es auch fressen" ist auch eher suboptimal, einfach so tun, als wäre alles wie immer.
